Ein Bild und seine Geschichte. Heute: Wo waren wir?


Wir sehen drei Fahrzeuge. In der Mitte einen Sportwagen, links dahinter einen Transporter, eine Pritsche mit Hochdachplane und rechts davon einen Transporter. Nähern wir uns dem Bild einmal, um herauszufinden, was hier eigentlich los ist. Und da wir lesen können, fangen wir rechts an.

 

Rechts im Bild ist ein Transporter zu sehen. Die Aufschrift Porsche lässt uns erahnen, dass es sich um einen Porsche Transporter handelt. Wie wir wissen, waren die Porsche Renntransporter zunächst rot und später so ab 1980 wurden sie dann im neuen Corporate Design silber mit rotem Porsche Schriftzug lackiert. Ein Renntransporter, der also nach 1980 im Einsatz war.

Das lenkt unseren Blick auf den Rennwagen, ein sogenannter Sportwagen, in dem theoretisch Platz für zwei Personen ist, ein geschlossener Prototyp, nennen wir es mal Coupé. Ein Coupé von Porsche, das lässt der Schriftzug unterhalb der Tür noch erkennen, der Schriftzug ist nämlich nicht sauber ausgeführt und abgebrochen. 1978 hat Porsche das letzte Mal mit einem  offenen 936 werkseitig in Le Mans gewonnen. 1982 tritt ein neues Reglement in Kraft, für das dieser Wagen in Frage kommt, die Gruppe C der Sportwagen Protoytpen. Es muss sich also um einen 956 handeln. Dessen Heckspoiler noch an den frühen 917er aus dem Jahr 1969 erinnert und weniger an den 956 wie er zwischen 1982 und 1985 viermal hintereinander Le Mans gewinnt.

Blicken wir links hinter den Prototyp des Prototypen. Da steht ein Transporter, das VW Zeichen lässt ihn unschwer als Bulli, einen T2, erahnen, die Pritsche mit Hochdachplane haben wir auch schon identifiziert. Was kann uns noch weiterhelfen? Das Kennzeichen, aber Moment, da kommen wir erstmal nicht weiter. Oder doch? Natürlich: EZW: Entwicklungszentrum Weissach, die Technische Entwicklungsstelle von Porsche mit Test track. Wenn das Bild nicht schwarz/weiss wäre, müsste der Bulli in den Weissachfarben des Fuhrparks lackiert sein, orange-weiss.

Voilà: Wir wissen, wo wir waren: Das ist das erste Chassis des neuen Porsche 956C im Juni 1981 auf dem Testgelände in Weissach. Uns fehlt nur noch der Fahrer, Jürgen Barth, Sohn des Edgar Barth, Europäischer Bergmeister und Porsche Rennfahrer aus den 60ern. Der Junior war mit Porsche 1977 in einem 936/77 in Le Mans an der Seite von Jacky Icks und dem späteren Audi Piloten in den USA, Hurley Haywood, erfolgreich. Jürgen Barth steht noch heute in Porsche Diensten.

 

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