Am 30. Juli 2003 lief in Mexiko der letzte Käfer vom Band.


Es war das Ende einer Ära: Nach fast 60 Produktionsjahren, sieben Modellgenerationen und insgesamt 21.529.464 gebauten Fahrzeugen lief am 30. Juli 2003 im mexikanischen Puebla der letzte VW Käfer vom Band.  Mit der „Última Edición“ gab es zum Abschied aber noch einmal eine besondere Auflage des Kult-Autos. 

Seit 1945 wurde der werkintern „Typ 1“ bezeichnete VW Käfer gebaut, zunächst in Wolfsburg. Am 19. Januar 1978 lief dann in Emden der letzte in Deutschland gefertigte vom Band – ein 1200 L in „Dakotabeige“. Doch schon seit 1967 wurden auch im mexikanischen Volkswagenwerk Käfer gebaut; neben den Exportmodellen ab 1970 auch der Käfer 1600, der sogenannte „Mexiko-Käfer“. Er war eigentlich nur für den Binnenmarkt gedacht, wurde über private Unternehmen aber auch in andere Länder exportiert. Angetrieben wurde der 1600 von einem 1,6-Liter-Boxer mit 34 kW (46 PS). Technisch wurde der Käfer immer wieder weiterentwickelt, während sich die äußere Form des Autos über alle Produktionsjahre hinweg nicht wesentlich änderte. Beim Mexiko-Käfer aber gab es eine letzte optische Veränderung – es wurden Sitze und einige Bedienelemente vom Golf verbaut. 

Die zum Abschied aufgelegte Sonderserie „Última Edición“ – zu Deutsch „letzte Auflage“ – war schnell vergriffen. Nur 3.000 Stück wurden gebaut, je 1.500 verließen das Werk in den exklusiven Farben „Aquariusblue“ und „Harvestmoonbeige“. Veredelt wurde die rare letzte Auflage des VW Käfer zudem durch klassische Weißwandreifen mit verchromten Radkappen, Zierleisten und Spiegelgehäuse. Erkennungsmerkmale sind auch das Wolfsburg-Wappen auf dem Lenkrad sowie das Última Edición Emblem am Handschuhfach. Einige Fahrzeuge wurden nach Deutschland geliefert – und auch der allerletzte je gebaute Käfer: Er ist im ZeitHaus der Autostadt in Wolfsburg zu sehen.

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Bildnachweis: Volkswagen AG

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