Ausstellung „Die Welt der Volkswagen Klassiker“ in den Designer Outlets Wolfsburg eröffnet


Volkswagen Classic eröffnet seine Pop-up-Gallery in den Designer Outlets Wolfsburg und zeigt bei deren verkaufsoffenem Sonntag am 28. Oktober erstmals eine Auswahl von acht historischen Fahrzeugen von 1958 bis 1985. Die Sonderausstellung in der neuen Ellipse umfasst seltene Prototypen und Rekordwagen sowie Filmstar „Herbie“ und läuft bis zum 4. April 2019.

In der neuartigen Pop-up-Gallery, die diesen Sonntag von 13 bis 18 Uhr öffnet, steht ein Elektro-Rennwagen von 1984: Mit dem Golf „CityStromer“ RWE fuhr Rennfahrer Hagen Arlt in den 1980ern zahlreiche Erfolge beim „Grand Prix Formel E“ ein. Ein weiteres spektakuläres Exponat ist der Volkswagen Polo G40, der 1985 über die Distanz von 5.000 Kilometern und mit einem Durchschnittstempo von 208 km/h auf dem Prüfgelände Ehra-Lessien einen Geschwindigkeits-Weltrekord aufstellte. Die Leihgabe der Stiftung AutoMuseum Volkswagen ist das einzige Exemplar, das von einst drei Prototypen erhalten geblieben ist.

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Volkswagen auf der Techno Classica 2017: das Beste aus zwei Welten.


Die weltweit größte Messe für klassische Automobile öffnet ihre Pforten: Auf der Techno Classica, die vom 5. bis 9. April in Essen stattfindet, präsentiert Volkswagen Classic in diesem Jahr gleich zwei Themenwelten auf einem Messestand. Unter dem Motto „Antrieb: Zukunft“ werden Prototypen und Kleinserienfahrzeuge mit Elektroantrieb ausgestellt. Die teils erstmals öffentlich gezeigten elektrifizierten Exponate erzählen eine „spannende“ Geschichte. Bereits vor mehr als 40 Jahren begann Volkswagen mit der Erforschung alternativer Antriebstechnologien. Im zweiten Themenbereich „You better look twice“ können sich Besucher der Messe auf sportliche Klassiker mit „Aha-Effekt“ unter der Haube freuen: Ausgestellt werden schnelle Serienmodelle der 1970er- und 1980er-Jahre, deren starkes PS-Potenzial sich erst beim genaueren Hinschauen zeigt

TDE, Theo Decker Essen, entlockte noch jedem Käfer-Motor ungeahnte Kräfte.

Antrieb: Zukunft – elektrifizierte Klassiker von 1976 bis 2011

Insgesamt sieben Exponate aus dem Zeitraum von 1972 bis 2011 werden in Halle 7.0 zu bewundern sein. Zu den klassischen Fahrzeugen mit Elektroantrieb zählt der Elektro-Golf I, ein Versuchsfahrzeug von 1976. Ferner beweist das elektrisch angetriebene Rennfahrzeug Golf II CitySTROMer, dass man bereits in den 1980er-Jahren mit Elektroantrieb durchaus sportlich unterwegs sein konnte. Ein noch recht jugendlicher Vertreter aus dem Themenbereich „Antrieb: Zukunft“ ist der Volkswagen NILS. Die einsitzige Elektro-Studie ist die moderne, emissionsfrei fahrende Interpretation des klassischen Kabinenrollers der 1950er-Jahre und wurde 2011 auf der IAA vorgestellt.

Elektro-Golf I: Bereits in den 1970er-Jahren arbeitete Volkswagen an der Erforschung alternativer Antriebstechnologien. Ein frühes Resultat der Forschung ist der auf Elektroantrieb umgebaute Golf I aus dem Jahr 1976.

Wow inside – sportliche Volkswagen der 1970er- und 1980er-Jahre

Im zweiten Themenbereich der sportlichen Klassiker zeigt Volkswagen Classic den 135 PS starken Käfer 1302 „Theo Decker“ (1972), getunt vom gleichnamigen Essener Käfer-Spezialisten. Dazu gesellen sich drei „Wölfe im Schafspelz“ aus den 1980er-Jahren: der sportliche Polo II GT G40 von 1988, der dank G-Lader 115 PS aus 1,3 Litern Hubraum holt, der nur 71 Mal gefertigte Golf II Limited von 1989 sowie der Corrado 16V G60. Dieses Unikat stammt ebenfalls aus dem Jahr 1989 und wurde zu Versuchszwecken gebaut, bevor es vom damaligen Karmann-Chef Rainer Thieme genutzt wurde. Neben einem 210 PS starken G60-Motor mit Vierventiltechnik verfügt dieser spezielle Corrado über eine exklusive Ausstattung.

Der Corrado 16V G60 wurde 1989 als Versuchsfahrzeug entwickelt. Das 154 kW (210 PS) starke Unikat verfügt über eine seltene Kombination aus G-Lader und Vierventiltechnik.

Power-Typen gesucht – Volkswagen Classic Foto-Aktion mal zwei

Auch in diesem Jahr bietet Volkswagen Classic wieder die inzwischen zur Tradition gewordene Foto-Aktion: Wer eine bleibende Erinnerung an die Techno Classica 2017 mitnehmen möchte, kann sich auf der Messe kostenfrei vom Volkswagen Classic Fotografen mit dem Exponat seiner Wahl ablichten lassen.

Zusätzlich können Besucher auch in die Pedale treten – und mit eigener Muskelkraft auf einem E-Bike eine Kamera auslösen. Und so eine höchst individuelle Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Die elektrisch angetriebene Studie Volkswagen NILS ist die moderne Interpretation eines Kabinenrollers und wurde 2011 auf der IAA präsentiert.

Das Booklet zum Messestart: seitenweise E-Historie

Zum Start der Techno Classica veröffentlicht Volkswagen Classic ein Booklet, das der spannenden E-Historie bei Volkswagen gewidmet ist. Auf 40 Seiten werden Volkswagen Pioniere der E-Mobilität vorgestellt. Die Sonderbroschüre bietet Modellgeschichten, Hintergrundinformationen und Wissenswertes aus über vier Jahrzehnten Elektromobilität. Das Booklet erhalten Sie kostenlos direkt am Messestand.

Auch im Online-Magazin von Volkswagen Classic startet pünktlich zur Oldtimer-Messe ein umfassendes Special. Interessante Storys, Interviews und Reportagen zur Historie der Elektromobilität bei Volkswagen – ab 5. April zu finden auf volkswagen-classic.com.

Pausen Bulli

Am Stand von Volkswagen Classic und Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer wird auch in diesem Jahr wieder stilecht für klassische Erfrischung gesorgt: Der Beck’s Bulli aus Hannover versorgt Gäste mit kühlen Getränken aller Art.

Die Exponate im Detail

Käfer 1302 „Theo Decker“, Baujahr 1972, 2,0 Liter, 4 Zylinder, Benziner, 99 kW (135 PS)

Elektro-Golf I (Versuchsfahrzeug), Baujahr 1976, Elektromotor, 20 kW (27 PS)

Golf II CitySTROMer „RWE“ Ex-Rennwagen, Baujahr 1984, Elektromotor, 56 kW (76 PS)

Polo II GT G40, Baujahr 1988, 1,3 Liter, 4 Zylinder, 85 kW (115 PS)

Corrado 16V G60, Baujahr 1989, 1,8 Liter, 4 Zylinder, 154 kW (210 PS)

Golf II „Limited“, Baujahr 1989, 1,8 Liter, 4 Zylinder, 154 kW (210 PS)

Studie „NILS“, Baujahr 2011, Elektromotor, 25 kW (34 PS)

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Thank you, Major Hirst! – Ein Wegbereiter für das Wirtschaftswunder bei Volkswagen.


Sein Name ist mit dem Aufstieg von Volkswagen zum größten deutschen Automobilhersteller untrennbar verbunden und doch nicht jedem bekannt: Major Ivan Hirst trug als Senior Resident Officer der britischen Militärregierung zwischen August 1945 und April 1949 Verantwortung für Volkswagen. Er stellte die Weichen für die rasante Entwicklung der Volkswagenwerk GmbH im Wirtschaftswunder und machte die Briten zu Mit-Vätern des heutigen Automobilkonzerns.

Ivan Hirst wurde am 1. März 1916 in Greenfield nahe Manchester in eine Unternehmerfamilie hineingeboren. Bereits als Kind atmete er die ölhaltige Luft der elterlichen Fabrik für feinmechanische Geräte, Messapparate und Uhren. Während des Studiums der optischen Ingenieurswissenschaften in Manchester stellten sich entscheidende Weichen für den jungen Ivan Hirst: Er besuchte militärische Ausbildungslager, und durch ein studentisches Austauschprogramm kam er Mitte der 1930er-Jahre das erste Mal nach Deutschland. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Hirst als Captain einberufen und kam 1940 nach Frankreich, wo er mit nur 24 Jahren ein Bataillon kommandierte. Mit der Schaffung des „Corps of Royal Electrical and Mechanical Engineers“ (REME), das mit der Instandhaltung der komplexen Militärtechnik beauftragt war, ergaben sich für Ihn neue Möglichkeiten in der British Army. Hirst war ab 1943 als Major in der Panzerreparatur eingesetzt. Insbesondere bei der Etablierung einer REME-Großwerkstatt in der Nähe von Brüssel, konnte er 1944 wertvolle Erfahrungen für seine spätere Tätigkeit in Wolfsburg sammeln.

Als britische Offiziere aufgerufen wurden, sich für den Einsatz in der britischen Militärverwaltung in Deutschland zu melden, zögerte Hirst nicht. Sein erster Auftrag führte ihn 1945 nach Wolfsburg, wo das Volkswagen Werk mit dem Eintritt der Briten in ihre Besatzungszone von US-amerikanischen Truppen in deren Treuhandschaft übergeben worden war. Mit Pragmatismus, Umsicht und Gespür für das Notwendige etablierte er im Werk eine zentrale REME-Reparaturwerkstatt. Der am 22. August 1945 ergangene Produktionsauftrag über 20.000 Volkswagen Limousinen ließ ihn aus der Rüstungsruine eine funktionierende Fabrik machen. Das Anlaufen der Serienproduktion am 27. Dezember 1945 war das sichtbare Zeichen des Neuanfangs. Trotz immenser Probleme bei der Versorgung der Belegschaft mit Nahrungsmitteln und Wohnraum, sowie unzureichender Transportmöglichkeiten und Materiallieferungen lief der „Käfer“ vom Band.

Hirst sorgte für Qualitätsverbesserungen am Fahrzeug, für den Aufbau eines Händler- und Servicenetzwerks. Er brachte den Deutschen eine gehörige Portion Vertrauen entgegen, als er im November 1945 erstmals Wahlen für einen Betriebsrat anordnete. Demokratie und Entnazifizierung hielten Einzug. Als die ersten Fahrzeuge 1947 in die Niederlande exportiert wurden, hatte Hirst ein florierendes Unternehmen aufgebaut, für das nun ein deutscher Verantwortlicher gesucht wurde. Mit Heinrich Nordhoff, dem ehemaligen Opel-Manager, fanden die Briten den Mann, der das Unternehmen nach der Übergabe in deutsche Hände im Oktober 1949 in den Nachkriegsaufschwung führte.

„Ivan Hirst war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, fasst Dr. Manfred Grieger, Leiter der Historischen Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft, seine Stärken zusammen. „Mit seiner Begeisterung für Technik und Autos und seiner Fähigkeit zur Improvisation, aber auch durch seine den Menschen zugewandte und konsequente Art des Umgangs mit den Deutschen trug Hirst entscheidend dazu bei, dass es einen Neuanfang für die von den Nationalsozialisten gegründete und zunächst auf der Demontageliste der Briten stehende Fabrik gab.“ Hirst verließ Wolfsburg im August 1949, als sein Auftrag erfüllt war und übernahm andere Aufgaben in der britischen Militärverwaltung. Ivan Hirst starb am 9. März 2000. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Saddleworth, in der Nähe seines Geburtsorts. Die Historische Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft vergibt seit seinem Todesjahr den nach ihm benannten Ivan-Hirst-Preis an herausragende Nachwuchswissenschaftler.

Mittlerweile ist die entscheidende Rolle der Briten und Ivan Hirst für die heutige Volkswagen Aktiengesellschaft bekannt. Die bedeutende Phase wurde durch die Veröffentlichung einer Hirst-Biographie und der Würdigung der britischen Zeit im Volkswagen Werk dokumentiert. Der Besuch, den Major General Henderson als oberster Repräsentant der britischen Streitkräfte in Deutschland im Sommer 2013 mit einer Gruppe hochrangiger deutscher und britischer Militärangehöriger dem Werk abstattete, war ein sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit zwischen dem Unternehmen und seinem britischen Mit-Vater.

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