Reisen auf eigener Achse – 30 Jahre California, mit dem Bus in die Freiheit.


Vor 30 Jahren kam der erste California auf den Markt. Es war der Start einer einzigartigen Erfolgsgeschichte. Volkswagen Nutzfahrzeuge feiert den Geburtstag der Reisemobil-Ikone auf der Techno-Classica in Essen (21. bis 25. März). Motto: „UNTERWEGS ZUHAUSE“. Ein Highlight ist dabei die Präsentation eines Ur-California im Neuwagenzustand – ein T3 des Jahres 1988.

Der California ist das erfolgreichste Reisemobil seiner Klasse, eine automobile Lebenseinstellung, ein Plädoyer für die Freiheit. Über vier Generationen wurden bislang 157.500 California verkauft. Ein wichtiges Detail verbindet dabei die Modelle von heute mit dem T3 der ersten Generation: das Aufstelldach. Ein Zelt in fast zwei Metern Höhe. Mehr braucht es nicht, um als California-Reisender wo auch immer auf der Welt zu sagen: „Home is where we park our camper“.

Retrospektive – die Ursprünge des California

Die Geschichte des California beginnt 1988 mit einem Reisemobil-Sondermodell auf der Basis der Transporter-Generation T3. Im Spätsommer wird dieser erste California auf dem Caravan Salon in Essen präsentiert. Es ist ein Jahr, durch das Whitney Houston die Globetrotter via Autoradio mit „One Moment in Time“
begleitet und Tom Cruise zusammen mit Dustin Hoffman in „Rain Man“ brilliert. In Deutschland ist Helmut Kohl Kanzler und in den USA Ronald Reagan Präsident.

Bestellt werden kann der erste California in den zwei Farben „Pastellweiß“ und „Marsalarot“. Die Interieur-Designer zeigen mit der weißgrauen und klar gestalteten Küchenzeile Stilbewusstsein. 39.900 DM kostet das Reisemobil. Der attraktive Preis, clevere Detaillösungen und die unverwüstliche Technik des Bulli machen den California sofort zum Bestseller – bereits im ersten Jahr sind 5.000 Exemplare verkauft. In der Folgezeit entwickelt sich der California vom Sondermodell zur eigenen Modellreihe, wird immer beliebter und überzeugt in nur drei Jahren 22.000 Reisemobilisten.

Der Wechsel vom T3 zum T4 gleicht im August 1990 einer technischen Revolution. Denn nach vier Jahrzehnten heckgetriebener Transporter mit Vierzylinder-Boxermotoren drehen die Nutzfahr-zeugspezialisten von Volkswagen den Spieß einfach um: Sie setzen den Motor nach vorn und treiben von dort aus die Vorderachse an. Damit ändert sich alles: das Design, das Fahrwerk, die Motoren und das Raumangebot. Vor allem im Heck gibt es nun deutlich mehr Platz. Und den nutzt der 1990 startende California T4 perfekter als jedes andere Reisemobil dieser Zeit aus. Slogan der Anzeigenmotive zur Markteinführung: „Hotel California. Ruhige Lage, komfortable Ausstattung, Panorama garantiert.“ Eine Anspielung an den Song der Eagles und das darin besungene Hotel in West-Hollywood. Wie „Hotel California“ wird auch der California T4 ein Hit und verkauft sich bis 2003 in rund 39.000 Exemplaren.

Es folgt mit dem T5 eine neue Komfortdimension der kompakten Reisemobile. Und doch bleibt auch dieser California dem innovativen Raumkonzept des Ur-California treu. Rund 55.000 mobile Menschen entscheiden sich bis 2015 für einen California T5, der längst der erfolgreichste Camper-Van seiner Klasse ist. Noch 2015 folgt der California T6; er stößt mit seinen zahlreichen Assistenzsystemen und maximaler Konnektivität die Tür in die Zukunft der Reisemobile auf. Auch dieser California wird zum Bestseller und bricht 2017 mit 15.155 Neuzulassungen den Jahresrekord der Modellreihe.

Fakt ist, dass die California von einst niemals zu gewöhnlichen Gebrauchtwagen wurden, sondern zu Klassikern ihrer Epochen reiften. In Deutschland erhalten die ersten California T3 gerade den Oldtimer-Status und damit das H-Kennzeichen. Die Chancen stehen gut, dass auch die folgenden Generationen in diese Hall of Fame der Klassiker aufgenommen werden. Denn alle California – ganz gleich ob Baujahr 1988 oder 2018 – besitzen Kultstatus. Und der ist zeitlos.

Wer übrigens beim Blick in die Bordküche des auf der Techno-Classica gezeigten California T3 Appetit bekommt, der ist auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Halle 7.0 ebenfalls bestens aufgehoben. Denn dort wird das „Volkswagen Originalteil“ serviert – die legendäre Currywurst. Mit in Essen dabei ist zudem ein „Becks“-Bulli von 1963 – an dem können sich die Messe-Besucher mit dem passenden Getränk zum „Volkswagen Originalteil“ versorgen.

LOGO_bugazine

Bist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche?  Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt —

Advertisements

3.–6. August 2017: Große Bulli-Parade von Wolfsburg zum Werk Stöcken: „Bulli Summer Festival“-Finale in Hannover.


Sehnsucht nach Freiheit, Fun und Fahrvergnügen: Mit einer riesigen Bulli-Parade starten 350 angemeldete Fahrzeuge am Sonntag, 6. August, von Wolfsburg zur heutigen Produktionsstätte nach Hannover. Vor den Toren des Werks in Stöcken findet anschließend eine große Open-Air-Party mit Fans aus der ganzen Welt statt. Die hannoversche Popband Marquess, Sängerin Jea und das DJ-Team Adaptiv sorgen für unbeschwertes „Bulli-Feeling“. Jeder kann zum Festival-Finale kommen, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist abschließendes Highlight des viertägigen „Bulli Summer Festivals“ (3.-6. August) im Allerpark Wolfsburg. Volkswagen Nutzfahrzeuge unterstützt die gesamte Veranstaltung als Hauptsponsor.

Vor den Toren des Werks Hannover findet am 6. August eine Open-Air-Party als Abschluss des „Bulli Summer Festivals“ statt.

Vorstandsmitglieder, Betriebsräte, TV- und Kino-Stars sowie der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Stefan Schostok, sind mit von der Partie, fahren bei der Bulli-Parade mit. Der „Konvoi“ symbolisiert die Produktionsverlagerung der T-Baureihe im Jahr 1956 in die Landeshauptstadt Hannover, wo der Transporter seitdem gebaut wird.

Auch Dr. Eckhard Scholz, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge, wird mit seinem eigenen T1 (Bj. 1965, PS: 44, Farbe: kumulusweiß/seeblau) an dem „Konvoi“ nach Hannover teilnehmen: „Es wird ein großartiges Erlebnis sein, mit so vielen stolzen Bullibesitzern zum Produktionsstandort Hannover zu fahren, um hier mit weiteren Fans den Abschluss des Bulli Summer Festivals zu feiern. Für uns steht fest: Bullis sind mehr als nur Autos. Sie sind Liebhaberstücke und gehören zu einem Lebensgefühl, das stets mitfährt – und zwar über alle Fahrzeuggenera-tionen hinweg. Dieses unbeschwerte Lebensgefühl wird auch auf dem Festival-Finale spürbar werden.“

Das Bulli-Lebensgefühl genießen: Auf zur Open-Air-Party nach Hannover.

Bertina Murkovic, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Volkswagen Nutzfahrzeuge, ist auch dabei: „Wir freuen uns riesig auf das Festival-Finale vor unserem Werk mit den Bullifans und vielen Mitarbeitern. Denn sie zusammen sind es, die das Fahrzeug zu dem gemacht haben, was es heute ist: Kult in der 6. Generation.“

Darauf können sich Bulli-Fans freuen:
3.-6. August Allerpark, Wolfsburg
– Hunderte Bullis aus allen sechs Generationen
– Livemusik
– Foodcorner
– Spiel- und Sportprogramm
– Fahrzeug-Prämierungen in unterschiedlichen Kategorien
– Vorträge rund um den Bulli
– „Konvoi“ am 6. August zum Werk Hannover

6. August, 12-18 Uhr, vor dem Transporter-Werk Hannover, Nähe Kunden Center
– Großes Bulli-Fantreffen, Hunderte Bullis aus allen sechs Generationen
– Begrüßung durch Dr. Eckhard Scholz, VWN-Vorstandsvorsitzender
– Livemusik mit Marquess (zwei Auftritte)
– Livemusik mit Jea Assiamah
– DJ-Team Adaptiv
– Weiteres umfangreiches Bühnenprogramm, Interviews, besondere Fahrzeuge auf der Auffahrbühne
– Gastronomie-Bullis u.a. mit der legendären Volkswagen-Currywurst.

350 Bullis werden am 6. August von Wolfsburg nach Hannover zum Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge fahren.

Alle Infos zu Festival und „Konvoi“ finden Ihr unter:
http://www.bullisummerfestival.de

Fotos: VW Nutzfahrzeuge & Phil Schreyer

LOGO_bugazine

Bist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche?  Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

70 Jahre Bulli: VW feiert Geburtsstunde der Ikone auf der Techno Classica.


Happy Birthday, Bulli! Auf der diesjährigen Techno Classica in Essen (5. – 9. April) erinnert Volkswagen Nutzfahrzeuge an die Geburtsstunde der Ikone vor 70 Jahren, als der niederländische VW-Importeur Ben Pon mit wenigen Strichen in seinem Notizbuch das zukünftige Herz der späteren Marke skizziert.

Volkswagen T1. Kastenwagen „Sofie“.

 

1947 trifft Ben Pon im Werk Wolfsburg auf ein seltsames Vehikel – den sogenannten Plattenwagen: ein Eigenbau, gemacht für innerbetriebliche Transportaufgaben. Fasziniert von der Idee skizziert er daraufhin einen kleinen Lieferwagen auf Käferbasis. Der Rest ist Automobil-Geschichte: Die Skizze wird zur Geburtsstunde eines Bestsellers – des Volkswagen Transporters. Der Erinnerung an diese Idee widmet Volkswagen Nutzfahrzeuge auf der diesjährigen Techno Classica seine Ausstellung.

Die Skizze vom niederländischen Importeuer Ben Pon gab den Anstoss.

Dazu gehören ein T1 Kastenwagen von 1950 und das neue Sondermodell „70 Jahre Bulli“. Beide Fahrzeuge verkörpern das Lebensgefühl Bulli perfekt. Auf der einen Seite der T1 Kastenwagen, das Arbeitstier mit dem sympathischen Gesicht, welches heute noch jedem, der es sieht, ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auf der andere Seite die moderne Interpretation: Das zweifarbige Sondermodell des Multivan der sechsten Generation. Es kombiniert den Charme des Klassikers mit Technik und Qualität von heute. Das ausgestellte Fahrzeug in der neuen Zweifarblackierung Candy-Weiß/Kurkuma-Gelb Metallic ist ab Anfang Mai bestellbar.

Das aktuelle Sondermodell „70Jahre Bulli“ und ein Bulli der 1. Generation.

Eine große Feier muss es zu einem runden Geburtstag natürlich auch geben. Mit einem 4-tägigen Treffen feiern Fans und Marke vom 3.-6. August 2017 im Rahmen des 1. Bulli Summer Festival im Allerpark Wolfsburg. Ein besonderes Highlight: Am Abschlusstag (Sonntag, den 6. August) fahren hunderte Bulli-Besitzer im Konvoi von Wolfsburg nach Hannover: ein Symbol für die Produktionsverlagerung der T-Baureihe im Jahr 1956 in die Landeshauptstadt, wo der Transporter seither gebaut wird. Aktionen wie diese und über fünfzig weitere Bulli-Treffen, die jedes Jahr in Deutschland stattfinden, zeigen, wie die Szene von Jahr zu Jahr gewachsen ist. Sie zeigen zudem, dass der Bulli für viele nicht nur ein Fahrzeug, sondern quasi ein Familienmitglied ist.

Beim 1. Bulli Summer Festival wird ein langer Konvoi von Wolfsburg nach Hannover fahren.

Übrigens: Wer keinen eigenen Bulli hat, aber trotzdem das kultige Lebensgefühl erleben möchte, kann bei Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer auch einen historischen Bulli mieten. Egal ob „Silberfisch“ als Hochzeitsauto, einen „Westfalia“ für einen Ausflug an die See oder einen T1 „de Luxe“ von 1965, um Geschäftskunden vom Flughafen abzuholen: Die Fahrzeuge stehen in Hannover bereit. Boxermotoren-Sound und Gänsehaut serienmäßig.

Den Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge auf der Techno Classica befindet sich in Halle 7. Die Fanclubs des Transporter sind ebenfalls vor Ort: In Halle 8.1 stellt die „Bulli Kartei“ verschiedene T1 aus. Die „IG T3“ widmet sich dem Thema „T3 auf der Rennstrecke“ – stilecht dargestellt durch einen T3 mit Porschemotor.

LOGO_bugazine

Bist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche?  Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

Abenteuer Kindergeburtstag im Bulli ein echtes Abenteuer für Kinder.


20150822_191525.jpg

Schon mancher Kindergeburtstag wurden mit dem Bulli zum Highlight. Wer so angereist kommt, den begrüssen garantiert leuchten Kinderaugen. Dann heisst es nur noch Schiebetüre auf und ein freudiges «Bitte einsteigen.» und das Abenteuer beginnt.

20150822_191544.jpg

Mit voller Tatendrang geht’s zum Beispiel richtung Napf im Luzerner Hinterland. Dort angekommen, baut man Tipi und Zelte auf, erfindet Spiele im Grünen, backt Schlangenbrot und erzählt Geschichten am Lagerfeuer, was einjedes Kinderherzen höher schlagen lässt.

Aber auch die etwas ältere Generation freut sich genauso über gemütliche Abende im Grünen, vor dem Bus zu sitzen und den Alltag zu vergessen, um bis spät in die Nacht den Sterne zu zu schauen. Vielleicht übernachtet man sogar unter freiem Himmel?

Das Reisen im Bus weckt bei so manchem die Lust auf mehr – mehr Natur, mehr Freiheit und mehr Abenteuer.

Möchten Du dieses Erlebnis Deinem Kind oder Dir selbst schenken, dann findest Du Mietmöglichkeiten und weitere Informationen unter: vw-bus-miete.ch

Das bUGbUs.nEt Team wünscht viel Spass beim Unterwegssein.

 

 

LOGO_bugazineBist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche? Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

VW feiert auf der TC 2015 den 30. Geburtstag des Syncro im Bus.


Auf der diesjährigen Techno Classica in Essen (15. – 19. April 2015) würdigt Volkswagen Nutzfahrzeuge in Halle 7 gleich zwei Jubiläen. Zum einen startete vor 65 Jahren der weltweite Verkauf des ersten VW Busses und zum anderen sorgte vor 30 Jahren – gleichfalls im VW Bus – erstmals ein Allradantrieb für optimale Traktion.

Spartanisch, praktisch, gut. Der Bulli räumt die Trümmer weg.

Spartanisch, praktisch, gut. Der Bulli räumt die Trümmer weg.

Am 8. März 1950, nach nur zwei Jahren Entwicklungszeit, beginnt mit zehn Fahrzeugen pro Tag die Serienproduktion eines Bestsellers, der ausziehen wird, um die Welt zu erobern. Sein schnörkelloser Name: Typ2 – im Volksmund schnell unter dem Namen VW Bus oder Bulli bekannt. Die zweite Baureihe aus Wolfsburg setzt dabei auf Komponenten des Käfers – vor allem auf den 1,2 Liter großen Vierzylinder-Boxermotor mit 24 PS. Neu ist hingegen die selbsttragende Karosse, die mittels eines Leiterahmens ausreichend Steifigkeit besitzt, um eine Nutzlast von 750 Kilogramm zu schultern. Es gibt ihn als Kombi oder Kastenwagen, mit Sitzen oder Frachtraum.

Offen für viele Beziehungen. Unzählige Varianten machten den Bulli bald zum Liebling im Transportwesen.

Offen für viele Beziehungen. Unzählige Varianten machten den Bulli bald zum Liebling im Transportwesen.

Rund 35 Jahre nach seinem Erscheinen startet in der dritten Transporter-Generation die Ära der Allrad-Versionen. Sein Name: syncro. Ausgestattet mit einer Visco-Kupplung bereichert diese Allradvariante die kommenden 18 Jahre das stetig wachsende Programm rund um den Transporter. Die Überlegungen zu einem 4×4 reichen hingegen noch weiter zurück. Bereits Mitte der 70er-Jahre nehmen die ersten Gedanken zu diesem Thema reale Gestalt an.

 

MO20050311101

Das führt im Jahre 1978 zum Bau von fünf Versuchsfahrzeugen mit zuschaltbarem Frontantrieb, die umfassend in der Sahara auf Herz und Nieren getestet werden. „Ablösung“ kommt mit dem Debüt des T5. Ab 2003 sorgt eine Haldex-Kupplung für die Kraftverteilung an die Achsen. Seitdem hört der allradangetriebene Volkswagen Bus auf den Beinamen 4MOTION.

Die quattro-Welle macht auch vor dem T3 nicht halt. Syncro im Feld- Wald- und Wieseneinsatz.

Die quattro-Welle macht auch vor dem T3 nicht halt. Syncro im Feld- Wald- und Wieseneinsatz.

Heute sind in allen Generationen die Allrad-Modelle die gesuchtesten. Vor allem beim T3 gibt es eine eingeschworene Szene, die sich vor allem aufgrund des legendären 16-Zoll-Syncros entwickelte, jenes Gefährt, das unter anderem durch größere Geländereifen und einer Höherlegung sowie einem kurzen ersten Gang den Geländewagen jener Zeit Paroli bot. Stellvertretend für die jeweiligen Anfänge gibt es auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Transporter aus dem Jahre 1950 und einen Caravelle GL syncro zu sehen. Traditionell laden natürlich auch wieder der Becks-Bulli und der Currywurst-Bulli zum Verweilen ein.

Darf es ein bisschen mehr sein. Oettinger Schriftzug weist auf ein Leistungsplus hin.

Darf es ein bisschen mehr sein. Oettinger Schriftzug weist auf ein Leistungsplus hin.

Bildnachweis: VW Presse.

LOGO_bugazineBist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche?  Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

Der Strickbulli.


Wolfsburg, 18. Januar 2013 – Passend zur Winterzeit trägt der T3-Bulli nun ein wollendes Kleid. Maßgeschneidert von der Karosserie bis hin zu den Scheinwerfern, ist der sogenannte Strickbulli ab heute bis Ende März im AutoMuseum Volkswagen zu bewundern.

 

Die Idee kam Kollegen von Volkswagen Nutzfahrzeuge, die gemeinsam in Thailand Urlaub machten. Dort sahen sie einen historischen Volkswagen Bulli mit Strickgewand und befanden ihn zur Nachahmung empfohlen. Die Aufgabe war schwieriger, als die Herren sich das vorgestellt hatten, und so sprangen fleißige Damenhände aus Deutschland und Übersee ein.

In 2500 Arbeitsstunden entstand aus rund 250 Kilometern Wolle der 50 Kilogramm schwere Pulli für den Bulli. Das Resultat kann sich sehen lassen: ein kunterbuntes Kleid für den T3, ein echter Hingucker.

 

 

LOGO_bugazine

Bist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche?  Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

 

Wer das im Handschuhfach liegen hat, hat viel Spass am Steuer.

VW-Porsche Geheimcode B32 geknackt.


In den frühen 80ern Jahren rüstete Porsche sich, die Dakar zu bezwingen. 1984 mit einem entsprechend ausgerüsteten 911 SC, ein Jahr drauf dann mit der technologischen Machbarkeitsstudie 959. Während der 911er nur leicht „getunt“ wurde, war der 959 zunächst mal ein Bolide, der 1986 dann mit dem Doppelturboladermotor aus dem Langstreckensport ausgerüstet wurde. Es geht die Sage, dass Helmuth Bott, der Technikvorstand, die Idee hatte, einige Servicefahrzeuge zu bauen, die dem Wüstensprint gewachsen waren. Und durch die Nähe zu VW kam da nur ein Auto in Frage, der T3. Aber nicht als Lieferwagen, nein, standesgemäss mit ein bisschen Tuning auf sechs Zylinder.

Der B32: Am Heck müsst ihr ihn erkennen.

Andere behaupten, dass die VW-Transporter bei Porsche als Spielzeug für den Vorstand gedacht waren. Wie dem auch sei, hinter den gebauten Fahrzeugen, es wird von neun, manchmal auch von einem Dutzend oder mehr, gesprochen, steht das Kürzel VW Porsche B32.

Genug gemunkelt, hier die Fakten. Bereits 1981 wurde ein erster Prototyp auf die Räder gestellt, der den Vorstand so beeindruckte, dass eine Kleinserie von zehn Wagen frei gegeben wurde. Volkswagen lieferte die Rohkarosserien, bei Porsche wurden dann die Modifikationen angebracht, um den 3,2l-Boxer aus dem 911er und das entsprechende Getriebe unterzubringen. Zwei Zusatzöffnungen in den Flanken und bei manchen Modellen an der Heckschürze zeigen den Kenner, wer da vorbei gerauscht war  und lassen dem Boxer genug Zugluft zukommen. Mit den serienmässigen 231 PS beschleunigte der Porsche-Bulli in gut 8s von 0-100km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 200km/h.

Power & Glory:  Der B32 hätte auch als Staatskarosse eine gute Figur gemacht.

Klar, dass man da auch auf technische Eingriffe nicht verzichten kann. Ein zusätzlicher Ölvorratsbehälter, der an den in der Frontschürze integrierten Ölkühler angeschlossen ist, sorgt für thermisch akzeptable Werte im Boxerheck, das durch den Einbau des längeren Motors im Fussraum ein paar Zentimeter eingebüsst hat. Ein knapp 90l grosser Tank sorgt dafür, dass bei zügiger Fahrt nicht alle 300km eine Pause eingelegt werden muss.

Weiter wurden die bewährten 911-Zutaten, wie das 5-Ganggetriebe inkl. Getriebeölkühler, die Kupplung und die entsprechende angepasste Mechanik übernommen. Auch die Abgasanlage wurde nach Modifikationen an der Bodengruppe vom 911er übernommen.

Keine Experimente bei der elektronischen Ausstattung, bewährten Komponenten auch hier, sie wurden 1:1 übernommen und bestenfalls angepasst.

Damit das Fahrwerk mit mehr als 150 Zusatz-PS nicht ins stolpern gerät, wurde so ziemlich alles eine Liga höher eingestuft: Aufhängung, Federn und Gasdruckdämpfer und natürlich die Bremsen sowie die Reifen in der Dimension 205/70/VR14 von Conti auf Porschefelgen. Gegen das nötige Kleingeld konnte man auch auf 215/60/VR15 oder gar auf 235/55/VR15 ausweichen. Letztere waren sicher angemessen. Besonders an der Hinterachse.

Wolf im Schafspelz: Was man nicht sieht, macht ihn so spektakulär.

Weil man gleich auf die Top-Ausstatungsvariante Caravelle-Carat setzte, wirkten die edlen Aussenfarben, die Nebelscheinwerfer und die breiten Felgen nicht aufgesetzt. So fährt der B32 in der Regel in edlen Metallictönen vor und macht eine repräsentative Figur. Man könnte ihn fast staatstragend nennen. Heute, 20 Jahre später wäre es nicht ungewöhnlich, wenn etwas wie ein T3 so vor ein Parlament rollen würde. In Frankreich gar nicht unüblich und auch in Deutschland mittlerweile möglich. Wie angenehm ist es doch, den Journalisten bereits beim Aussteigen auf Augenhöhe zu begegnen. Und sich nicht erst auf dem Fond nach draussen zu schälen. Was, je nach Körperfülle, auch unangenehm aussehen kann. Wenn man sich an deutsche Kanzler erinnert.

Tief Luft holen: Dank der Zusatzlüftungen kein Problem.

Die Carat-Ausstattung setzt sich natürlich auch im Innenraum fort. Velourssitzbezüge, dicke Teppiche unter den Drehsesseln, ein Topsoundsystem, Aircon und viele Annehmlichkeiten der damaligen Zeit, machen das Reisen im B32 zu einer anstrengungslosen Angelegenheit, der grosse Tank sorgt zudem für wenig Haltepausen, so dass man die 560 km von Stuttgart nach Wolfsburg in der Regel ohne Tankstopp zurücklegen konnte. Ein Lenkrad vom 928er mit Porscheemblem versicherte dem Fahrer, dass er sehr wohl mit der Lichthupe arbeiten darf, um die Spur frei zu halten. Es waren nur die ganz grossen Sportwagen und wenige Limousinen, ganz wenige, die dem B32 davon fahren konnten.

Wo Porsche drauf steht, ist auch Porsche drin.

Zusatzinstrumente und Warnlichter informierten den Fahrer dabei über den Gemütszustand des neuen Organs, das sich hinten zwar nicht kleiner machen musste als es war, aber mit dem Bus jetzt gegen den Luftwiderstand und das Kampfgewicht anzuarbeiten hatte. Trotz der genannten Umbauten, wollte man bei Porsche kein Geheimnis im Cockpit über die Verfasung des grossen Boxers im Heck machen. Öldruck, Öltemperetur und Warnleuchten sagten an, was Sache war, und wer ein bisschen aufmerksam war, wird wohl viel Spass mit dem Wagen gehabt haben.

Was hat aber den Spass im Verkauf so gedämpft, dass nur zehn Wagen verkauft wurden? Sicherlich war so eine Caravelle ein Liebhaberfahrzeug, das ist heute nicht anders. Top ausgestattete Fahrzeuge sind bei Fluggesellschaften, Top-Hotels und in den Vorstandsetagen bei VW und Audi mitlerweile etabliert, aber den Riesenabsatz machen die Chargen unten. Vor 30 Jahren setzte der deutsche Manager eher auf die Limousine. Privat wie beruflich. Verglichen mit diesen war der B32 sicher komfortabler, leisungsmässig auf der Höhe, aber im Preis in einer ganz anderen Liga angesiedelt.

Platz da: Das Überholprestige werden auch die vielen Scheinwerfer nicht sicher gestellt haben.

Sage und schreibe 150’000 DM wollte man bei Porsche auf dem Konto sehen, um sich an die Arbeit zu machen. Dabei muss man bedenken, dass ein Audi quattro zu der Zeit ca. 60’000 DM kostete, ein Porsche turbo für gut 100’000 DM zu haben war. Und Audi mit dem sport quattro 1983 das teuerste deutsche Serienautomobil präsentierte. Zu 200’000 DM. Aus heutiger Sicht erscheint der Preis angesichts der Teile und des aufwändigen Umbaus des B32 angemessen. Damals war er es wohl nicht. Zum Preis von zehn gut ausgestatteten Golfs würde sich auch heute keiner einen Powerbus vor die Garage stellen. Auch, weil man auch mit dem Golf mitterweile sauschnell  und diskret unterwegs sein kann.

Spurensuche: Wo sind die vermissten B32s geblieben? Wieviel werden sich noch herum tummeln? Oder anders gefragt, wieviele wurden verheizt? Einer wurde im letzten Jahr in Bern auf einer Auktion angeboten. Die Preise sollen sich knapp an sechsstelligen Euro-Regionen orientieren. Und dann soll es noch Exemplare mit Westfalia-Ausstattung geben. In Österreich, aber ob die bei Porsche entstanden? Als Servicemobil für die Dakar? Es ist eine ganz andere Geschichte, und das sind dann auch ganz andere Autos mit anderem Charakter. Davon vielleicht mal später mehr.

Gediegene Farbtöne, Vollausstattung und viel Handarbeit stecken in einem B32.

Basel, 6/2/2012 Holger Merten (hom)