AMAG Classic: Willkommen zu Hause


Für Schweizer Automobilgeschichte gibt es wohl kaum einen passenderen Ort: In Schinznach-Bad hat die AMAG Classic ihr neues Zuhause bezogen. Seit Anfang Juli 2026 ist der auf historische Fahrzeuge spezialisierte Betrieb an der Aarauerstrasse 33 eigenständig unterwegs. Ende September wurde der neue Standort nun offiziell vorgestellt.

Schinznach-Bad und die AMAG verbindet eine lange Geschichte. Von 1947 bis 2019 befand sich hier der Importeurssitz, und zwischen 1949 und 1972 wurden rund 30’000 Automobile montiert. Für unzählige Volkswagen, Audi und weitere Fahrzeuge war Schinznach-Bad damit gewissermassen das erste Zuhause in der Schweiz.

Genau daran knüpft die AMAG Classic mit ihrem Motto «Willkommen zu Hause» an. Was 2021 als spezialisierte Classic-Werkstatt innerhalb der AMAG Schinznach-Bad begann, wurde nun mit der AMAG Classic Collection zusammengeführt. Damit vereint der neue Betrieb Werkstatt, historische Fahrzeugsammlung, Archiv und Schaulager unter einem gemeinsamen Dach. Das Spektrum reicht vom VW Käfer über Golf und Bulli bis zu Audi quattro, Škoda Favorit, SEAT Ibiza und den amerikanischen Fahrzeugen aus der Schinznacher Montagezeit.

Das historische Garagengebäude passt bestens dazu. Einst als unabhängige Garage betrieben, wurde es später von der AMAG übernommen. Anfang der 1970er-Jahre diente es unter anderem als Wartungsbetrieb für NSU-Fahrzeuge, später wurden hier Škoda und VW Nutzfahrzeuge präsentiert. Heute ist das Gebäude wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt – mit einer modern ausgerüsteten Werkstatt für klassische Fahrzeuge.

Doch AMAG Classic will mehr sein als eine Oldtimer-Garage. Der Standort soll zum Treffpunkt für Freunde klassischer Automobile werden. Die neu gestaltete Kundenzone lädt ausdrücklich auch dann zu einem Besuch und zu Benzingesprächen ein, wenn gerade kein Service oder keine Reparatur ansteht. Geschäftsführer Dino Graf beschreibt die Idee entsprechend als einen Begegnungsort, an dem sich Besitzerinnen und Besitzer mit ihren Klassikern ein Stück weit «zu Hause» fühlen sollen.

Auch das Angebot wird deutlich erweitert. Neben Service, Reparaturen, Motor- und Getrieberevisionen sowie kompletten Restaurationen gehören Zustandsanalysen, Kaufberatung, Veteranenstatus-Beratung, Ein- und Auswinterung sowie der An- und Verkauf von Old- und Youngtimern dazu. Neu kommt ein eigenes Autohotel hinzu, in dem Kundenfahrzeuge fachgerecht untergebracht und für die nächste Ausfahrt bereitgestellt werden. Auch die Vermietung klassischer Fahrzeuge wird ausgebaut.

Am 24. September lud das Team zur Voreröffnung. Im Gespräch mit SHVF-Präsident Daniel Geissmann ging es dabei nicht nur um aktuelle Entwicklungen in der Oldtimer-Szene, sondern auch um ein Thema, das für deren Zukunft entscheidend ist: die Nachwuchsförderung.

So verbindet die neue AMAG Classic Vergangenheit und Zukunft an einem Ort, an dem Schweizer Automobilgeschichte seit Jahrzehnten zu Hause ist. Oder, wie es Serviceleiter Reto Mattenberger auf den Punkt bringt: «Für Autos, die bleiben.»

Episode #026 – Lars Hardacker


Die Splitbusfarm ist eine grüne Oase im Hinterhof eines Duisburger Stadthauses. Mit Grill, Sitzgelegenheiten und natürlich mit luftgekühlten VW. Mitten im Ruhrpott hat sich Lars Hardacker sein eigenes kleines Schrauber-Paradies aufgebaut und beweist damit, dass man als Fan klassischer Volkswagen auch in der City glücklich werden kann. Wann und wie die Transformation vom grauen Innenhof zum bunten Wohlfühlort vonstattenging, welche Wolfsburger Fahrzeuge dort umgebaut wurden und wie man damit 30.000 Follower auf Instagram gewinnt, das berichtet der Feuerwehrmann in dieser Episode von Vintage Wolfsburg.


Außerdem erzählt er von seinen Schrauberanfängen an Polo und Golf, von seinen Reisen mit der Familie im T2 Westfalia-Bus und warum er 2015 endgültig ins luftgekühlte Lager wechselte. Natürlich kommen auch seine szenebekannten Autos wie der patinierte 65er T1-Bulli, der tiefe Karmann Ghia und der seltene VW SP2 nicht zu kurz, mit dem er 2026 eine Top 20-Trophäe bei der Le Bug Show in Spa-Francorchamps gewann.

Höre jetzt bei: https://vintagewolfsburg.de/episode/026-lars-hardacker-einst-golf-freak-und-heute-mit-vw-sp2-und-der-splitbusfarm-luftgekuehlter-trendsetter?utm_source=bUGbUs&utm_medium=bugazine&utm_campaign=vintagewolfsburg-bericht

VW T3 B32 mit Porsche-Motor für rund 365.000 Euro.


Endlich ein VW Porsche, der wirklich beides ist. VW und Porsche. Und dazu ein Original und nicht aus der Bastelbude eines Tuningbetriebes der 80er Jahre. Dieser T3 mit Porschemotor und satten 231 PS an der Hinterachse nennt Porsche B 32 und er wird vom Porsche Centrum Gelderland angeboten. Als Preis werden € 365.000,- aufgerufen. Wer sich dieses Exemplar also leisten möchte, braucht das nötige Kleingeld. Nicht nur zur Anschaffung, sondern auch für den Unterhalt.

Ausschlaggebend waren die Testfahrten von Porsche in Nordafrika anfang der 80er Jahre. Die lahmen luftgekühlten T3 Bullis, bestückt mit Werkstattausrüstung und Ersatzteilen, hinkten den Testwagen im Norden Afrikas immer um Stunden hinterher.

Knapp DM 150.000,- wären mehr als ein stolzer Preis gewesen. Da konnte man sich auch einen 911er und dazu noch einen anderen netten Porsche in die Garage stellen. Eine richtige Serienfertigung wäre es wahrscheinlich nicht geworden.

Ein B32 ist trotzdem die Möglichkeit sich das Beste aus zwei Welten aus den 80er Jahren anzuschaffen. Es wurden 18 Vorserienexemplare gebaut, davon 15 mit Porsche-Fahrgestellnummer, die früheren drei für die Testfahren waren noch mit VW-Fahrgestellnummern ausgestattet. Nur wichtige Mitarbeiter der Porsche AG konnten auf einen luxuriösen Porsche Bus zurückgreifen.

Fotonachweis: Volkswagen

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AMAG Classic Werkstattgespräche


«Werkstattgespräch» mit Christian Bach, Empa – Synfuels im Oldtimer

Mittwoch 21.8.2024, ab 18.30h in Schinznach-Bad
Gerne laden wir Sie zum nächsten «Werkstattgespräch» nach Schinznach-Bad ein.
Die letzten 2 Jahre erprobten die Empa, Motorex und die AMAG Classic, wie sich Synfuels, also künstlich hergestellte Treibstoffe, mit alten Motoren vertragen. Detaillierte Insights gibt’s nun vom Projektleiter Christian Bach, Abteilungsleiter Chemische Energieträger und Fahrzeugsysteme bei der Empa, mit genügend Zeit für anschliessende Gespräche – bei einem Bier (oder anderem Getränk) in lockerer Umgebung.

Anmeldung via amagclassic@amag.ch bis am 18.8.2024

Schon vormerken:
Nächste «AMAG Classic Werkstattgespräche»
Donnerstag, 19.9.2024, ab 18.30h: Besuch im AMAG Schaulager, Schinznach

3. europäisches Barndoor Gathering mit VW Treffen


Enschede, the Netherlands 20th – 21st May 2023

Alles begann mit der Idee, eine VW Treffen in meiner Heimatstadt Amersfoort in den Niederlanden zu organisieren. Amersfoort ist die Stadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin, und eine Stadt mit einer sehr reichen luftgekühlten VW Geschichte, welche ich gerne mit euch teilen möchte. Nach einer erfolgreichen ersten Durchführung 2014 und einer zweiten 2018 möchte ich euch alle 2023 zur vierten wieder willkommen heißen! Dieses Mal in Enschede, da der Standort in Amersfoort nicht mehr zur Verfügung steht. Genießt mit mir diese einzigartige VW Veranstaltung – die Ben Pon Show!

Niels Timmerman

Die Niederlande & Volkswagen

Die ursprüngliche Idee für den Volkswagen Transporter Typ 2 stammte von dem niederländischen Volkswagen Importeur Ben Pon, der in Amersfoort (NL) lebte und arbeitete. Pon’s Automobielhandel («Pon’s Car Dealership») war 1947 der erste Händler außerhalb Deutschlands, der Fahrzeuge der Marke VW verkaufte. In den Niederlanden gibt es auch heute noch viel VW Geschichte, und deshalb haben wir einen perfekten Ort gefunden, um diese VW Klassiker aus der Zeit vor ’57 und insbesondere die Barndoor-Busse zusammenzubringen!

Die Geschichte des von Ben Pon entworfenen Typ 2

Der Entwurf für den Typ 2 wird dem niederländischen Volkswagen Importeur Ben Pon zugeschrieben. Pon besuchte 1946 Wolfsburg, um Käfer des Typ 1 für den Import in die Niederlande zu kaufen. Dort sah er einen improvisierten VW Transporter, genannt «Plattenwagen», welcher jedoch lediglich Fabrik intern genutzt wurde. Pon erkannte, dass auf der Basis der Bodenwanne des Käfers vom Typ 1 etwas Besseres gebaut werden könnte. Am 23. April 1947 skizzierte er das Bus-Konzept in seinem und der Rest ist Geschichte…

Die Location: «The Strip» in Enschede (NL)

Ein fast ein Kilometer lange Piste mit einem Flugsicherungsturm, acht Fliegerbunker und mehreren anderen atemberaubenden, historischen Gebäuden: Das ist der «Strip». Die acht Bunker dienten als Schutz für F-16-Kampfflugzeuge. Jetzt werden wir dort VW Klassiker ausstellen. In diesen Gebäuden wird es Aktivitäten geben, wie die Pon-Fotoausstellung, einen Frühstücksbereich, eine Fress-Ecke, eine spezielle Ausstellung von Karosseriefahrzeugen und am Samstagabend werden wir dort eine große Party feiern:

Die waldige Umgebung verleiht dem «Strip» einen coolen Touch und der riesige Campingplatz auf den Wiesen zwischen den vielen Bäumen ist einfach sehr schön und super idyllisch. Wir werden den gesamten «Strip» für das Barndoor Lineup (Weltrekordversuch) und alle anderen VW Klassikern aus der Zeit vor ’57 nutzen. Im weiteren gibts viel, viel Platz für Händlern, Tauschbörsen, Picknick- und Essensplätzen – was viel Spaß für Jung und Alt garantiert. Denn für diese VW-Spektakel stehen uns über 20.000 Quadratmeter Fläche stehen zur Verfügung, umgeben von Industriebunkern, Flugsicherungsturm und alten (Feuerwehr-)Kasernen! Die Atmosphäre ist perfekt, nun fehlst noch Du, wir freuen uns auf Dich.

JETZT REGISTRIEREN: benpon.nl

Der Termin: 20 – 21 Mai 2023

Der Termin steht fest: 20. und 21. Mai 2023. Dies ist das Wochenende von Christi Himmelfahrt – ein nationaler Feiertag in den Niederlanden. Viele Holländer nutzen diesn für einen Brückentag, wodurch wir mit sehr vielen Besuchern rechnen.

Die Erwartung

Nach der erfolgreichen ersten Auflage 2014 und der zweiten 2018 (von einigen Teilnehmern als «EPISCH» bezeichnet) freuen sich viele VW Enthusiasten auf das diesjährigen Treffen. Es werden tausende Besucher erwartet (bei früheren Auflagen wurden 11.000 Besucher gezählt). Die Leute bereiten bereits jetzt ihre Oldtimer für die Reise vor und es werden Konvois aus dem Vereinigten Königreich, Skandinavien, Spanien, Tschechien, Italien etc. geplant. Wir hatten Besucher aus 28 Ländern und erwarten bei der dritten Auflage noch mehr Nationalitäten.

Das Rahmenprogramm

Händler werden mit ihren Ständen auf gesamten Ausstellungsgelände vertreten sein und neben dem zentralen Bereich «Shelter B5 26» wird aus diversen VW-Bussen und anderen Food-Trucks Essen und Trinken serviert.

Alle teilnehmenden Autos werden nach Typen in Line-Up aufgereiht und es gibt wieder einen Weltrekordversuch «Die meisten Barndoor-Busse auf einem Platz» zu vereinigen! Die Anzahl, die es zu schlagen gilt, wurde bei unserem zweiten Barndoor Gathering 2018 mit 102 Barndoors aufgestellt.

Eine Ausstellung mit viel PON Volkswagen Geschichte wird für die Besucher zugänglich sein, mit offiziellen und exklusiven Archivbildern aus dem Pon Archiv!

Für die kleinen Gäste werden auf der Hüpfburg und mit anderen lustige Aktivitäten auf Trab gehalten; diese Veranstaltung ist bewusst für die ganze Familie konzipiert!

Und schliesslich werden wir am Samstagabend so richtig abfeiern mit unsere DJ und seinen funky Tunes.

Welche Fahrzeug sind zugelassen

  • VW Barndoor Busse until 03/1955 (auf dem Hauptplatz!)
  • Typ 2 Bulli bis 1967
  • Typ 1 Käfer und KdF-Wagen bis 1957
  • Type 128 und 166 Schwimmwagen
  • Type 82 Kübelwagen 1940 – 1945
  • Spezialkarrossen auf VW Chassi bis 1967
  • Type 14 Karmann Ghia bis 1959
  • Type 34 Karmann Ghia bis 1969
  • Type 3 1500 + 1500S bis 1965

Register now: benpon.nl

Für weitere Infos und Fragen:

Niels Timmerman, niels@airmighty.com , +316-122 017 33

Neu am Kiosk – Porsche Klassik Magazin # 24


Ein Jahrzehnt Porsche Klassik Magazin heisst 24 Ausgaben vertiefte Auseinandersetzung mit Menschen und Besitzern von historischen Porsche Modellen. Dass so ein Printmedium im Zeitalter des Internets überhaupt erfolgreich sein könnte, mag nicht jeder erwartet haben. Aber der Erfolg gibt den Machern recht. Die Leser interessieren sich nicht allein für Porsche-Modelle sondern auch für die Menschen, die sie fahren und besitzen. Und wenn das Ganze dann in ein gut gemachtes Layout gepackt wird, ästhetisch aufbereitet, dazu gut geschrieben, dann muss man nur noch die Menschen finden, die ihren Porsche im Heft vorstellen (wollen/dürfen). Aber das dürfte auch im nächsten Jahrzehnt nicht die schwerste Aufgabe werden.

Die Coverstory dreht sich um den 911 Turbo des Fotografen Anatol Kotte. Beide in Szene gesetzt von Andreas Mühe, der bei Kotte das Handwerk des Fotografierens gelernt hat. Heraus kommt eine Story mit stilsicheren Bildkompositionen und einer interessanten Geschichte.

Der rote 911 SC Targa ist seit seiner Erstzulassung 1978 stets im Besitz von Manfred Pieper gewesen. Nichts besonderes? Doch, der 86 jährige war mit dem Wagen zudem auf vier Kontinenten unterwegs. Das schweisst zusammen und nah mehr als 40 Jahre für viele aufregende Erinnerungen.

Der schwarze 911 SC Targa eines Ehepaars aus der Eifel ist den umgekehrten Weg gegangen. Seit 1981 hat er bereits zehn Vorbesitzer gehabt. Und jeder hat die dicke Mappe aufbewahrt mit den Dokumenten der ersten Reise von Frankfurt über Florenz nach Pompeji bis zu Zolldokumenten, Wartungsarbeiten und Services. Der Lebensweg eines Autos zum Nachlesen.

Andreas Mindt, Automobildesigner im VW-Konzern, hat sich seinen Traum verwirklicht: einen 911 Targa der F-Serie hat er in einen würdigen Nachfolger des 550ers verwandelt. Daraus wurde ein radikal offener Spyder mit liebevollen Applikationen wie einer Windschutzscheibe von einer Ducati. Könnte so aus dem Werk gekommen sein.

Dazu weitere Storys rund um den 911: unter anderem ein Targa Dauerläufer mit 600’000 km auf dem Tacho oder der erste Porsche schon mit 17; selbst verdient versteht sich und die ikonische Fotografie von René Staud.

Das und vieles mehr bis hin zu den E-Fuels in den aktuellen und den klassischen Porsche Modellen steckt auf 130 Seiten Porsche Klassik Magazin

Das Porsche-Klassik Magazin gibt es für € 9,92 am Kiosk oder direkt im Abo.

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Neu am Kiosk – Porsche Klassik Magazin # 21


Die Tage werden kürzer, die Abende zum Schrauben dafür umso länger. Zeit, wieder mehr Zeit in der Garage zu verbringen. Einfach, weil es da einen Rückzugsort gibt, an dem man sich treffen, schrauben und einfach erfreuen kann. Das erweiterte Wohnzimmer bekommt in diesen Herbsttagen wieder eine neue Bedeutung. Vielleicht hat es ja sogar Platz für ein Sofa, einen kleinen Tisch und darauf ein Lieblingsgetränk. Wohl temperiert lässt sich dort dann auch die neuste Ausgabe des Porsche Klassik Magazins lesen.

Was hat ein Mercedes in einem Porsche Magazin verloren? Nichts, ausser es handelt sich um einen der seltenen E-Klasse Modelle mit dem 326 PS starken 5-Liter-V8-Motor, die zwischen 1990 und 1994 bei Porsche gefertigt wurden. Bereits zwei Jahre zuvor war Porsche mit der Serienentwicklung des Power-Daimlers beauftragt worden, die 1994 in der E 500 Limited Edition gipfelte.

Kundenentwicklungen sind bei Porsche nichts Unbekanntes und so stand auch Porsche Ur-Gestein Valentin Schäffer in seiner 34 Jahre währenden Karriere irgendwann vor der Frage: „Weiterhin Leiter der Porsche Motorenentwicklung zu bleiben, oder lieber in die Fremdentwicklung zu wechseln. Schäffer feierte in diesen Tagen seinen 90 Geburtstag und war neben Hans Metzger die treibende Kraft in der Porsche Motorenentwicklung seit den späten 50er Jahren.

Ein Unternehmen, das für seine Fremdentwicklungen bekannt ist, kann auch bei den eigenen Produkten individuell Hand anlegen. Zum Beispiel für den 968 CS. Die Clubsportvariante des mit dem drehmomentstärktsen Vierzylinders der Welt in diesem Heft verfügt trotz Kleinserie über einige Besonderheiten. Zum Beispiel durch den Verzicht auf die leichten Schalensitze – dafür wurde der Wagen mit den bekannten Sportsitze mit integrierter Kopfstütze ausgeliefert. Beispielhafte Individualisierung auch durch den Verzicht auf die begehrten Mehrausstattungen Sportfahrwerk und Hinterachssperre. Ein fast normaler 968 CS eben. Fast.

Individualisierung trieb auch Dr. Ulrich Bez an, als er seinen 993 orderte. Der ehemalige Porsche Technik-Vorstand war verantwortlich für die Entwicklung des Unternehmensretters 993. Und just den letzt gebauten hat Bez sich in seine Garage gestellt: nicht ohne ihn vor der Auslieferung bei Porsche individualisieren zu lassen. Lederbezogene Kunststoffteile im Innenraum sowie schwarz eloxierte Chromteile aussen machten aus Bez eigener Entwicklung etwas ganz besonderes.

Besonders sind natürlich auch die Cup-Modelle des 964er Carrera RS. Reduktion auf das Wesentliche, trotzdem strassentauglich, um am Wochenende auf der Rennstrecke Siege einzuheimsen. Eine bei Porsche bekannte Machart, die dank kleiner Leistungssteigerung auch bestens funktionierte. Im 964er Carrera RS vereinten sich die 911er Grundidee mit den Segnungen des Fortschritts. Purismus vom Feinsten.

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Das und vieles mehr steckt auf 130 Seiten Porsche Klassik Magazin

Das Porsche-Klassik Magazin gibt es für € 9,11 am Kiosk oder direkt im Abo.

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Neu am Kiosk – Porsche Klassik Magazin # 20


“Jubiläumsausgabe“ prangt auf dem knallig bunten Cover der 20 Ausgabe des Porsche Klassik Magazins. Wir feiern diese Ausgabe wie jede Neuausgabe und und zünden dann bei der 25. Ausgabe sechs Zündkerzen an. Luftgekühlt und versprochen. So bunt wie auf dem Cover geht es auch im Heft daher, Aussenfarben, Interieurfarben und der Mut, Farbe zu bekennen sind das bestimmende Thema des neusten Hefts. Was liegt also drin in diesem Farbenreigen?

Knallbunte Garage.

.Wie eine Bonbondose am Kiosk empfängt uns die Garage eines Berliner Anwalts in der Coverstory. Nicht weniger als acht 911er in Farben wie Rivierablau oder Sternrubin stehen appetitlich poliert zum Anbeissen bereit. Der ehemalige Volleyballprofi hat sich auf die 964er eingeschossen, und zwar in den ausgefallen Farben der 90er. Am liebsten auf Speedline-Felgen. Und bald ergänzt um einen weiteren 964er in Coppaflorio.

Unbunt dagegen der weisse 356 A 1600 Super Speedster der in der Garage des Jeans Labels MAC aussen weiss daher kommt. Dagegen wurde im Innenraum bei der Restaurierung wert auf Design gelegt, feinstes ockerfarbenes Leder der Möbelmarke Cassina kombiniert mit Holzapplikationen strahlen zeitlosen Purismus, passend zum Unternehmensverständnis aus.

Aussen weiss, innen Cassina.

Die wahren Werte liegen nicht immer innen, aussen kann man schon mal selbstbewusst daher kommen. Selbst als Porsche 912 E Prototyp aus dem Porsche Versuch. Der ehemalige Versuchsträger für das nur ein Jahr gebaute Zwittermodell für die USA mit 2-Liter VW Typ 2 Flachboxermotor trägt sein Selbstbewusstsein in Hellgelb vor sich her. Seht her, mich gibt es nur einmal, ich war da als man mich brauchte und liess mir den 6-Zylinder entreissen, um Platz zu haben für die Organtransplantation von VW. Nun blubbert er also eher wie ein 914/4, aber das sieht man ihm im Stand ja nicht an.

Sieht aus wie ein 911er, ist aber der erste 912er E.

Wo lassen sich die Kurven am besten erleben? 1. Hinter dem Lenkrad eines Porsche. 2. Hinter dem Cover des Liebhabermagazins Curves, mit dem der Münchener Industriedesigner Stefan Bogner seit zehn Jahren begeistert. Seine Roadtrips begeistern Menschen, die das Abenteuer Strasse suchen. Bogner bereist kurvenreiche Strecken, am liebsten bunt und im Porsche. Die Auswahl seiner Porscheflotte reicht vom frühen weissen 911er über einen signalorangenen 911 ST bis zum 911 GTS in China Grey (eine Aston Martin Farbe). Dazwischen stehen noch andere Porsche Modelle bereit.

Rot ist eine Farbe, die an einem 911 SC 3.0 auffällt. Besonders, wenn dieser mit dem Turbospoiler beplankt ist, wirkt das schon nach Dampf, obwohl nur 188 PS aus dem Hubraum geboxt werden. Für mehr Dampf sorgt dagegen die Herkung^ft des Wagens, auf die der Besitzer nach dem Gebrauchtwagenkauf bei der Durchsicht der Papiere stiess. Kein geringerer als der Südtiroler Reinhold Messner hatte den Wagen 1979 gefahren und vor seinem Alleinaufstieg zum Mount Everest im Jahr 1980 zu Geld gemacht, um die Tour mit zu finanzieren. Messner hat den Aufstieg überlebt, sein Porsche auch.

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Neu am Kiosk – Porsche Klassik Magazin # 19


Wie hat sich das Umfeld um die klassischen Automobile verändert? Es geht also in den zweiten Corona-Frühling. Ausfahrten gestalten sich deutlich anders als früher. Geselligkeit, Gemütlichkeit, Gastronomie – ein wesentlicher Genuss am Ende oder während einer Tour fallen einfach aus. Doch schon die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings locken uns heraus. Wir machen den ersten Roll-out: Zündung… Der Winter kann uns mal, das C-Wort fällt nicht: Mit einem Lächeln im Gesicht starten wir in die neue Saison. Und die neuste Porsche Klassik Ausgabe begleitet uns: und darf Geselligkeit, Gemütlichkeit, Gastronomie erstmal ersetzen.

Im neusten Heft steht als Coverstory ein spannendes Thema. Wo kann man seinen Klassiker am besten in Szene setzen? Genau: im Wohnzimmer. Parken im Wohnzimmer, Lustprojekt Ankommen als Interieurobjekt… Wenn der Parkplatz Teil eines architektonischen Kozepts ist… da kann man dann in der Garage mal Platz schaffen: Für die Fahrräder oder so.

Platz im Kopf schaffen sich die Designer von Porsche, indem sie der Porsche DNA nachgehen. Ein Blick in die Vergangenheit. Da lauern Ikonen: 909, Carrera GTS, 550 Rennsport Coupé, selbst dem T1 Renndienst Bulli kann man ein Denkmal setzen. So machen die Designer sich daran, die bewährte DNA zu klonen und in die neue Formensprache zu übersetzen

Ohne die Gamechanger vor 25 Jahren wären die Designer bei Porsche heute arbeitslos. Boxter hiess die mutige Ansage, mit dessen Studie in Detroit bereits 1993 eine starke Ansage gemachtn wurde. 1996 teilten sich dann Boxter und 911 eine gemeinsame Plattform und Porsche hatte wieder eine Baureihe zum Einsteigen. 164874 Exemplare werden bis 2004 verkauft. Nicht schlecht für den Anfang: Das ist auf 924 Absatzniveau.

Wahre Porsche Liebe beginnt mit dem zweiten Modell. Was auch immer die Gründe sein mögen, sich entscheiden zu müssen: den oder den? Ein 914/4 bekommt brüderlichen Beistand: Von einem 914/6 mit 3,2 Liter 911 SC Motor soll in drei Jahren die Qual der Wahl vor der Tür stehen. Ein echter Sechszylinder sollte es sein, nach jahrelanger Suche beginnt nunder Neuaufbau.

Neuaufbau ist für den PCA Hawaii ein Fremdwort. Hier lacht die Sonne an 365 Tagen im Jahr, wir kenen es von Magnum oder Hawaii-Five-O. Da ahnen wir den Fahrspass auf atemberaubend schönen Küstenstraßen. Sommer und damit Saison das ganze Jahr. Selbst Pässe lassen sich auf OaHu bezwingen. Ein Porsche Paradies.

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #17.


Mit so einem Frühlingsauftakt hatte wohl niemand gerechnet. Manche, die das Saisonkennzeichen schon ab März gelöst haben, kamen noch in den Genuss der einen oder anderen Ausfahrt. Doch Corona-Virus sei dank war damit spätestens beim Erscheinen der ersten Sonnenstrahlen Schluss.  Lust hin – Disziplin her, man vermisst sie wirklich, die farbigen Klassikerperlen, die zumindest an den sonnigen Wochenende die Landstrassen oder die Parkplätze vor den In-Bars zu einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit werden liessen. Genug Zeit, sofern die Musse auch vorhanden ist, sich um seinen Klassiker zu kümmern. Sei es in der Garage oder im Wohnzimmer bei einer anregenden Lektüre. Die 17. Ausgabe des Porsche Klassik Magazins kann das Warten auf die nächste Ausfahrt mit einigen spannenden Beiträgen verkürzen. 

Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht der turbo. Also der erste 11er mit dem aufgeladenen Boxer. Und hier das Urmodell, das seinerzeit nach Österreich ging. Dort lebte und wirkte Ferry Porsches Schwester, Louise Piëch, Mutter von Ferdinand Piëch, die den ersten turbo, nennen wir ihn mal einen Prototypen zum Geburtstag überreicht bekam. Der 911 turbo No. 1 kann mittlerweile im Porsche Museum in Stuttgart bewundert werden… und sofort fällt auf, dass er ganz schön schlank daher kommt, fehlt ihm doch der  „WTL“, der Werk-Turbo-look mit den ausgestellten Kotflügeln. Schön, dass der erste Turbo ein Geburtstagsgeschenk war und jetzt selbst Geburtstag feiern darf.

Ein früher Urahn des 911 Turbo war in der Mitte der 50er Jahre der 356 1500 Super. Immerhin 70 PS aus 1’488 ccm hatten mit nur 830 kg zu tun. Gedacht für die Rennstrecke, wurden viele Modelle verheizt. Hier wird ein Fahrzeug vorgestellt, das mit noch nicht 40’000 km auf dem Tacho stets liebevoll zum Reisen genutzt wurde und entsprechend proper da steht.

Da kann der 993 turbo von 1995 nur müde lächeln. Fast 6 x so viel PS wie der 1500 Super aber nicht mal doppelt so viel Gewicht. Hier treffen sich Abschied von der Luftgkühlung und die Biturbo-Aufladung mit einem Schuss 959 zum wohl anmutigsten 911er aller Zeiten. Noch der Urlinie des 911 verbunden und trotzdem hochmodern wird hier die Zeitenwende eingeläutet.

Neben dem 911er hat Porsche Klassik einen ganz besonderen 928er ausfindig gemacht. Den ehemaligen Dienstwagen von Entwicklungschef Helmutt Bott. Ein ganz besonderer 928 S4, der mit vielen Features ausgestattet ist, die erst später in Serie gingen. Botts 928er hat seinen Fahrer nun um 2,5 Dekaden überlebt und befindet sich in 3. Liebhaberhand. Der Besitzer war dem Fahrzeug bereits in Händen von Bott begegnet. Als er ihn wieder entdeckte, war klar, dass er ihn haben müsse.

Prominent treiben es Gerard Larousse auf einem 914/ 6GT udn Röhrl/Geistdörfer auf einem 911 SC bei KlassikVeranstaltungen voran. Larousse hatte 1971 die Rallye Monte Carlo auf Platz 2 absolviert, während sich Röhrl über die Kaffeepausen bei der Rallye Historique freuten, wo sie früher einfach mit 185km/h vorbei gedonnert waren.

Über 130 Seiten aus der Welt von Porsche wollen gelesen werden. Für € 9,11 am Kiosk oder versandkostenfrei innerhalb Deutschlands beim Verlag.

Und sagen sie jetzt nicht, Sie haben keine Zeit.

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