Das neue Porsche Klassik Sonderheft: acht Generationen 911.


Egal wie, bei Porsche gibt es immer einen Grund zum Feiern: Nach dem Millionenelfer oder dem 70-jährigen Bestehen der Marke im letzten Jahr, nun die Vorstellung der 8. Generation des Porsche 911, intern 992 genannt. Die etwas aus dem Rahmen fallende Feierstunde nimmt das Porsche Klassik-Magazin für uns vor. Kein Vorwort verrät die Intension der Macher des Magazins. Wir unterstellen nur das Beste und stellen einfach mal vor, was man sich da so ausgedacht hat, mit dem man den Leser auf knapp 150 Seiten in Feierlaune bringen möchte. 

Zunächst steht natürlich der Vergleich aller Modelle von 1963 bis heute im Mittelpunkt. Kein Geringerer als Designchef Michael Maurer mit Herausgeber des Porsche Klassik Magazins Konrad Delius versammeln sich um eine Schar von acht Modellen aus knapp sechs Jahrzehnten, die stellvertretend für die Evolution des heckgetriebenen Klassikers stehen. Dabei sind es normale Grundmodelle, keine Exoten, die nach- und nebeneinander vorgestellt werden und Schritt für Schritt von vorgestern ins heute mit uns schreiten. Kurze Erläuterungen, knappe Techniktabellen verdeutlichen was sich geändert hat. Und dass es stets bei 6 Zylindern geblieben ist. Im Heck, als Boxer. Und damit den Ursprung für die Porsche Linie bildet. Die sich bereits beim 356er mit dem Verzicht einer Antriebsquelle unter der flachen Fronthaube zur charakteristischen Topografie zwischen den beiden Kotflügeln entwickeln sollte.

Menschen und Autos, Autos und Menschen. Ob Fahrer, Käufer, Entwickler oder einfach nur Begeisterte: Die Sonderausgabe stellt Ex-Rallyweltmeister Christian Geistdörfer mit seinem 911 Carrera und italienischer Zulassung zu einem Freund genauso vor wie die Ansprüche von Rob Dickinson, der mit seinen Singer-Restaurierungen aus einem Porsche eine Porsche-Ikone macht. Dabei stets auf der Gratwanderung zwischen grosser Show kombiniert mit moderner Technik und der Ablehnung durch die Puristen. So wichtig wie der 911 war auch stets dessen Absatz in den USA. Deshalb kam es dort stets auf einen intelligenten und sensiblen Verkäufer an der Spitze an. So einen hatte Porsche in Ed Peter. Ab Mitte der 60er Jahre war er zunächst für den US-Markt, später für den gesamten Überseeraum verantwortlich. In seiner knappen Freizeit fotografierte der begnadete Hobbyfotograf, was konnte es anderes sein, die Autos, die er fuhr. Und schuf so ein breites Repertoire an Porsche Fotografien aus den späten 60er und frühen 70er Jahren.

Da kann schon Lust auf weitere Geschichten um die Jubelmarke aus Stuttgart aufkommen. Wer sich für die Glasdach-Targas interessiert oder wissen will, wo man mit einem 964 auf Eisdrift gehen kann, wem Ernst Fuhrmanns 911 neugierig macht, weil es ihn so nie gegeben haben kann, er aber doch da steht, der ist mit diesem Sonderheft bestens bedient. Schön erzählt und mit perfekter Bildauswahl inszeniert, ergeben sich fein konzertierte Geschichten aus aller Welt vom und über den Porsche 911. Ohne den, wir wissen es durch Walter Röhrl, eine Garage stets nur ein ödes leeres Loch bliebe.

Acht Generationen 911 für € 9,11 an jedem Kiosk oder beim Delius-Klasing Verlag und mit Leseprobe.

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #15.


Jetzt sieht man sie wieder, die ersten Posts auf den sozialen Medien: „Saisoneröffnung mit Modell XYZ“. Manche meiner „Freunde“ zünden da schon seit den ersten Sonnenstrahlen im März an jedem Wochenende ein anderes Modell aus ihrem Fuhrpark. Es ist schon verrückt, wer einmal von diesem Klassikervirus befallen wurde, der belässt es meist nicht bei einem Modell. Was mich zum aktuellen Porsche Klassik Magazin bringt, das sich ausnahmsweise mal sehr monothematisch mit dem Porsche 914 beschäftigt. Denn dieses Modell feiert 2019 seinen 50 Geburtstag: Happy Birthday neun eins vier.

Die Meinungen zum Porsche 914 gingen schon bei seiner Präsentation auf der IAA weit, ganz weit auseinander. Irgendwie stand die Geburt unter keinem guten Stern, musste er in Europa doch seine Porsche Gene aufgeben und mit Volkswagenantriebstechnik aus dem Typ 4 leben. Da passte es zwar ins Bild, dass das VW Logo den Platz am Heck mit dem Porsche Schriftzug teilte, die Porsche Puristen aber die Nase über den „VoPo“ rümpften. Zu unrecht wie wir nicht erst seit heute wissen.

Das Porsche Klassik Magazin stellt nämlich die brachialen 914er vor. Angefangen bei den beiden 914 S-Modellen für Ferry Porsche und Ferdinand Piëch, die beide mit dem 8-Zylindermotor der Rennwagenlegende 908 befeuert waren und mit ihren 300, resp. 260 PS natürlich über den gewohnten Leistungsüberschuss verfügten, den Porsche Top-Modelle von jeher auszeichnen.

Power to the People. Der Über-914 hiess 916 und wurde nur in ganz wenigen Exemplaren gebaut.

Aber nicht nur der Name sorgte für Anstoss, auch beim Design schieden sich die Geister. Klare Kante, so kam der 914er daher als man bei Ford und Opel gerade die Coke-Bottle line einführte und bei Mercedes die letzten Heckflossen abschnitt. Porsche Designchef Michael Maurer erklärt im Interview, was ihn am 914 reizt: „Keine Linie zu viel. Je mehr ich mit dem 914 beschäftige: Das ist genau das, wofür ich heute kämpfe.“ Der Porsche 914 stellt dabei auch klar seine klare Porsche Grundkonzeption zur Schau: Mittelmotoranordnung wie beim Auto Union Grand Prix Rennwagen der 30er Jahre oder beim 356/1 oder dem Porsche 550, der still und heimlich als Vorbild gedient haben könnte.

Letztlich war dem 914/GT auch im Motorsport nur eine Nebenrolle vergönnt. Mit einem Hubraum von unter 2000 ccm wäre dem Mittelmotorkonzept mit dem 220 PS leistenden Sechszylinder aus dem Carrera-6-Rennwagen eine Heldenrolle in der 2-Liter-GT-Klasse  vergönnt gewesen. Doch irgendwie verpasste man die Chance in Zuffenhausen und spätestens nach dem enttäuschenden Abschneiden der 914er Werksflotte bei der Rallye Monte Carlo 1971, bei der Björn Waldegård lediglich Platz 3 erreichte, war mit Werkseinsätzen schluss.

Das aktuelle Porsche Klassik Magazin räumt mit vielen Vorbehalten zum 914er auf. Der 914er war das ungeliebte Kind, hin und her gestossen zwischen VW und Porsche. Ohne Vorgänger- und Nachfolgemodell fristete er mit seinem VW-Logo am Heck ein Nischendasein. Gut, dass das Porsche Klassik Magazin ein wenig damit aufgeräumt hat.

Lässt sich Purismus vergleichen? 914 oder 718T. Weder noch. Der 914 hat keinen Vorgänger und keinen Nachfolger. Das macht ihn so speziell.

Weitere Highlights im Heft:

  • Ein Porsche 924 GTS in Privathand. Die Nummer 42. ist ein Rennwagen, den man auf der Strasse toben lassen kann.
  • Ein Porsche T/R kehrt nach über 50 Jahren  heim nach Le Mans. Die Geschichte einer emotionalen Reise auf einem aufregenden Kurs.
  • Ein Porsche Carrera 2 mit dem Antrieb eines 964 Cup. Es entstand ein Sportwagen höchster Güte.
  • Und viele andere Themen rund um Porsche
  • Darüber hinaus natürlich noch viele andere Zeitreisen, Einblicke in die Szene und die Geschichte von Porsche.

265 PS entwickelt der Cup-Motor im 964 C2. Die Stossfänger stammen vom RS. Ein Unicum eben.

Eine Leseprobe des aktuellen Heftes findet sich hier.

Porsche Klassik für €8,00 an jedem Kiosk oder unter:

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #14


Bis in den November hinein lässt das milde Wetter noch herrliche Ausfahrten mit dem Klassiker zu. Wenn das so weitergeht, wird eine Zeit kommen, wo wir die alten Kisten auch über den Winter angemeldet lassen können. Vorbei die Zeiten der Rituale: Aufbocken, Luft ablassen, Batterie abklemmen, Plane drüber und in der guten Stube oder am Kamin ein gutes Buch oder ein gutes Magazin lesen. Da müssten wir uns dann schon überlegen, wo wir der neusten Ausgabe von Porsche Klassik den notwendigen Platz einräumen, denn das neue Heft hat es in sich. Ausgabe #14 widmet sich den luftgekühlten Porsche. Nicht ausschliesslich aber immerhin.

Luftgekühlt ist längst ein Mythos, in der Kombination mit dem Boxer aber wird daraus ein Kult. Patrik Long hat mit dem Luftgekühlt-Treffen in Kalifornien eine weltweite Bewegung gegründet, die nun auch in Deutschland Premiere feierte. Beim 1. Treffen in München hiess es für Porsche: sorry – luftgekühlt only. Die Heckboxermodelle waren die Stars einer perfekten Inszenierung von rat bis rar. Sicher wird es in Deutschland nicht das letzte Treffen gewesen sein.

Ist der 911er momentan das klassische Porschemass aller Dinge, wird der Reiz seines Vorgängers manchmal massiv unterschätzt. Der 356er, zum Beispiel als Cabriolet aus dem Baujahr 1953, vor herbstlicher Kulisse in Franken auf Kopfsteinpflaster und in mittelalterlichen Stadtmauern, macht eine Zeitreise möglich, in der Realität und Kulisse wie im Traum sanft einen Übergang bilden und Ruhe und Behaglichkeit ausstrahlen. Porsche, Land und Leute im Gleichgewicht.

Was mit dem 356er luftgekühlt begann, fand mit dem 993 sein Ende. Er war der letzte rein luftgekühlte Elfer und aus der Not geboren. Der Vorgänger war zu lange im Programm und nicht mehr zeitgemäss. Umso agiler setzte der 993 zum Überholen an und schob 968 und 928 nebenbei mit aufs Altenteil. Mit der Wachablösung durch den 996 wurde der letzte Luftgekühlte Kult.

Kult ist auch das Bergrennen am Pikes Peak in der Nähe von Colorado. Unvergessen die Hetzjagden der Audi quattros  in den 80er Jahren auf den Berg. Das race to the clouds endet auf sagenhaften sauerstoffarmen 4’302 m und galt nie als Porsche Terrain. Doch in den 60er Jahren wagte sich Bobby Donner mit einem 718 RSK an den Berg und auch Porsche Enthusiast Jeff Zwart war mit einem 911 Turbo 3.6 S hier 1998 im Einsatz.

Eine Zeitreise der ganz anderen Art tritt ein 356/2 aus der Gmünd-Produktion an. Die # 356/ 2-025, ein Keibl-Cabriolet, das damals nach Wien verkauft wurde, trifft auf einen Porsche Panamera Turbo. Kurioser Artikel, denn er soll die Gemeinsamkeiten der beiden Fahrzeuge betonen. Nun, das gelingt natürlich irgendwie – leider hakt es bei der Geschichte des Porsche Ursprungs. Es wurden nicht 50 Fahrzeuge in Gmünd gebaut, sondern 52, und die auch nicht eben in einem Jahr, sondern über drei verteilt, dafür stimmt es beim Panamera wohl eher mit den Fakten. 

Darüber hinaus natürlich noch viele andere Zeitreisen, Einblicke in die Szene und die Geschichte von Porsche.

Eine Leseprobe des aktuellen Heftes findet sich hier.

Porsche Klassik für € 8,00 an jedem Kiosk oder unter:

Da geht einem beim Kauf auch nicht gleich die Luft aus.

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70 Jahre Geschichten: das Jubiläumsheft zum 70jährigen Porsche Jubiläum.


Keine Frage, mit der Porsche Geschichte lässt sich Geld machen. Das weiss nicht nur der Hersteller in Stuttgart bestens zu vermarkten. Auch Porsche-Klassik nutzt den Geburtstag zum Gratulieren und schenkt uns ein Jubiläumsheft zum Symbolpreis von € 9,11. Nichts Überraschendes,  überschlägt sich die schreibende Zunft mit Veröffentlichungen rund ums Porsche-Jubiläum. Ob James Dean, Le Mans-Gesamtsieg 1970 oder Gruppe-C-Seriensiege, leider wird dabei allzu oft alter Wein in neue Schläuche abgefüllt. Inkl. der Recherchefehler bereits erschienener Publikationen. Nicht so bei den Porsche-Klassik-Machern. Frisch recherchierte Geschichten aus 70 Jahre Porsche Geschichte sind in der Regel ihr Geld wert. 

Überraschend ist dabei immer wieder wie wahllos man einen Porsche und seine individuelle Geschichte zitieren kann. Paukenschlag ist der erste grosse Porsche Werks-Renneinsatz: Le Mans 1951. Mit einem 356/2 Gmünd Coupé (auch SL genannt) wird das junge Unternehmen auf Anhieb Sieger in der 1100 ccm-Klasse und 20er im Gesamtklassement. Welch ein Einstand. Die Entdeckung und Wiederauferstehungs-Geschichte von 356/2-063 bekommt man bei Porsche-Klassik nahezu fehlerlos hin. Die Kürze des Artikels oder fehlendes Detailwissen lassen aber einige Ungereimtheiten offen. Gerade die Geschichte um die Fahrgestellnummer wird nicht zu Ende erzählt. 063 war nämlich ein umnummerierter 056. Weil diese Fahrgestellnummer zu Le Mans gemeldet war und 063 bei Testfahrten  zerstört wurde, war Porsche gezwungen ein existierendes Auto mit einer überarbeiteten Fahrgestellnummer zu versehen. So genug mit der Erbenszählerfehlersucherei.

Statt den oben angesprochenen Le Mans Gesamtsieg von 1970 zu beweihräuchern, am besten noch mit einem Interview bei Hans Herrmann, hat man lieber Alteisen Willi Kauhsen besucht. Der ehemalige Porsche 917-Pilot und -Testfahrer hat nämlich einen 1969er 917 LH mit der Fahrgestellnummer #005 wieder aufgebaut. Kauhsen hat Ende der 80er Jahre zwei verunfallte Rothmanns-956er vom Werk abgekauft. Mit einer Unmenge an Ersatzteilen, die Gruppe C ging zu Ende. Darunter auch unzählige 917er Teile. Fehlte nur noch eine Fahrgestellnummer, die steuerte Familie Woolfe bei. Tragik der Geschichte: John Woolfe verunfallte in Le Mans 1969 in 917-005 in der ersten Runde nach dem klassischen Le Mans Start unangeschnallt in diesem Rennwagen des Jahrhunderts. Was das Heft nicht wissen konnte: Auch beim Debüt bei Le Mans Classic sollte die Tragik die Fahrgestellnummer 005 begleiten. Der Wagen verunfallte bei einer relativ niedrigen Geschwindigkeit.

Solche Geschichten um einzelne Fahrzeuge oder Menschen und ihre Fahrzeuge breiten sich auf 140 Seiten aus. Da wären die ersten zwei von drei rechtsgelenkten 356er in einer Hand. Und nicht in England, wie man vermuten könnte, nein in Australien bei einem Sammler, dem wohl schon um die fünfzig 356er durch die Hänge gingen. Dazu muss man wissen, dass der erste Porsche Händler Australiens – Norman Hilton –  die zwei Fahrzeuge importierte und dafür sorgte, Australien zum ersten Porsche-Rechtslenker-Markt zu machen.

Wer Lust auf weitere Geschichten um die Jubiläumsmarke aus Stuttgart hat, ist mit diesem Sonderheft bestens bedient. Schön erzählt und mit perfekter Bildauswahl inszeniert ergeben sich exklusive Geschichten vom und über das Fahren in seiner schönsten Form.

Für € 9,11 an jedem Kiosk oder beim Delius-Klasing Verlag.

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #13


Heckmotor, offen, luftgekühlt, sportlich. Das waren die Bausteine für den ersten Porsche, den 356/1, der 1948 noch vor den ersten Gmünd Coupés auf die Räder gestellt wurde. Der 356/1  war im Gegensatz zu den späteren 356ern noch mit einem Mittelmotor ausgestattet. Ein Konzept, das beim 914er wieder auftauchte. So kurz die Porsche Geschichte verglichen mit anderen Automobilherstellern auch sein mag, so anekdotenreich und voller Mythen ist sie. Und während bedeutende Marken vielleicht früher gegründet wurden, so verschwanden sie mit der Zeit auch wieder. Während Porsche im Grunde genommen eine stetige Erfolgsgeschichte ist, die auch etwas mit den vielen Fans in aller Welt zu tun hat. 70 Jahre Porsche Sportwagen. Das neue Porsche Klassik Magazin auf den Spuren der Marke und seiner Modelle.

Die ST-Modelle vom 911 waren Anfang der 70er Jahre die Werkssportwagen für die Privatfahrer. Verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Hubraum reizten das Reglement der verschieden Klassen aus und waren handfeste Gegner im Wettbewerb. Kein Wunder, dass auch der spanische Mineralölkonzern Repsol sich damals zwei solcher 911 ST 2.3 für die Ausstattung seines Rennteams anschaffte. Die Wirren der Geschichte beider Fahrzeuge in der Titelstory unterstreicht die Einmaligkeit von Porsche Fahrzeugen. Jedes Auto eine Geschichte. Und selbst wenn sie wie hier nur von der Replica eines der beiden genannten Fahrzeuge erzählt.

Porsche. Das ist auch ein Familienname. Dass der Name Piëch dabei gerne  unter den Tisch fällt, erstmal geschenkt. Das Portrait des Familienoberhaupts Wolfgang Porsche charakterisiert einen Mann, der seinen Weg stets ging… und selbst wenn es so aussah, dass er den Weg verlassen hatte. Er kam zurück, der Weg des Wolfgang Porsche.

Was wäre Porsche ohne den Adel. Zumindest ganz zu Beginn war der 356er nicht nur in deutsche  Adelshäusern das bevorzugte Sportgerät. Während die deutsche Wirtschaft lieber mit Zigarre im Mercedes kurvte, nahm es der Adel sportlicher und fuhr unter der Woche mit dem 356er zu Terminen und am Wochenende auf die Rennstrecke. Kein Wunder, dass auch Friedrich Herzog von Würtemberg einem 356er seines Jahrgangs verfallen ist, wie es ehedem sein Vater Carl war. Zwei, die zusammen gehören.

Muss es immer ein 911er sein. Spass haben kann auch einfach sein. Und günstig. Zum Beispiel mit einem frühen 924er. Gut zu wissen, ob das auserkorene Stück auch hält was es verspricht. Auf Besichtigung mit einem Fachmann.

Was wäre wenn? Eine Frage, die ein Historiker nie stellen darf. Porsche stellte diese Frage bei der Safari Rallye wohl mehr als einmal. Als erstem deutschen Hersteller sollte es erst Audi 1987, ausgerechnet mit dem Audi 200 quattro, gelingen die Safari zu gewinnen. Wie hatte sich Porsche mehrfach daran die Zähne ausgebissen. Audi natürlich auch. Doch der letzte Versuch von Porsche war auch so herrlich tragisch. Am Ende langte es nur zu Platz 2.

Magnus Walker auf dem Cover, Magnus Walker im Heft. Magnus Walker mit Wolfgang Porsche. Magnus Walker mit seinen Autos. Magnus Walker in seinem Loft (mit Autos), Magnus Walker mit Mark Webber, Magnus Walker mit seiner Frau, Magnus Walker mit Alice Cooper. Urban Outlaw eben.

Scheunenfunde. Garagengold. Verlassen, vergessen, verstaubt. Nicht so bei Porsche 908.022. Dem legendären Kameraauto, dass 1970 an den 24 Stunden von Le Mans teilnahm. Zurückversetzt in die Spezifikation mit der Steve Mc Queen das Auto selbst in Rennen einsetzte, ist es heute ein begehrter Teilnehmer an Klassikveranstaltungen.

911, Solitude, Eberhard Mahle. Ein Dreiklang aus den fernen 6oern, nochmals wachgeküsst von Porsche Klassik. Und tatsächlich. Der 911er aus dem Jahr 1965, der Ebs aus dem Jahr 1933 und die Solitude. Im Baumwoll-Rennfahreranzug von damals schwelgt der Fahrer in Erinnerungen.

E wie Elektrik. E wie Effizienz. E-Mobilität gab es bei Porsche schon vor 50 Jahren. Denn der 911 E bot Kraft und Effizienz dank Einspritzung. Im Aufeinandertreffen mit dem Mission wird der Frage nachgegangen, ob da bereits ein Klassiker nachreift. Der 911 E ist es längst.

Darüber hinaus natürlich noch viele andere Zeitreisen, Einblicke in die Szene und die Geschichte von Porsche.

Porsche Klassik für € 8,00 an jedem Kiosk oder unter:

Wenig Geld für einen Blick für 70 Jahre Sportwagen.

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #12


Mal im Ernst, wann hast Du das letzte Mal einen Porsche 928 in freier Wildbahn gesehen? Nee, nicht auf einem Treffen oder einer Klassikmesse. So richtig? Bei mir war es im Spätherbst in München, da rollen noch einige mit M- oder STA-Kennzeichen zum Shoppen oder Cruisen durch die Innennstadt. Vor 40 Jahren war für diesen ersten deutschen Gran Tourismo der roll-out auf dem Genfer Automobilsalon. Bis 1996 wurde er gebaut – und das trotz seines durchwegs bescheidenen Erfolgs. Sollte er doch den luftgekühlten 6-Zylinder und den 911 in einem Aufwasch ablösen. Nix da. Als der 928er die Bühne verliess, setzte der 911 zum Comeback an. Mit wassergekühltem Boxer und vielen Eigenschaften, die sein V8-Bruder zuvor kultiviert hatte. Heute, im Zeitalter des Erfolgs von Panamera und Cayenne, fast unvorstellbar, dass der Transaxle so kläglich scheiterte. Mehr dazu in der Coverstory der Winterausgabe von Porsche-Klassik, der mittlerweile 12. Ausgabe. 

Immerhin 17 Seiten widmet die Redaktionscrew dem „visionären Konzept“ und unterstellt dem „Jahrhundertentwurf“ die absolute „Zeitlosigkeit“. Angesichts des Dauerbrenners 911, der heuer das Millionste Modell vom Fliessband liess, eher grosse Worte für ein zugegeben zeitlebens unterschätztes Auto.

Noch seltener als der 928 aber als Neuwagen zu erwerben sind die Manufaktur-Porsches von Zagato. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um den 356er  Carrera Abarth GTL von dem 1960 und 1961 nur 20 entstanden. Sondern um Nachbauten früher Porsche Modelle aus den 50er Jahren wie den 356 Carrera Coupé Zagato. Als Neuwagen zum entsprechenden Preis mit erstem Vorgeschmack im Heft.

Dagegen ist der 911 GT2 von Whats-App Gründer Jan Kuom. Der hat seine Erfindung verkauft und sammelt klassische Porsche, die er am liebsten in D hegen und pflegen lässt. Und dazu gehört auch mal eine Ausfahrt mit Porsche Testfahrer Walter Röhrl. Der freut sich gleich zu Anfang indem Heft über die Begegnung mit so einem perfekten GT1 Exemplar. Bei 194 gebauten Wagen ein seltenes Vergnügen.

Ein ebenso seltenes Vergnügen bestreitet wohl dem Besitzer eines ganz besonderen 911 Carrera 4 aus dem Jahr 1989 jede Ausfahrt. Das eher mit einer ungewöhnlich violett-silbernen Lackierung daher kommende Coupé fristete ein Nischendasein bei einem Gebrauchtwagenhändler, bevor der neue Besitzer den Schatz entdeckte. Das auch im Innenraum eher ungewöhnlich tapezierte Exemplar gehörte Ferry Porsches Schwester Louise Piëch, die Mutter von Ferdinand Piëch, die jahrzehntelang mit viel Erfolg die Geschicke von Porsche Austria in Österreich lenkte, den 911er fuhr sie gern. Aber wer sie kannte, weiss: Am liebsten fuhr sie Audi!

In Heft 12 geht es eher um seltene Fahrzeuge. Einzelstücke und Raritäten. Aber nicht ganz. Die Ausfahrt im 944 Turbo zum Nordkap ist eine Zeitreise im doppelten Sinne. Begleitet vom einem 917 Cayman S hatte der 44er die Reise schon einmal im Jahr 1986 unternommen. Wie sich die Zeiten ändern, aber die Schneeverhältnisse am Nordkap nicht.

Darüber hinaus natürlich noch viele andere Zeitreisen, Einblicke in die Szene und die Geschichte von Porsche.

Porsche Klassik für € 8,00 an jedem Kiosk. Wenig Geld für viele seltene Porsche.

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Traumhaft: das Jubiläumsheft 1 Million Porsche 911.


Gut, dass es kein Sonderheft für den 356er war, sonst hätte der Gag mit Preis nicht drin gelegen. Die Macher von Porsche Klassik verticken das Sonderheft zum augenzwinkernden Preis von € 9,11. Also genug Kleingeld im Handschuhfach an den Kiosk mitnehmen. Dafür bekommt man einiges geboten. Als das Heft bei mir im Briefkasten lag, hatte ich nur wenig Zeit, es durchzublättern, dann musste ich mit meinem gechippten T4 VW-Bus auf die A9, ein Auto anschauen.  Mit der Box macht es einfach Spass auf der linken Spur mitzufliegen, Nach Tacho liegen an guten Tagen Vmax von 220 km/h drin. Und im Anzug ist der TDI sowie im dritten und vierten Gang der Löffel, der die Sahne rauszieht.

Aber plötzlich, auf der rechten Spur ein signalgelbes Etwas, das meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich rechts rüber und dahinter. Ein 911 S, frühe 70er, Hackmesserfelgen, saturngelb. Darin zwei ältere Herren, die mit grosser Gelassenheit und so um die 110 km/h zwischen den Lastwagen auf der rechten Spur nach Süden tänzeln. Am liebsten hätte ich getauscht, angesichts der Unmöglichkeit gehe ich vom Gas und reihe mit hinter dem 911er ein und geniesse die gemächliche Gangart. Nun hab ich Musse und überlege, was da eigentlich drin stand im 911 Jubiläumsheft.

Im Mittelpunkt steht natürlich der am 11. Mai 2017 gefertigte Millionen 11er. Das irisch-grüne Porsche Carrera S , inkl, Pepita Stoffbezügen und einem Armaturenbrett aus Holz ist eine Hommage an Ferry Porsches 911 von 1964 und wird durch die grüne Landschaft Schottlands bewegt. Der Wagen wurde in einem aufwändigen Individualisierungsprozess im Werk für 14 Tage vom Fliessband genommen und zum Millionen-11er manufakturiert.

Die Million ist eine grosse Zahl, am Anfang stehen ebenfalls spannenden Ziffern, Mit den  Fahrgestellnummer #27, #37 und #57  haben einige der ersten 901er überlebt. Die 7 scheint dabei eine Glückszahl zu sein. Drei ausgewählte Geschichten zu den ganz frühen 901ern und wie sie überlebten.

Zahlreiche weitere Elfer-Geschichten ergänzen das Heft: So, die vom ersten Porsche Club, der 1952 im Ruhrgebiet gegründet wurde. Oder die vom 911 Carrera RSR 2.8, der mit seinem früheren Besitzer zusammentraf. Oder die vom 912 RSR Lightweight, den es so nie gab, aber mit dem drei Männer mit viel Spass erfolgreich historischen Motorsport betreiben.

Ich komme aus dem Schwärmen nicht heraus, im Grunde, so denke ich, haben es die Porsche Klassik-Macher ja einfach: Eigentlich lässt sich aus jedem Porsche eine Geschichte machen.

Als ich meine Schleichfahrt hinter dem norwegischen 911er an der nächsten Ausfahrt beenden muss, schaue ich der Heckpartie nochmals nach und erinnere mich, dass natürlich auch der Designentwicklungsprozess im Sonderheft zum 911 ausführlich beschrieben ist. Also wenn das Heft nicht zu Hause liegen würde, dann hätte ich jetzt eins am nächsten Kiosk gekauft.  € 9,11 sind ja nichts für 1 Million Träume rund um den Porsche 911.

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