Jubiläum: Der 9.000 Käfer für Israel rollt 1968 vom Band.

Volkswagen ist Felix: Die „Garage Felix“ in Tel Aviv steht seit 70 Jahren im Dienste ihrer Kunden


  • Vor 70 Jahren eröffnete die „Garage Felix“ in Tel Aviv.
  • Nur 15 Jahre später ist sie der führende Volkswagen Händlerbetrieb in Israel.
  • Mit ihren 100 Beschäftigten ist die „Garage Felix“ bis heute ein erfolgreicher Händlerbetrieb im Herzen der israelischen Metropole.

In Tel Aviv öffnete im April 1946 eine kleine Werkstatt ihre Tore.  Die Autos wurden damals oft auf dem Bürgersteig vor dem Haus repariert, weil in der Werkstatt selbst nicht genug Platz war. Dies war der Nukleus des bis dato sehr erfolgreichen Volkswagen  Händlerbetriebes in Israel, der bis heute als „Garage Felix“ unter dem Vornamen ihres Gründers Felix Burian firmiert.

Als Felix Burian auf der Flucht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten mit seinen Eltern im Jahr 1938 nach Palästina kam, war noch lange nicht abzusehen, dass er einmal  der „Mister Volkswagen“ Israels werden würde. Die jüdische Familie aus Wien fand sich in ungewohnten Verhältnissen wieder, und der bald 14-jährige Felix entschied sich pragmatisch für eine Ausbildung zum Mechaniker – er arbeitete  in verschiedenen Werkstätten, die allesamt von Einwanderern aus Deutschland geführt wurden, und erlernte sein Handwerk. Als er sich gemeinsam  mit einem Geschäftspartner 1946 selbstständig machte, hatte er bereits vielfältige Erfahrungen gesammelt.

Die Werkstatt von Burian und seinem Partner Cornfeld boomte. Die Kunden schätzten den professionellen Service. Deshalb fiel der Betrieb den Vertretern der Volkswagenwerk GmbH auf, als sie 1959 auf der Suche nach Partnerbetrieben durchs Land reisten, in dessen Straßen damals noch nicht einmal 50.000 Autos fuhren. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse galt Israel als Zukunftsmarkt. Volkswagen seinerseits genoss in Israel hohes Ansehen, was nicht zuletzt an der stets wachsenden Zahl privater Fahrzeugimporte erkennbar war. Zudem wollten viele Werkstätten Volkswagen Werkstatt werden.

Burians Werkstatt war ab 1960 einer von fünf geplanten Betrieben landesweit: Zwei befanden sich in Tel Aviv, zwei in Haifa und einer sollte in Jerusalem entstehen. Der Händlervertrag brachte Vorteile beim Erwerb von Spezialwerkzeugen und höhere Rabatte beim Erwerb von Neufahrzeugen, um das Interesse am Verkauf von Neufahrzeugen zu unterstützen. Wie stets, wenn Volkswagen in einem neuen Markt die Herzen der Menschen und für sich steigende Absätze gewinnen wollte, standen den Händlern Berater zur Verfügung, die bei allen Fragen vom Erscheinungsbild des Händlerbetriebs bis zum Kundenservice unterstützten.

Felix Burian mit den Mitarbeitern seines Betriebes. Ihr engagierter Service wurde von den Kunden hoch geschätzt.

Felix Burian mit den Mitarbeitern seines Betriebes. Ihr engagierter Service wurde von den Kunden hoch geschätzt.

Generalimporteur Mordechai Auerbach, der Volkswagen aus Belgien importierte, geriet jedoch geschäftlich stark unter Druck und die angeschlagene Liquidität des Generalimporteurs führte dazu, dass bereits von den Kunden bezahlte Fahrzeuge durch den Importeur nicht beim Zoll ausgelöst werden konnten. In dieser Situation mussten die Händler in die eigenen Taschen greifen, um ihre Existenz zu retten. Burian: „Und da habe ich die Fahrzeuge erneut bezahlt, es waren ja meine Kunden, die wären weg gewesen.“ Burian nahm Geld auf zur Auslösung von Fahrzeugen und Ersatzteilen aus dem verpfändeten Depot Auerbachs. Das Vertrauen in den insolventen und kopflos agierenden Generalimporteur war erschüttert. Die Volkswagenwerk Aktiengesellschaft  setzte daher 1965 einen neuen Generalimporteur ein. Mit der Entscheidung für Aaron Guthwirt und seine Champion Motors (Israel) Ltd. fiel die Wahl auf ein Unternehmen, das in Wolfsburg wegen seiner Funktion als Generalimporteur bereits für Malaysia und Singapur gut bekannt war.

m07-gallery01

Garage Felix verkauft auch immer ein bisschen Geschichte mit.

Mit dem bis heute in Israel tätigen Importeursunternehmen verbesserte sich die Lage. Auch für die „Garage Felix“ brachen erfolgreiche Jahre an. Sie wurde geradezu zum Synonym für Volkswagen in Israel. Wurden 1966 noch knapp 700 Fahrzeuge nach Israel exportiert, so waren es drei Jahre später bereits annähernd 5.500.

VW Anzeige der gaarge Felix in Tel Aviv auf deutsch.

VW Anzeige der gaarge Felix in Tel Aviv auf deutsch.

Felix Burian erinnert sich gerne an seine Zeit mit Volkswagen. „Zufriedene Kunden, das mag doch jeder“, sagt er verschmitzt und fügt hinzu: „Schließlich haben wir gute Produkte zu verkaufen!“ Er übergab seinen Anteil an der „Garage Felix“ im Jahr 2000. Allerdings: Ganz loslassen kann Felix Burian auch mit über 90 Jahren nicht: Zuweilen schaut er in der Werkstatt vorbei. Die neuen Besitzer Amir Turner und Rahamim Eliakim und ihre Mitarbeiter begegnen ihm mit Respekt und Zuneigung. Sie setzen die Tradition fort, was insbesondere zehn ihrer Kunden zu schätzen wissen, die der „Garage Felix“ und Volkswagen bereits seit 50 Jahren die Treue halten.

Seit 67 Jahrenb verheiratet. Felix und Netty Burian leben in Tel Aviv.

Seit 67 Jahrenb verheiratet. Felix und Netty Burian leben in Tel Aviv.

 

logo_bugazine

Bist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche? Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

Bildschirmfoto 2016-04-11 um 09.42.41

Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #9


Der Paradigmenwechsel zeichnete sich bei Porsche 1976 ab. Front- statt Heckmotor, Wasser- statt Luftkühlung. Drei Jahre nach VW schien Porsche im modernen Automobilbau angekommen zu sein und die Nähe zum VW Käfer verlassen zu wollen. Den Motor im 924er übernahm man aus dem VW-Konzern von Audi, für das Unternehmen hatte man 1933 den Auto Union Grand Prix Rennwagen mit 16-Zylindermotor konstruiert. Alles schien irgendwie in der Familie zu bleiben.  Welche eigene Kraft allerdings die Marke Porsche und die Fahrzeuge haben, das kann man wieder einmal zur Saisoneröffnung in der Porsche Klassik #9 erfahren.

Das Zeitfenster eröffnet einen wunderbaren Blick auf den Porsche 718 RSK mit Ricardo Rodriguez in der Steilkurve auf dem Meadowdale Raceway im Jahr 1959. Mit dem 718 RSK sind wir eigentlich schon mittendrin im Thema des Heftes. Dem Mittelmotor.

Das Mittelmotor-Spezial widmet sich eines geschichtlichen Abrisses dieser Motoranordnung bei Porsche. Das beginnt 1953 mit dem 550 Spyder und geht weiter zu den 718er Modellen. Während diese noch für die Rennsporterfolge aufgelegt werden, sollen deren Nachfolger, der 914/6 und der Boxster Geld in die Kasse spülen. Der Reiz des Mittelmotors liegt in seiner Auswirkung auf das Fahrverhalten. Und das macht bei Porsche ja von jeher seinen ganz besonderen Reiz aus. Auf geht’s auf grosse Fahrt.

In der Cover-Story hatte Porsche-Klassik das Glück und das Vergnügen einen ganz besonderen Porsche zu besuchen. Während Janis Joplin nämlich einen Mercedes-Benz vom lieben Gott  besang, fuhr sie lieber ein 356er SC-Cabriolet aus der Stuttgarter Nachbarschaft, das sie sich im typisch psychedelischen Hippie-Look der 60er Jahre lackieren liess. Der Gebrauchtwagen der Hippie-Ikone kam nach unbekannt unter den Hammer. Sicher wird er irgendwo wieder auftauchen. Bis zum Wiedersehen muss die Story in Porsche Klassik reichen.

Bildschirmfoto 2016-04-11 um 18.16.40

Hippie-Look in den 60ern, Sponsorfarben in den 70ern. Statt Miitelmotor nun Transaxle. Die Rede ist vom 924er, der bereits im ersten Modelljahr mit einem Sondermodell anlässlich des Gewinns der Sportwagen-WM beehrt wurde. Die weissen Fahrzeuge waren aussen mit Klebern im Look des Motorsportsponsors Martini verziert, ein Look, der sich auch innen auf Sitzen und Polstern fortsetzte. Obwohl das alkoholische Getränk nie genannt wurde, ist das limitierte Sondermodell in der Szene als Martini-Porsche bekannt. Porsche Klassik nimmt uns mit auf eine Zeitreise.

Eine Zeitreise der besonderen Art bietet das Louwman Museum in Den Haag an. Hier werden die originalen Porsche der Rijkspolitie ausgestellt. Ob 356er Cabriolet, 911 Tara oder 924er, in den Niederlanden konnte man auf den Autobahnen nicht entkommen. Über 500 Porsche waren während 35 Jahren dort im Einsatz. Schnell und autoritär. Die Geschichte der Autobahngeschichte beginnt ab Juli im Museum in den Niederlanden und beleuchtet einen interessanten Aspekt der Porsche Geschichte.

Hinter den Kulissen bei Porsche war früher Otto-Ulrich Filius tätig. Im Rückblick stellt Porsche Klassik den ehemaligen Chefverkäufer auf dem nordamerikanischen Markt vor, der sich einen Dienstwagen in Zwetschgenbalu-Metallic über de Atlantik schippern liess. Wieso, weshalb und warum, das ist schon eine ebenso interessante Geschichte.

Gefeiert wird auch: 100 Jahre Targa Florio. Dieses Langstreckenrennen über die Landstrassen Sardiniens war jahrzehntelang einer der Saisonhöhepunkte im Sportwagenrennen-Kalender. Und Porsche war fast von Anfang an dabei, nämlich schon 1922 mit dem von Porsche konstruierten Austro-Daimler „Sascha“. Natürlich siegreich. Wie auch die späteren Wagen von Porsche auf der Insel.

Apropos Sportwagenrennen: niemand hat dieser Seite des Motorsport so ein Denkmal gesetzt wie Steve Mc Queen im Film-Epos „Le-Mans. Siegfried Rauch, alias Erich Stahler und Konkurrent von Michael Delaney, den Mc Queen spielt, erinnert sich an seine Freundschaft mit dem amerikanischen Filmstar und einen Besuch in Bayern als Steve gar nicht mehr von Schweinebraten mit  Knödeln weg wollte.

Das und noch viel mehr gibt es für € 8,00 an jedem Kiosk, wenig Geld für viel Kraft und einen schönen Überblick über die Paradigmenwechsel von Porsche. Nicht nur beim Frontmotor.

logo_bugazineBist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche? Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

Bildschirmfoto 2016-03-25 um 09.52.31

Neu am Kiosk: VW Classic #12. Das Magazin für historische Volkswagen.


Was? Schon wieder eine neue Ausgabe von VW Classic am Kiosk? Dann wird es höchste Zeit, die Winterarbeiten fertig gebracht zu haben. Schliesslich weisen Ausgaben mit geraden Nummern auf den Frühlingsanfang hin , Ausgaben mit ungeraden Nummern kündigen hingegen den Herbst und die salzige Jahreszeit an. Solche Gegensätze ziehen sich auch durch die Historie von Volkswagen. Luft- oder wassergekühlt, Heck- oder Frontantrieb, Limousine oder Cabriolet, Transporter oder Bus. Das aktuelle Heft wird dieser Geschichte mit spannenden Stories und anspruchsvoller Fotografie gerecht. Die erste Ausfahrt kann kommen.

Die Ausgabe Nummer 12 ist dem Käfer-Nachfolger gewidmet: dem Golf, genauer gesagt, dem Wolf im Golfpelz, besser als GTI bekannt. Interview mit ehemaligen Managern und Technikern beschreiben die Erfolgsstory der Generationen  1 bis 4.

Die Aufmacher Story führt passend zur Jahreszeit mit dem T2-Camper von Westfalia nach Mumbai in Indien. Aber der Bus muss die Fernreise ohne uns antreten: er ist bereits da. Und gehört einer indischen Familie, die sich damit einen 30 Jahre währenden Traum erfüllte.

Tuning war bereits zu luftgekühlten Zeiten en vogue. Mattschwarze Haube, Talbot-Spiegel und ganz sportlich auch mit Frontspoiler. Der wurde übrigens im Hause „Kamei“ erfunden und sollte dem Auftrieb an der Käfer Vorderachse im Zaum halten. VW Classic besucht einen Sammler, der die Kreationen von Karl Meier sammelt.

Ganz im Gegensatz zum einfachen Tuning von Kamei war es um die Rometsch Modelle bestellt. Diese seltenen Sonderkarosserien der 50er Jahre aus Berlin waren seinerzeit ungefähr so teuer wie ein 356er und ihre Besitzer nicht minder prominent wie die Rometsch Modelle selbst. Das VW-Sammler Gespann Grundmann (Vater und Sohn) haben nun das Rometsch Erbe in einem Museum zusammen getragen….Wunderschön.

Während die Rometsch Banane etwas für Kenner war, sollte der Fridolin einfach nur ein Packesel sein. Im Auftrag der Deutschen Post entwickelte und fertigte VW gemeinsam mit Westfalia und Karmann den Typ 147, den sich auch die Schweizer Post in den Fuhrpark der Alpenrepublik stellte. Eine schöne Entwicklungsgeschichte abseits vom Käfer-Alltag bei VW in den 60ern.

Bevor ein T1 Barndoor wieder auf die Strasse rollt, musste er erstmal entdeckt werden. Zufällig aufgenommen Bilder aus Griechenland lösen eine wilde Suche aus, die mit dem Kauf eines T1 aus dem ersten Baujahr belohnt wird. Vor der Restaurierung beginnt die Geschichte mit dem Aufspüren und Retten eines ganz frühen Barndoor Busses auf der Insel Samos, die Restaurierung wird dagegen ein Kinderspiel.

Darüber hinaus viel Wissenswertes aus der Szene, u.a. die Reportage über

  • das VW Käfer Treffen in Döbeln
  • die Modellautos des Typs Karmann Ghia
  • sowie News, Jubiläen, Veranstaltungen und Tipps aus der Community.
  • Für die Wasserkühler: U.a. das GTI Treffen am Wörthersee ganz im Sinne der drei Zeichen: 40 Jahre GTI:
  • Dazu wie immer viele Tipps aus der Szene: Teile, Bücher, Treffen

Das aktuelle Heft ist für den Preis von € 6,90 an jedem Kiosk erhältlich. Die erste Ausfahrt kann wirklich kommen.

LOGO_bugazine

Bist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche?  Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

?Heute vor 70 Jahren ? Dr. Hermann Münch wird erster Haupttreuhänder und Generaldirektor von Volkswagen"

26. Februar 1946: Vor 70 Jahren – Dr. Hermann Münch wird erster Haupttreuhänder und Generaldirektor von Volkswagen


Im Dezember 1945 erfolgt unter britischer Regie der Serienstart der Volkswagen Limousine. Daher setzt das britische „Board of Control“ am 26. Februar 1946 den Wirtschaftsjuristen Dr. Hermann Münch als Haupttreuhänder ein. Am 17. Juni 1946 übernimmt Münch zugleich die neugeschaffene Position des Generaldirektors.

Der am 20. März 1885 im westfälischen Iserlohn geborene Münch arbeitet nach Schule und Jurastudium in Anwaltskanzleien und als Industrieanwalt. Der promovierte Rechtswissenschaftler und erklärte Gegner des Nationalsozialismus soll bei der Volkswagenwerk GmbH für geordnete Strukturen und eine klare Aufgabenverteilung sorgen. In seiner Doppelfunktion wirkt Münch eng mit Major Ivan Hirst, dem Senior Resident Officer der britischen Militärregierung, und der im November 1945 erstmalig gewählten Betriebsvertretung zusammen.

Konsensorientiert und im Finanzbereich kompetent, engagiert sich Münch für die etwa 7.000 beschäftigen Arbeiter. Er setzt sich vor allem für die Beschaffung von Wohnraum ein. Der Teamgeist zwischen Militärregierung und deutschem Management, Pragmatismus, Optimismus und unermüdlicher Aufbauwille tragen dazu bei, dass die Produktionszahlen allmählich steigen. Am 14. Oktober 1946 läuft der zehntausendste nach Kriegsende gefertigte Volkswagen vom Band.

Die von Münch mit dem Betriebsrat ausgehandelte und am 10. Mai 1947 in Kraft tretende Betriebsvereinbarung sichert den Arbeitnehmervertretern erweiterte Mitbestimmungsrechte zu. Den Übergang in die Wirtschaftswunderzeit hat Dr. Hermann Münch gut vorbereitet.

Auf Münch folgt am 1. Januar 1948 der Automobilmanager Heinrich Nordhoff. Seine Nachfolger sind Kurt Lotz, Rudolf Leiding, Toni Schmücker, Carl Horst Hahn, Ferdinand K. Piëch, Bernd Pischetsrieder, Martin Winterkorn und Matthias Müller.

Abenteuer Kindergeburtstag im Bulli ein echtes Abenteuer für Kinder.


20150822_191525.jpg

Schon mancher Kindergeburtstag wurden mit dem Bulli zum Highlight. Wer so angereist kommt, den begrüssen garantiert leuchten Kinderaugen. Dann heisst es nur noch Schiebetüre auf und ein freudiges «Bitte einsteigen.» und das Abenteuer beginnt.

20150822_191544.jpg

Mit voller Tatendrang geht’s zum Beispiel richtung Napf im Luzerner Hinterland. Dort angekommen, baut man Tipi und Zelte auf, erfindet Spiele im Grünen, backt Schlangenbrot und erzählt Geschichten am Lagerfeuer, was einjedes Kinderherzen höher schlagen lässt.

Aber auch die etwas ältere Generation freut sich genauso über gemütliche Abende im Grünen, vor dem Bus zu sitzen und den Alltag zu vergessen, um bis spät in die Nacht den Sterne zu zu schauen. Vielleicht übernachtet man sogar unter freiem Himmel?

Das Reisen im Bus weckt bei so manchem die Lust auf mehr – mehr Natur, mehr Freiheit und mehr Abenteuer.

Möchten Du dieses Erlebnis Deinem Kind oder Dir selbst schenken, dann findest Du Mietmöglichkeiten und weitere Informationen unter: vw-bus-miete.ch

Das bUGbUs.nEt Team wünscht viel Spass beim Unterwegssein.

 

 

LOGO_bugazineBist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche? Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

Werksschild Wolfsburg Motor Works.

Vor 70 Jahren: Produktionsstart des VW Käfer.


Kurz nach dem ersten Nachkriegsweihnachten 1945 liefen die ersten Fahrzeuge des Volkswagen Typ 1 vom Band, dem am Ende mehr als 21 Millionen Käfer folgen sollten. Bis Jahresende 1945 waren es aber nur insgesamt 55 Fahrzeuge. Der Beginn der Serienproduktion erfolgte recht improvisiert und in den folgenden Monaten erschwerte die Mangelsituation die Produktion. Doch die ersten Fahrzeuge setzten ein sichtbares Zeichen für Hoffnung und Neubeginn in der britisch kontrollierten Autofabrik.

Bis  Kriegsende 1945 waren gerade mal 630 der so genannten KdF-Wagen gefertigt worden. Die zu ihrer Produktion errichtete moderne Fabrik im heutigen Wolfsburg wurde während des Zweiten Weltkriegs Teil der deutschen Rüstungswirtschaft und erzeugte vor allem militärische Güter. Am 11. April 1945 von amerikanischen Truppen besetzt, übernahm die britische Militärregierung im Juni 1945 die Treuhänderschaft über das Werk mit seinen rund 6.000 Beschäftigten.

Serienproduktion der Volkswagen Limousine.

Serienproduktion der Volkswagen Limousine.

Der eben als Senior Resident Officer eingesetzte 29-jährige Standortverantwortliche Major Ivan Hirst erwirkte am 22. August 1945 einen ersten Auftrag über 20.000 Limousinen, der der Fabrik und den Menschen eine Zukunft gab und Demontagen verhinderte. Die Fahrzeuge waren vor allem für alliierte Stellen, aber auch für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land gedacht. Die Produktion verharrte 1946/47 zumeist bei 1.000 Fahrzeugen im Monat. Privatleute kamen in nennenswerter Zahl erst nach der Währungsreform im Juni 1948 zum Kundenkreis.

Bis heute sind die britischen Wurzeln von Volkswagen spürbar, denn die Briten stellten die Fabrik auf Zivilfertigung um und achteten auf die Qualität der Fahrzeuge. Sie legten großen Wert auf Service und Kundennähe und knüpften ein Händlernetz, das 1948 bereits alle drei Westzonen umspannte. Mit dem Start des Exports im Oktober 1947 internationalisierte sich das Geschäft. Die ersten Betriebsratswahlen im November 1945, kaum ein halbes Jahr nach Kriegsende, brachte die demokratische Partizipation ins Werk. Als die Volkswagenwerk GmbH im Oktober 1949 in deutsche Hände übergeben wurde, befand sich das Unternehmen in einer Pole Position für den Start ins so genannte Wirtschaftswunder.

Portrait vom Britischen Senior Resident Officer Major Ivan Hirst.

Portrait vom Britischen Senior Resident Officer Major Ivan Hirst.

„Volkswagen hatte großes Glück, dass die robuste Limousine der britischen Militärregierung die Erledigung ihrer Verwaltungsaufgabe erleichterte und dass mit Ivan Hirst der richtige Mann die Verantwortung vor Ort trug. Der kluge Pragmatiker gab der Fabrik und der Belegschaft eine Vision, indem er britische Soldaten und deutsche Mitarbeiter gleichermaßen motivierte, aus der darniederliegenden Fabrik ein erfolgreiches Marktunternehmen zu machen. Er wusste um die Qualitäten der Volkswagen Limousine und brachte ihn auf die Straße,“ fasst Dr. Manfred Grieger, Leiter der Historischen Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft zusammen.

Der Käfer trug entscheidend zur Demokratisierung der Mobilität bei, war später in vielen Ländern zu Hause und etablierte sich zu einem wichtigen Botschafter und Sympathieträger Deutschlands. Zuletzt noch im mexikanischen Puebla produziert, wurde die Fertigung nach mehr als 21 Millionen Fahrzeugen Ende Juli 2003 eingestellt. Als automobile Ikone erreichte der Käfer die Herzen vieler Millionen. Seine charakteristische Silhouette wird überall erkannt.

logo_bugazineBist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche? Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

POC_2015_02_Titel_web

Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #8


Wie facettenreich die Geschichte von Porsche ist, wird einem spätestens klar, wenn man die Herbstausgabe des Porsche Magazins in Händen hält. Wenige Modellreihen nur, und trotzdem gibt es die Faszination Porsche. Woran das liegt? An der feinmaschigen Geschichte des Hauses und seiner Produkte gepaart mit grossen Namen seiner Fahrer – oder einfach der Liebe ihrer Besitzer. Und um die geht es in Porsche Klassik #8 von der ersten bis zur letzten Seite 130. Achtung der Zünschlüssel sitzt links.

Am Start im Zeitfenster das Debut des 928 als Pacecar in Le Mans. Gerade ein Jahr auf dem Markt fährt er in der Einführungsrunde den 936ern vornweg. Trotz des Porsche Packcars wird es nicht zum Gesamtsieg reichen. Das war es auch schon mit den Wassergekühlten, ab jetzt kühlt das Heft mit Luft.

Die Titelgeschichte fährt den 959 vor, der als „Gruppe B“-Studie auf der IAA 1983 den Porsche Stand zierte. Die Gruppe B war insbesondere im Rallye Sport der ultimative Hammer, im Grunde genommen die sportliche Lizenz des technisch Möglichen auszureizen. Während der ebenfalls auf der IAA 1983 präsentierte Audi Sport quattro im Jahr drauf auch gleich zum Angriff in der Rallye WM blies, nahm man sich bei Porsche noch ein wenig Zeit, um das Aushängeschild des Hauses auf Alltagstauglichkeit zu polieren. Die ganze Geschichte über 11 Seiten zur DNA des 959 liest sich nicht nur gut. Sie ist es auch.

Gelassener geht es beim Mauerblümchen in der Porsche Geschichte zu. Anstatt dem 912 das Image des Ausputzers im Programm anzuheften, wird dem Reiz des legitimen Nachfolgers vom 356er bei einer Ausfahrt von vier sehr unterschiedlichen Modellen nachgefahren. Darunter der erste Porsche von Elke Sommer und ein wunderbarer SW Targa.

Apropos Ausfahrt. Unter GTS Routes bietet Porsche eine App für unverfälschten und puren Fahrspass an. Die kostenlose App bietet kurvenreiche Strassen dieser Erde zum Nachfahren und Erleben an. Und wer Lust hat, zeichnet seine Lieblingsstrecke auf und verfasst seinen eigenen GTS Moment, um ihn mit Freunden und Nutzern der App zu teilen. Porsche Klassik fuhr mit einem 911 Cabriolet auf der Deutschen Alpenstrasse von Lindau am Bodensee bis nach Berchtesgaden am Königssee.

Und weil man da schon in den Bergen ist, widmet sich das Kapitel Motorsport der Teilnahme bei der Berg-Europameisterschaft von Porsche einer 13-seitigen Huldigung. Bergrennen waren kurze, knallharte Sprintrennen über wenige KM, auf der einen Seite an der Felswand entlang, auf der anderen lauerte der Abgrund. Leichtgewichte waren hier im Vorteil und so zaubert Porsche bei den Wettkämpfen gegen Ferrari, Abart und BMW mit immer exotischeren Material immer leichtere Fahrmaschinen hervor, deren Leistungsgewicht jenseits von Gut und Böse liegen. Zahlreiche Bilder aus der Epoche runden den Artikel ab.

MehrKm auf dem Buckel hat dagegen der 64er 356er eines amerikanischen Porsche Fans. Der Zähler am Tacho steht kurz vor dem Wechsel auf die Million. Seine Geschichte von 1968 in der Hand des Besitzers ist eine Liebesgeschichte im betagten Alter der beiden. Wobei der Porsche seinen Besitzer wohl überleben. wird.

Noch keinen alten Porsche in der Garage. Dann bei Early 911 vorbei schauen. In Dortmund sammelt und restauriert jemand bis zur Perfektion luftgekühlte Porsche aus dem ebenfalls gesammelten Fundus. Seine Spezialität im Porsche Himmel. Ausgefallene Modelle aus aller Welt.

Daher kamen auch die meisten Porsche zur Rennsport Reunion in Laguna Sec zusammen. Unter dem Motto »Legends aus Le Mans« brachte Porsche acht Modelle aus dem eigenen Fundus mit. Die restlichen Stars platzierten Fans der Marke aus aller Welt an die Strecke. Le Mans Stars wie Stuck, Bell, Ickx, Elford oder Piper liessen es sich nicht nehmen als Le Mans Legenden selbst in Lenkrad zu greifen.

Wenn Walter Röhrl ans Lenkrad, oder besser ins Lenkrad greift, geht es meistens ans Limit. Diesmal vergleicht der zweifache Rallye Weltmeister einen 964er Carrera 2 mit dem Carrera 4 und klärt über die Vorzüge des Allradantriebs jenseits der elektrischen Helferlein auf. Sein Fazit:« Allrad ist eine grosse Evolution«.

Ohne Drehmoment geht es ins Porsche Museum zu einem 911 2.4 S Sportomatic aus dem Jahr 1972, der eigentlich ein verwunschener 911 2.7 RS ist – mehr oder weniger.

Neugierig geworden. Ausserdem gibt es:
Unterwegs im 911 turbo bei der Paul-Pietsch-Klassik
Passend zur Zeit: Automobile Geschenke zu Weihnachten
Eine Fotosession mit RenLé Staud.

Ehrlich gesagt, schneller kann man für € 5,90 nicht an jedem Kiosk in die Geschichte von Porsche einsteigen.

logo_bugazineBist Du auf der Suche nach einem luftgekühlten VW oder Porsche? Besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–