Neu am Kiosk: Käfer Revue – # 1/18.


Die Käfer Revue ist das einmal jährlich erscheinende Sonderheft der Guten Fahrt, und widmet sich den luftgekühlten Klassikern von Volkswagen. Pünktlich zum Saisonbeginn am 1. Mai auf dem Maikäfertreffen liegen die druckfrischen Exemplare auf und richten sich an die begeisterte Fangemeinde. Schliesslich ist der VW Käfer Deutschlands beliebtester Klassiker. Eine knuffig-liebenswerte Form, ein anspruchsvolles Wesen und das kultige Schnattern des luftgekühlten Boxers im Heck lassen Käfer & Co. die Herzen zufliegen. In der Käfer Revue finden originale Pretiosen genauso eine Plattform wie frisierte Wolfsburger und Hannoveraner. Detaillierte Berichte und Tipps zu deren Wartung und Reparatur verhelfen den alten Schätzchen zu einem langen Leben. Tuning-Tipps und spannende Reportagen renommierter Motor-Journalisten runden die Pflichtlektüre für VW-Fans gekonnt ab. 

VW Export von 1952 mit Rheumaklappen. Die Geschichte einer Ostseeliason.

Coverstory und Aufmacher ist der VW Käfer Lieferwagen wie es ihn vom Werk nie gab, aber hätte geben können. Immerhin hatte Porschemit dem Typ 82/L bereits für die interne Werksnutzung einen Variant gebaut. In Norwegen wurde so ein Käfer nun auf die Räder gestellt. Mit flachem Typ 3 Motor, damit auch eine ebene Ladefläche möglich ist.

Flach und sportlich kommt der Karmann Ghia GSR daher. GSR, da schnalzen die Kenner mit der Zunge, Gelb Schwarzer Renner, das war doch das sportliche Käfer Sondermodell von 1973 – aber Karmann Ghia? Doch scheinbar war in Wolfsburg auch für den Karmann eine Sonderserie für den schleppenden Absatz in den USA geplant, die zwar zu einigen Vorserienexemplaren aber keiner Sonderserie führte. Durch Zufall wurde nun so ein Exemplar entdeckt.

Karmann Ghia GSR. Mit Weltmeisterfelgen, gelber aussenfarbe und schwrzen Zierstreifen. Wroooar trotz 47 PS.

Der grösstmögliche Zufall in der Klassikerszene ist der Scheunenfund. So verwandelte sich in vier Jahren Restaurierung ein T1 von 1965 in den Traumzustand 1+. Ein Loblied auf die Hartnäckigkeit und Zähigkeit seiner Besitzer, die diesem T1 einige sehr individuelle Goodies zu gute kommen liessen.

Individuell kann man auch den pinkfarbenen Typ 3 Variant bezeichnen, der in Los Angeles seine Runden drehte. Eine knallig-poppige Farbe auf einer chrombefreiten Karosserie. Cal Look als kunstvolles Automobilverständnis. Ein schriller Look der 80ies, der auch heute noch immer geht – oder erst recht noch geht.

Zwei Camper aus den USA. Im Ausbau an Westfalia orientiert sind sie ganz schön fancy.

Dazu Tipps und Termine aus der Szene. Schrauberhilfen und viele, viele weitere Stories um luftgekühltes aus Wolfsburg, Hannover, Osnabrück und dem Rest der Welt. Mehr als 130 Seiten für € 6,90 am Kiosk. Abgefahren.

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Rückkehr ins Rampenlicht – Die Restauration eines Typ 3 Cabriolet Prototyps


Damit hatte wohl niemand gerechnet: Die Bestandsaufnahme bei der Übernahme der Fahrzeugsammlung von Karmann in Osnabrück fördert einen wahren Schatz der Volkswagen Automobil-Geschichte zu Tage – eines von zwei verbliebenen Prototypen des Volkswagen Typ 3 Cabriolet von 1961. Dass diese Rarität erhalten werden muss, steht für Volkswagen Classic außer Frage. Und so nimmt sich Klaus-Dieter Ulrich, Koordinator der Automobilsammlung Volkswagen Osnabrück, in Zusammenarbeit mit erfahrenen Restaurateuren voller Eifer der Wiederherstellung des seltenen Cabriolets an.

Das Volkswagen 1500 Cabriolet war als 4- bis 5-Sitzer konzipiert und besticht auch heute noch durch sein – trotz großer Panorama-Heckscheibe – vollständig versenkbares Verdeck.

Mittelklasse-Cabriolet: ein Konzept, das seiner Zeit voraus war

Platz für vier bis fünf Personen, eine zeitlos elegant gestreckte Silhouette und ein vollständig versenkbares Verdeck mit ungewöhnlich großer Heckscheibe: Die offene Version des Volkswagen 1500 (Typ 35) sorgte 1961 auf der 40. IAA für großes Aufsehen. Allerdings nicht nur, weil es Volkswagen schaffte, den Prototyp bis zur Präsentation tatsächlich geheim zu halten, sondern weil vor allem das Konzept überzeugte: Dank üppigen Platzangebots sollte das Typ 3 Cabriolet nicht nur die Urlaubsreise mit der Familie komfortabler machen. Mit seiner aufwendigen Verdeck-Konstruktion brachte das elegante Cabriolet vor allem bezahlbaren Luxus in die Mittelklasse. Es war die gelungene Symbiose bewährter, weiter verfeinerter Volkswagen Technik und unerreichter Karmann-Expertise im Verdeck-Bau. Warum das Cabriolet nie in Serie ging, bleibt bis heute ein Geheimnis.

Eines der beiden verbliebenen Typ 3 Cabriolet bewährte sich jahrelang als Alltagswagen des ehemaligen Karmann-Entwicklungs-Chefs.

Chef-Entwicklers Liebling

Rund ein Dutzend Prototyp-Karossen verließen damals das Werk des Osnabrücker Cabrio-Spezialisten Karmann. Doch nur zwei Exemplare überstanden die folgenden vier Jahrzehnte. Wie sich bei der Prüfung der Fahrgestellnummer herausstellt, ist dieser Prototyp jedoch ein ganz besonderes Exemplar – mit erstaunlich ausgereiften Alltagsqualitäten: Es handelt sich um den Dienstwagen des damaligen Karmann-Entwicklungs-Chefs Johannes Beeskow, seinerzeit zugelassen mit dem Kennzeichen OS-KA 77. Nach der Erprobungsphase bewegte Beeskow den Wagen im Osnabrücker Alltagsverkehr. Nach der Abmeldung des Cabriolets im Jahre 1969 ging der Prototyp in die Sammlung von Karmann über.

Die Seitenschweller wurden für den Prototyp speziell gefertigt. Die durch den Rost zerfressenen Teile konnten nicht einfach ersetzt, sondern mussten aufwendig nachgebildet werden.

Proto-typisch: In 40 Jahren Tiefschlaf nagt der Zahn der Zeit

Der jahrzehntelange Stillstand ging an der schlafenden Schönheit nicht spurlos vorbei, was sich vor allem an typisch anfälligen Karosserieteilen offenbart. Volkswagen Classic und Klaus-Dieter Ulrich koordinieren die Restauration in Zusammenarbeit mit einem Classic Competence Center. Besser erhaltene Partien der Karosse können die Restaurateure strahlen, um Lack und Rost schonend zu entfernen. Die Seitenschweller hingegen wurden komplett nachgebildet: „Kotflügel oder Haube wären ersetzbar, die vom Rost zerfressenen inneren Schweller mussten jedoch in akribischer Detail-Arbeit nachgebildet werden. Da steckt richtig viel Handarbeit drin“, erklärt Ulrich.

Aus der Not eine Tugend gemacht

Ziel einer Restauration ist meistens die Erhaltung des Originals, auch wenn der Austausch durch Neuteile zweifelsohne einfacher wäre. Diese Frage stellt sich den Restaurateuren im Falle des Typ 3 Cabriolet allerdings nicht, denn viele Teile des Prototyps sind niemals in Serie gegangen. Das Team muss einen Großteil der Komponenten erhalten, vor allem das Verdeck und seine Mechanik verlangt den Restaurateuren des Classic Competence Centers ihre ganze Expertise ab: Die einzigartige Karmann-Mechanik war für einen Wagen der 1960er-Jahre sehr kompliziert, die Panorama-Heckscheibe ungewöhnlich groß. Die Mühe hat sich gelohnt: „Das Verdeck funktioniert heute genauso wie zu seiner Präsentation auf der IAA 1961″, bestätigen die Experten von Volkswagen Classic.

Elektrik, Motor und Getriebe wurden ebenso grundlegend überholt wie das gesamte Fahrwerk des Typ 3 Cabriolet.

Chrom ist das neue Gold

Es werden keine Mühen gescheut: Motor und Getriebe werden im Rahmen der Restauration komplett zerlegt und wiederaufgearbeitet. Den gleichen Aufwand betreibt das Classic Competence Center auch bei sämtlichen Fahrwerksteilen des Typ 35 mit viel Liebe zum Detail: Achsen, Bremsen, Lenkgetriebe – alles wird akribisch überholt. Dabei lässt das erfahrene Team rein gar nichts aus: Besonderes Augenmerk legen die Restaurateure auf die Kraftstoffanlage und die marode Elektrik: „Bei einem so umfangreichen Projekt geht man das Risiko kaputter Leitungen nicht ein. Sonst nimmt man zum Schluss den halben Wagen wieder auseinander, weil das Bremslicht oder ein Schalter nicht funktionieren“, scherzt Klaus-Dieter Ulrich. Wie sich beim Austausch mit einem Typ 3 Liebhaber herausstellt, hat man bei den Stoßstangen sogar Glück. „Solche speziell angefertigten, verchromten Teile kann man fast mit Gold aufwiegen“, zitiert Ulrich den kundigen Enthusiasten. Nach Aufarbeitung und einer frischen Chromschicht erstrahlen die elegant geschwungenen Stoßstangen und Zierleisten an der Außenhaut des Typ 3 Cabriolet in neuem Glanz.

Wie frisch vom Band: Die mühevolle Wiederherstellung der originalen Teile zieht sich bis in kleinste Details des Innenraums fort.

Ein Typ für die Sonnenstunden des Lebens

Rund zweieinhalb Jahre nahm die vollständige Restauration des Volkswagen Typ 3 Cabriolet in Anspruch. Das fertige Ergebnis der liebevollen Detailarbeit allerdings ist mehr als eine Entschädigung – da ist sich das ganze Team einig. Ulrich lächelt und schwärmt: „Der Höhepunkt für uns war zweifelsohne der Moment, in dem das in der Originalfarbe ‚Golfblau‘ lackierte Cabriolet das erste Mal mit geöffnetem Verdeck vor uns stand. Diesem wunderschönen Wagen wieder Leben einzuhauchen – das ist einfach überwältigend.“ Nach seiner Fertigstellung soll der Wagen aber keineswegs geschont werden, sondern endlich wieder fahren. Das frisch restaurierte Typ 3 Cabriolet soll zwar in der Automobilsammlung Volkswagen Osnabrück verbleiben, aber Volkswagen Classic will es natürlich auch wieder auf die Straße bringen. Zunächst, da sind sich alle Beteiligten einig, muss der generalüberholte Motor aber penibel eingefahren werden.

Lupenrein: Die liebevolle Restauration sieht man dem Cabriolet-Prototyp auch bei näherer Betrachtung an.

Am Ergebnis dürfen sich auch andere Volkswagen Fans erfreuen: Der Typ 35 Prototyp wird als Mitglied der Volkswagen Classic Fahrzeugsammlung durchaus zu sehen sein – und sogar die ein oder andere Klassiker-Rallye bestreiten. „Die unersetzbaren Stoßstangen kommen dann allerdings vorübergehend ab und werden ersetzt – da gehen wir kein Risiko ein“, betont Ulrich schmunzelnd.

Neugierige konnten den sehenswerten Prototyp bereits bei seiner Premiere auf der Techno Classica in Essen bewundern.

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Reisen auf eigener Achse – 30 Jahre California, mit dem Bus in die Freiheit.


Vor 30 Jahren kam der erste California auf den Markt. Es war der Start einer einzigartigen Erfolgsgeschichte. Volkswagen Nutzfahrzeuge feiert den Geburtstag der Reisemobil-Ikone auf der Techno-Classica in Essen (21. bis 25. März). Motto: „UNTERWEGS ZUHAUSE“. Ein Highlight ist dabei die Präsentation eines Ur-California im Neuwagenzustand – ein T3 des Jahres 1988.

Der California ist das erfolgreichste Reisemobil seiner Klasse, eine automobile Lebenseinstellung, ein Plädoyer für die Freiheit. Über vier Generationen wurden bislang 157.500 California verkauft. Ein wichtiges Detail verbindet dabei die Modelle von heute mit dem T3 der ersten Generation: das Aufstelldach. Ein Zelt in fast zwei Metern Höhe. Mehr braucht es nicht, um als California-Reisender wo auch immer auf der Welt zu sagen: „Home is where we park our camper“.

Retrospektive – die Ursprünge des California

Die Geschichte des California beginnt 1988 mit einem Reisemobil-Sondermodell auf der Basis der Transporter-Generation T3. Im Spätsommer wird dieser erste California auf dem Caravan Salon in Essen präsentiert. Es ist ein Jahr, durch das Whitney Houston die Globetrotter via Autoradio mit „One Moment in Time“
begleitet und Tom Cruise zusammen mit Dustin Hoffman in „Rain Man“ brilliert. In Deutschland ist Helmut Kohl Kanzler und in den USA Ronald Reagan Präsident.

Bestellt werden kann der erste California in den zwei Farben „Pastellweiß“ und „Marsalarot“. Die Interieur-Designer zeigen mit der weißgrauen und klar gestalteten Küchenzeile Stilbewusstsein. 39.900 DM kostet das Reisemobil. Der attraktive Preis, clevere Detaillösungen und die unverwüstliche Technik des Bulli machen den California sofort zum Bestseller – bereits im ersten Jahr sind 5.000 Exemplare verkauft. In der Folgezeit entwickelt sich der California vom Sondermodell zur eigenen Modellreihe, wird immer beliebter und überzeugt in nur drei Jahren 22.000 Reisemobilisten.

Der Wechsel vom T3 zum T4 gleicht im August 1990 einer technischen Revolution. Denn nach vier Jahrzehnten heckgetriebener Transporter mit Vierzylinder-Boxermotoren drehen die Nutzfahr-zeugspezialisten von Volkswagen den Spieß einfach um: Sie setzen den Motor nach vorn und treiben von dort aus die Vorderachse an. Damit ändert sich alles: das Design, das Fahrwerk, die Motoren und das Raumangebot. Vor allem im Heck gibt es nun deutlich mehr Platz. Und den nutzt der 1990 startende California T4 perfekter als jedes andere Reisemobil dieser Zeit aus. Slogan der Anzeigenmotive zur Markteinführung: „Hotel California. Ruhige Lage, komfortable Ausstattung, Panorama garantiert.“ Eine Anspielung an den Song der Eagles und das darin besungene Hotel in West-Hollywood. Wie „Hotel California“ wird auch der California T4 ein Hit und verkauft sich bis 2003 in rund 39.000 Exemplaren.

Es folgt mit dem T5 eine neue Komfortdimension der kompakten Reisemobile. Und doch bleibt auch dieser California dem innovativen Raumkonzept des Ur-California treu. Rund 55.000 mobile Menschen entscheiden sich bis 2015 für einen California T5, der längst der erfolgreichste Camper-Van seiner Klasse ist. Noch 2015 folgt der California T6; er stößt mit seinen zahlreichen Assistenzsystemen und maximaler Konnektivität die Tür in die Zukunft der Reisemobile auf. Auch dieser California wird zum Bestseller und bricht 2017 mit 15.155 Neuzulassungen den Jahresrekord der Modellreihe.

Fakt ist, dass die California von einst niemals zu gewöhnlichen Gebrauchtwagen wurden, sondern zu Klassikern ihrer Epochen reiften. In Deutschland erhalten die ersten California T3 gerade den Oldtimer-Status und damit das H-Kennzeichen. Die Chancen stehen gut, dass auch die folgenden Generationen in diese Hall of Fame der Klassiker aufgenommen werden. Denn alle California – ganz gleich ob Baujahr 1988 oder 2018 – besitzen Kultstatus. Und der ist zeitlos.

Wer übrigens beim Blick in die Bordküche des auf der Techno-Classica gezeigten California T3 Appetit bekommt, der ist auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Halle 7.0 ebenfalls bestens aufgehoben. Denn dort wird das „Volkswagen Originalteil“ serviert – die legendäre Currywurst. Mit in Essen dabei ist zudem ein „Becks“-Bulli von 1963 – an dem können sich die Messe-Besucher mit dem passenden Getränk zum „Volkswagen Originalteil“ versorgen.

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #13


Heckmotor, offen, luftgekühlt, sportlich. Das waren die Bausteine für den ersten Porsche, den 356/1, der 1948 noch vor den ersten Gmünd Coupés auf die Räder gestellt wurde. Der 356/1  war im Gegensatz zu den späteren 356ern noch mit einem Mittelmotor ausgestattet. Ein Konzept, das beim 914er wieder auftauchte. So kurz die Porsche Geschichte verglichen mit anderen Automobilherstellern auch sein mag, so anekdotenreich und voller Mythen ist sie. Und während bedeutende Marken vielleicht früher gegründet wurden, so verschwanden sie mit der Zeit auch wieder. Während Porsche im Grunde genommen eine stetige Erfolgsgeschichte ist, die auch etwas mit den vielen Fans in aller Welt zu tun hat. 70 Jahre Porsche Sportwagen. Das neue Porsche Klassik Magazin auf den Spuren der Marke und seiner Modelle.

Die ST-Modelle vom 911 waren Anfang der 70er Jahre die Werkssportwagen für die Privatfahrer. Verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Hubraum reizten das Reglement der verschieden Klassen aus und waren handfeste Gegner im Wettbewerb. Kein Wunder, dass auch der spanische Mineralölkonzern Repsol sich damals zwei solcher 911 ST 2.3 für die Ausstattung seines Rennteams anschaffte. Die Wirren der Geschichte beider Fahrzeuge in der Titelstory unterstreicht die Einmaligkeit von Porsche Fahrzeugen. Jedes Auto eine Geschichte. Und selbst wenn sie wie hier nur von der Replica eines der beiden genannten Fahrzeuge erzählt.

Porsche. Das ist auch ein Familienname. Dass der Name Piëch dabei gerne  unter den Tisch fällt, erstmal geschenkt. Das Portrait des Familienoberhaupts Wolfgang Porsche charakterisiert einen Mann, der seinen Weg stets ging… und selbst wenn es so aussah, dass er den Weg verlassen hatte. Er kam zurück, der Weg des Wolfgang Porsche.

Was wäre Porsche ohne den Adel. Zumindest ganz zu Beginn war der 356er nicht nur in deutsche  Adelshäusern das bevorzugte Sportgerät. Während die deutsche Wirtschaft lieber mit Zigarre im Mercedes kurvte, nahm es der Adel sportlicher und fuhr unter der Woche mit dem 356er zu Terminen und am Wochenende auf die Rennstrecke. Kein Wunder, dass auch Friedrich Herzog von Würtemberg einem 356er seines Jahrgangs verfallen ist, wie es ehedem sein Vater Carl war. Zwei, die zusammen gehören.

Muss es immer ein 911er sein. Spass haben kann auch einfach sein. Und günstig. Zum Beispiel mit einem frühen 924er. Gut zu wissen, ob das auserkorene Stück auch hält was es verspricht. Auf Besichtigung mit einem Fachmann.

Was wäre wenn? Eine Frage, die ein Historiker nie stellen darf. Porsche stellte diese Frage bei der Safari Rallye wohl mehr als einmal. Als erstem deutschen Hersteller sollte es erst Audi 1987, ausgerechnet mit dem Audi 200 quattro, gelingen die Safari zu gewinnen. Wie hatte sich Porsche mehrfach daran die Zähne ausgebissen. Audi natürlich auch. Doch der letzte Versuch von Porsche war auch so herrlich tragisch. Am Ende langte es nur zu Platz 2.

Magnus Walker auf dem Cover, Magnus Walker im Heft. Magnus Walker mit Wolfgang Porsche. Magnus Walker mit seinen Autos. Magnus Walker in seinem Loft (mit Autos), Magnus Walker mit Mark Webber, Magnus Walker mit seiner Frau, Magnus Walker mit Alice Cooper. Urban Outlaw eben.

Scheunenfunde. Garagengold. Verlassen, vergessen, verstaubt. Nicht so bei Porsche 908.022. Dem legendären Kameraauto, dass 1970 an den 24 Stunden von Le Mans teilnahm. Zurückversetzt in die Spezifikation mit der Steve Mc Queen das Auto selbst in Rennen einsetzte, ist es heute ein begehrter Teilnehmer an Klassikveranstaltungen.

911, Solitude, Eberhard Mahle. Ein Dreiklang aus den fernen 6oern, nochmals wachgeküsst von Porsche Klassik. Und tatsächlich. Der 911er aus dem Jahr 1965, der Ebs aus dem Jahr 1933 und die Solitude. Im Baumwoll-Rennfahreranzug von damals schwelgt der Fahrer in Erinnerungen.

E wie Elektrik. E wie Effizienz. E-Mobilität gab es bei Porsche schon vor 50 Jahren. Denn der 911 E bot Kraft und Effizienz dank Einspritzung. Im Aufeinandertreffen mit dem Mission wird der Frage nachgegangen, ob da bereits ein Klassiker nachreift. Der 911 E ist es längst.

Darüber hinaus natürlich noch viele andere Zeitreisen, Einblicke in die Szene und die Geschichte von Porsche.

Porsche Klassik für € 8,00 an jedem Kiosk oder unter:

Wenig Geld für einen Blick für 70 Jahre Sportwagen.

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Neu am Kiosk: VW Classic #16. Das Magazin für historische Volkswagen.


Zugegeben, als die neuste Ausgabe vom VW Classic Magazin aus dem Briefkasten schaute, krönte ein weisser Schopf das zum Glück in Folie eingeschweisste Magazin. Mitte-Ende März war vom Start in die Saison noch wenig zu spüren. Zu kalt, zu weiss, zu salzig. Naturgemäss hat sich das im April geändert und bei wunderbar frühlingshaften Temperaturen ist selbst die offene Ausfahrt keine Utopie mehr. Und jeder kann seine Ausfahrt so gestalten wie er mag. Im aktuellen Heft von VW Classic geht es ebenfalls um die automobile Individualität. Es ist doch so leicht und nicht mal teuer, um sich auf eine Ausfahrt zu begeben.

Ob manufakturmässig entstandene Sonderkarosserie wie das Rometsch Lawrence Coupé, die Sonderserie „Silberfisch“ der Bulli Baureihe T2, bis zum Viersitzer Denzel aus Wien, um nur einige zu nennen, es steckt viel drin und der Reiz des Außergewöhnlichen zeichnet die 16 Ausgabe aus.

Die Titelstory ist eine Huldigung an den Charme der 50er Jahre. Nein, kein Karmann Ghia krönt den Titel, sondern ein äusserst seltnenes Rometsch Lawrence Coupé. Haute Couture aus Berlin nicht aus Osnabrück. Dass die gesuchten Sammlerstücke jeder Mühe wert sind, zeigt die Ausfahrt im restaurierten Sammlerstück.

Nicht weniger aussergewöhnlich geht es im T2 Silberfisch zu. Auf der meist gebauten Bulli Baureihe entstanden, ist der Silberfisch die Luxusversion des T2, die zum Ende der Produktion nur 1’600 mal aufgelegt wurde. Manche sehen darin einen Vorgriff auf den Carat T3 oder den Business T4. Hier zusätzlich mit 100 Oettinger PS aufgerüstet. Da kam nicht mal der T3 Carat mit.

Wer es noch seltener mag, zieht den Typ 3 oder besser bekannt als VW 1500 vor. Natürlich als Cabriolet. Noch auf der IAA präsentiert, verschwanden die Prototypen bald nach den Erprobungsfahrten im Keller von Karmann. Dass er der Verschrottung entging, ist ein wenig Zufall, die Wiederauferstehung dagegen nicht.

Dass Seltenheit auch radikal sein kann, beweisst der nur 20kg leichte SMVW von 1982, der beim Shell Marathon mit seinem 25,7 ccm Motor bei maximal 0,272 PS mit einem Liter Benzin 884,3 km hätte zurücklegen können. So leicht so weit zu kommen, grenzte 1982 an ein Wunder.

Dass die gut 600 gebauten KDF-Wagen eine Seltenheit sind, ist allgemein bekannt. Und wie schwer sie zu bekommen sind auch. Umso interessanter, dass jemand aus einem ganz frühen VW Typ 82 seinen eigenen KDF-Wagen zusammenbaut und dazu ausschliesslich Originalteile verwendet. Nicht original – aber im Detail ein bisschen… Für Diskussionsstoff ist gesorgt.

Da ist der einzig erhaltene und zugleich ältesteVW WD Stahl 4-Sport aus Wien von Denzel aus dem Museum Prototyp zumindest keine Replica. Vielmehr hätte dem Denzel im Grund genommen fast zeitgleich der kometenhafte Aufstieg der Firma Porsche winken können… oder doch nicht?

Darüber hinaus viel Wissenswertes aus der Szene, u.a. die Reportage über

  • VW Classic weltweit
  • die unglaublichen VW Möbbel aus VW Karosserien
  • der Dragster Käfer einer Schulklasse aus Berlin
  • Fusca in Brasilien, Brasilien im Fusca
  •  News, Jubiläen, Veranstaltungen und Tipps aus der Community. Dazu wie immer viele Tipps aus der Szene: Teile, Bücher, Treffen

Das aktuelle Heft ist für den Preis von € 6,90 an jedem Kiosk oder hier erhältlich:

Die Saison geht damit gleich ganz individuell los.

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Reisen auf eigener Achse – die erste Generation: Der T1


  • – die Camping-Box
  • T2 – Helsinki und Berlin
  • T3 – California, der erste eigene
  • T4 – California, eine ganze Produktreihe
  • T5 – California, der Pkw unter den Reisemobilen

Wir schreiben das Jahr 1951. Die Bundesrepublik Deutschland und die D-Mark sind drei Jahre alt. Arbeitslosigkeit, Kriegsgefangene und Wohnungsnot sind die Schlagzeilen der Zeit. Auf der politischen Bühne bewegt sich Konrad Adenauer unisono als Bundeskanzler und Außenminister. Sein erster offizieller Staatsbesuch: eine Reise nach Italien. Vorreiter einer Massenbewegung? Noch nicht! Einem Arbeiter von Volkswagen stehen zwei Wochen Urlaub zu. Er verbringt sie daheim, im eigenen Garten oder besucht vielleicht die erste IAA in Frankfurt.

Eine kleine Bar wird gegen Mehrpreis geliefert; unter der Haube aus Plexiglas haben zehn Cocktailbecher verschiedener Größe Platz.

Der VW Bus ist erst seit einem Jahr auf dem Markt. Sein Grundpreis. 5975 Mark. Es gibt ihn als Kastenwagen und Kombi. Und seit neuestem als Samba: So nennt der Volksmund den feinen kleinen Reise-Bus mit Rundum- und Dachrandverglasung sowie einem großen Schiebeverdeck. „25 Fenster und ein Schiebedach“, wirbt Volkswagen. Pro PS hat der Samba also 1 Fenster, trotzdem ist er „…so recht ein echter VW: draufgängerisch und temperamentvoll, was er sich mit seinem starken Motor bei verhältnismäßig geringem Eigengewicht auch leisten kann.“ Generell warten 4,5 Kubikmeter ummantelter Raum auf die Aufgaben des startenden Wirtschaftswunders – oder auf die Ideen eines findigen Kunden: Sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ordert ein Deutscher eine Wohneinrichtung für seinen Volkswagen Transporter. Damit setzt er den Startschuss zu einer Fahrzeuggattung, die ausziehen wird, um zunächst Europa und später die ganze Welt zu entdecken.

Prospekt 1956: „Autowandern mit eigenem Hotel! Das ist heute kein unerfüllbarer Wunschtraum mehr, kein Luxus, den sich nur wenige leisten können.“

Nur ein Jahr nach seinem offiziellen Debüt im Frühjahr 1950 schlägt der neue Volkswagen also eine zweite, parallele Karriere ein, die sein Image bis heute prägt: Der Transporter als Drehpunkt für Freizeit und Reise – my home , my castle. Ein solch mobiler Stützpunkt ist also erstmals ein Transporter Kombi. Er ist sicherlich nicht das erste Reisemobil, aber womöglich der erste Campingbus. Der Stammvater von vielen hunderttausend Campingbussen von Volkswagen und Ideenträger für tausende von Selbstausbauten, die so manchen Ausrangierten ein Zweitleben spendieren. Doch so umfangreich ist die Einrichtung 1951 noch nicht. Der erste Kunde erhält von Westfalia eine so genannte Camping-Box, eine herausnehmbare Einrichtung. Sie besteht aus einer Sitzbank im Fond vor dem Heckmotor, einem Schrank mit Rollladenverschluss über dem Motor, einem Sideboard hinter dem Fahrerhaus mit Auszug, einem Fach für den Benzinkocher und viele Polster, die zusammen mit der Heckbank eine Liegewiese für die Übernachtung ergeben. Bis zu drei Erwachsene haben im Fond passabel Platz. Überdies kann man das Sideboard mitsamt Polstern herausnehmen und in Haus oder Wohnung als Gästebett nutzen.

1950 schlägt der Volkswagen Bus eine zweite, parallele Karriere ein, die sein Image bis heute prägt: der Transporter als Drehpunkt für Freizeit und Reise.

Doch der Erfolg lässt noch auf sich warten. Ottonormal fehlt es noch an Zeit und Geld. Die Fertigung beginnt zuerst in kleinen Stückzahlen. Überliefert ist die erste offizielle Preisliste der Camping-Box von 1953: Das Sideboard kostet 595 Mark, der Kleiderschrank kommt mit 125 Mark hinzu. Für den Wasch- und Rasierschrank mit Spiegel und Abstellplatz für eine Emailleschüssel innen an der Doppelflügeltür sind 62,50 Mark zu bezahlen. 1955 gesellt sich die Camping-Box „Export“ hinzu: Sie unterscheidet sich von der Standardvariante durch eine Dachklappe und eine Gepäckgalerie dahinter auf dem Dach. Wieder ein Schritt von der demontierbaren Wohneinrichtung zum Reisemobil. Insgesamt bleibt die Camping-Box unter steter Weiterentwicklung genau zehn Jahre im Programm. So kommt unter anderem im Sideboard ein Gaskocher mitsamt Gasflaschen zum Einsatz. Zudem wächst analog zur Reduzierung des Motorraums die Größe des Kleiderschranks.

1955 gesellt sich die Camping-Box Exporthinzu: Sie unterscheidet sich durch eine Dachklappe und eine Gepäckgalerie dahinter auf dem Dach.

1956 begeistert sich der Prospekt für den mobilen Urlaub: „Autowandern mit eigenem Hotel! Das ist heute kein unerfüllbarer Wunschtraum mehr, kein Luxus, den sich nur wenige leisten können.“ Die Extras passen zum Wirtschaftswunder: „Eine kleine Bar wird gegen Mehrpreis geliefert; unter der Haube aus Plexiglas haben zehn Cocktailbecher verschiedener Größe Platz. Die Prost-Vitrine steht rüttelfest auf einem gleichzeitig als Serviertisch dienenden Kombischrank.“ Nur ein Jahr später nimmt Volkswagen den “VW-Campingwagen”, wie er jetzt heißt, ins eigene Programm. Den Ausbau gibt es weiterhin von Westfalia. Intern tragen die Ausbauten „SO“-Nummern, das Kürzel für „Sonderfahrzeuge“ in der Volkswagen-Nomenklatur. Weitere zwei Jahre später feiert man das erste Jubiläum: 1000 Volkswagen Campingwagen. Wieder zwei Jahre danach beläuft sich die Tagesproduktion auf immerhin zehn Camper am Tag.

Der erste Kunde von Westfalia erhält eine so genannte Camping-Box, eine herausnehmbare Einrichtung.

Zehn Jahre nach Erfindung der Camping-Box hat sich die Einrichtung längst zum kompakten Reisemobil gemausert. Die Betriebsanleitung preist das Reisemobil von 1961 so an: „Im VW-Campingwagen ist all das verwirklicht, was Sie sich schon immer gewünscht haben, wenn Sie vom unabhängigen, ungebundenen Reisen träumten.“ Und so sieht das rollende Heim inzwischen innen aus: Längsbank auf der linken Seite gegenüber der Schiebetür; mit Hilfe einer nach vorn schwenkenden Lehne wird die Sitzbank des Fahrerhauses geschickt in die Sitzgruppe integriert. Rechts über dem Motor ein Kleiderschrank, links der Kühlschrank. Dazwischen hat ein so genannter Schiebesitz Platz, der nachts auch als Kinderbett dient. Ein weiterer Platz für den Nachwuchs ergibt sich durch eine Hängematte quer im Fahrerhaus. Unverändert ist in der Flügeltür Platz für den Waschschrank mit Rasierspiegel und Abstellfläche für die Schüssel. Die allerdings besteht inzwischen nicht mehr aus Emaile, sondern aus Plastik. Selbstausbauer greifen inzwischen zum so genannten „Mosaik“-Programm. Es enthält alle notwendigen Möbelteile, um einen gebrauchten Transporter in ein vollwertiges Reisemobil zu verwandeln und ist ein voller Erfolg.

Zehn Jahre nach Erfindung der Camping-Box hat sich die Einrichtung längst zum kompakten Reisemobil gemausert.

1962 gibt es alternativ zu Holz erstmals pflegeleichte Kunststoff-Oberflächen für die Möbel, Amerika lässt grüßen. Eine Klappsitzbank im Heck mit Bettverlängerung über dem Motor ist zu dieser Zeit bereits die Basis der Liegefläche. Der Boxer im Heck stört deshalb überhaupt nicht, im Gegenteil: Er ist Voraussetzung für die hervorragende Raumausnutzung des Transporter. Überzähliges Gepäck kommt auf den Dachträger. Die Einrichtung gleicht im Prinzip den heute üblichen Grundrissen. Es gibt bereits den Dachstaukasten über der Klappsitzbank, unterschiedliche Küchenanordnungen, die Kühlbox und einen Wassertank mit einer Handpumpe. Zudem gibt es ein sich seitlich öffnendes Aufstelldach in zeitgemäßer Optik mit roten und weißen Längsstreifen. Es vergrößert den Lebensraum ganz erheblich, bietet Platz für zwei zusätzliche Liegeflächen, die einer Hängematte verdächtig ähnlich sehen, die Maße belaufen sich auf jeweils 180 x 59 Zentimeter. Das Aufstelldach verfügt außerdem über zwei große Plexiglasfenster und zwei Lüftungsklappen.

Betriebsanleitung 1961: „Im VW-Campingwagen ist all das verwirklicht, was Sie sich schon immer gewünscht haben, wenn Sie vom unabhängigen, ungebundenen Reisen träumten.“

Mitte der sechziger Jahre kostet die Wohneinrichtung für den Volkswagen Transporter knapp 2000 Mark. Und: „Wenn Sie mit diesem VW-Campingwagen unterwegs sind, brauchen Sie auf nichts zu verzichten.“ Der Campingbus als Traum-Reisemobil der sechziger Jahre. Zugegeben: Mit Klappsitzbank, Küche mit Kocher und Isolierbox, mit Wasserkanistern und elektrischem Licht im Wohnraum ist alles an Bord, was Urlauber im Campingbus benötigen. Zur Dachklappe und dem seitlich öffnenden Aufstelldach gesellt sich 1965 das Hubdach, eine der simpelsten Möglichkeiten, mehr Platz im Campingbus zu schaffen und um Luft und Licht hineinzulassen. Und hereinregnen kann es auch nicht. Ab diesem Jahr muss auch keiner mehr von den Vordersitzen außen herum laufen um ins Wohnabteil zu gelangen: Jetzt gibt es auf Wunsch einen Durchgang zwischen den Vordersitzen nach hinten.

In den 60er-Jahren entwickelt sich die Klappsitzbank im Heck mit Bettverlängerung über dem Motor zur Basis der Liegefläche.

Die Amerikaner fliegen auf den Käfer, ihren Beetle, genauso fliegen sie auch auf den Campingbus von Volkswagen. Der kompakte Transporter steht nahezu konkurrenzlos da. Bis 1967 zum Fertigungsende des T1, der ersten Generation des Transporter, liefert Volkswagen mehr als 15 000 Campingbusse in die USA, mehr als tausend sind es allein 1967, im letzten Jahr der großen Karriere des ersten Volkswagen Transporter. Der VW-Campingwagen ist in dieser Zeit als Freizeitfahrzeug längst ein Renner: Aus den etwa zehn Campingbussen am Tag um 1960 hat sich inzwischen eine Serienfertigung von durchschnittlich 70 Fahrzeugen pro Tag entwickelt. Wie sehr vor allem die Amerikaner den Campingbus lieben, zeigt ein Beispiel: 1987 wandert ein 59er Bus ins Henry-Ford-Museum in Dearborn/USA. Die ganzen 28 Jahre war der Campingbus im Besitz einer einzigen Familie, wurde zwischendrin sogar vererbt.

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Drei H-Roadster mit VW-Technik ans AutoMuseum Volkswagen übergeben.


Jannie Hübers entwickelte und baute bis Anfang der 1980er Jahre eine kleine Serie sportlicher Roadster. Sie setzte dabei auf die bewährte und zuverlässige Technik luftgekühlter Volkswagen-Modelle. Neun Wagen entstanden, ein Comeback feierte Hübers 2003 mit einer neuen Konstruktion, dem H3. Zwei dieser sogenannten H2- Wagen und den H3 übergab Jannie Hübers nun persönlich an das AutoMuseum Volkswagen.

Jannie Hübers hatte schon in jungen Jahren ein Faible für motorsportliche Fahrzeuge und war Fan des englischen Clubsports. Aus dieser Leidenschaft entwickelte sich die Idee, einen eigenen Wagen zu konstruieren und zu bauen.  1977 war der H1 fertiggestellt – er nutzte den luftgekühlten Käfer-Motor, dessen Achsen und Getriebe. Die völlig eigenständige, schmale Karosserie wurde aus Kunststoff geformt.

Von der Presse, unter anderem der Auto Zeitung in Köln, hoch gelobt und getrieben von der Idee, bezahlbaren Breiten-Motorsport wie in Großbritannien in Deutschland zu etablieren, begann die weiterführende Konstruktion des H2-Roadsters. Optisch orientierten sich die Fahrzeuge am Lotus Seven, technisch blieb es bei der altbewährten VW-Technik – allerdings kamen nun die leistungsstärkeren Motoren des VW 412 und des Transporters der zweiten Generation zum Einsatz.

Colin Chapman, der den H2-Roadster auf dem Hockenheimring kennenlernte, hatte keinerlei Einwände. Aber trotz aller Bemühungen – so war der H2 einer der Stars der Jochen-Rindt-Show – kamen zu wenig Bestellungen zusammen. Mangels Nachfrage stellte Hübers darum nach neun Fahrzeugen die Produktion ein.

Ende der 1990er Jahre griff Jannie Hübers ihre Idee nochmals auf und baute bis 2003 den neuen H3 mit dem erstarkten Flachmotor aus dem VW Typ 3. Er steht ab sofort gemeinsam mit dem H2-05 und dem H2-09 im AutoMuseum Volkswagen.

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