Der Derby – Viel Auto für wenig Geld.


Werkscode: Typ 87 (Derby I) + Typ 87 Stufenheck (Derby II)

Im Februar 1977 wird der Volkswagen Derby vorgestellt. Er basiert auf dem Polo der ersten Generation und ergänzt die Baureihe durch ein Stufenheck. Ebenfalls ausschließlich zweitürig gebaut, ist er technisch identisch mit dem VW Polo I, verfügt allerdings als klassische Stufenheck-Limousine über einen geradezu riesigen Kofferraum (515 Liter).

Der VW Derby zeigt, wie ideale Basismobilität aussehen kann: kompakt, ausreichender Sitzraum, keine Gepäckprobleme, demokratischer Anschaffungspreis, wirtschaftlicher Betrieb. Zur Wahl stehen drei Motoren, die auch aus dem Polo bekannt sind, ein 0,9-Liter mit 29 kW (40 PS), ein 1,1-Liter mit 37 kW (50 PS) sowie ein 1,3-Liter mit 44 kW (60 PS).

Aufgefrischt nach Polo Art

Ein Facelift schafft 1979 neue optische Attraktivität: Wie der Polo bekommt auch der Derby schwarze, voluminösere Stoßfänger aus Kunststoff, schwarze Türgriffe sowie einen geänderten Kühlergrill. Die nun rechteckigen Hauptscheinwerfer sind ab jetzt das Unterscheidungsmerkmal zum Schrägheckpartner. Es gibt den Derby nun in den Ausstattungen CL und CLS.

Extra mit Formel E

Im Januar 1981 leistet Volkswagen einen Beitrag zur Ressourcenschonung und präsentiert den Derby mit dem sogenannten Formel-E-Paket. Darin enthalten ist der 1,1-Liter-Motor (50 PS), der zur besseren Kraftstoffausnutzung höher verdichtet (1 : 9,7 statt 1 : 8,0) wird, sowie ein 3+E-Getriebe, bei dem der vierte Gang länger übersetzt ist, um die Drehzahl und damit den Verbrauch niedrig zu halten.

Erste Serie beendet zweite Serie läuft an

Im Juli 1981 läuft die erste Serie des VW Derby aus. Er erzielte bei all seinen unbestrittenen Fähigkeiten keine überragenden Verkaufserfolge.

Schon im September 1981 wird der neue VW Derby II zeitgleich mit dem Polo in der zweiten Generation vorgestellt. Die zweitürige Stufenheck-Limousine entspricht in der Technik und vom Ausstattungsumfang her dem VW Polo II, unterscheidet sich aber in der Front durch Rechteck- statt Rundscheinwerfer. Auch der zweite Derby besticht durch einen voluminösen Kofferraum. Bis zur B-Säule entspricht er dem Polo, Seitenfenster und Heckpartie sind eigenständig geformt.

Modellvarianten / Bauzeit:Derby I 0.9: 1977–1981
Derby I 1.1: 1977–1981
Derby I 1.3: 1977–1981
Derby II 1.0: 1981–1984
Derby II 1.1: 1981–1984
Derby II 1.3: 1981–1984Polo II 1.0 Stufenheck: 1985–1990
Polo II 1.1 Stufenheck: 1985–1990
Polo II 1.3 Stufenheck: 1985–1990

Motor: 

Vierzylinder, wassergekühlt
Einbaulage Motor: Front, quer

Antrieb: Front

Radstand (mm): 2.335

Länge / Breite / Höhe (mm):

3.836 / 1.560 / 1.352
3.915 / 1.560 / 1.352 (ab 1979, Derby I)
3.975 / 1.600 / 1.355 (ab 1981, Derby II)

Derby II mit neuem Motor, leicht neuer Optik und neuem Namen

Nach zwei Jahren ersetzt ein moderner, drehfreudiger und sparsamer 1,3-Liter-Vierzylinder mit 54 PS die bisherigen 50-PS- bzw. 60-PS-Motoren. Ein Jahr drauf  übernimmt der VW Derby II die Rundscheinwerfer des VW Polo. Wieder ein Jahr drauf wird aus dem Derby der Polo (Stufenheck).

Motorversionen Derby Steckbrief

TypHubraum (ccm)Leistung (kW / PS bei U/min)max. Drehmoment (Nm bei U/min)
0.9  89529 / 40 / 5.90061 / 3.500
1.0 1.04329 / 40 / 5.30073 / 2.700
33 / 45 / 5.600 (ab 1985)73 / 3.600 (ab 1985)
1.1 1.09337 / 50 / 5.60076 / 3.500
37 / 50 / 5.800 (ab 1981)75 / 3.500 (ab 1981)
44 / 60 / 5.600 (ab 1983)
1.31.27244 / 60 / 5.60093 / 3.400
40 / 54 / 5.400 (ab 1983)94 / 3.400 (ab 1983)

Ende des Polo Stufenheck alias Derby II

1989 läuft die Produktion des Polo Stufenheck (ehemals Derby II) aus. Noch 1988 wurde  eine Motorisierungsstufe mit 45 PS und Katalysator eingeführt.

Fotonachweis: Volkswagen

LOGO_bugazine

Bist Du auf der Suche nach einem klassischen VW oder Porsche? Oder suchst Du weitere VW-Veranstaltungen? Dann besuche jetzt –::– bUGbUs.nEt –::–

Hinterlasse einen Kommentar