Amtliches Anhalterwesen wegen der Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland. Die Protest-Aktion „Roter Punkt“ fand zwischen 1968 – 1971 in vielen deutschen Städten als Protest gegen die Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr statt. Wer Platz im Auto anbieten wollte, machte dies mit einem roten Punkt erkennbar.
Am Wochenende des 14./15. Juni 1969 hatten die zahlreichen Helfer der Aktion Roter Punkt in Hannover bereits Routine. Ein hochgehaltenes Papp-Schild mit Punkt und „Mitfahrer-Stop“ bemalt, hieß: „Hier halten, wer Platz für Fahrgäste hat.“ Inzwischen besaß jedes zweite Fahrzeug einen roten Punkt. Die wenigsten waren noch handgemalt, denn mittlerweile druckten auch Zeitungen rote Punkte – zum Ausschneiden; der DGB hatte Punkte beim SDS fertigen lassen, und sogar die Stadt hatte in einer Anzeige alle Bürger zur Mitnahme aufgefordert.
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