VW feiert auf der TC 2015 den 30. Geburtstag des Syncro im Bus.


Auf der diesjährigen Techno Classica in Essen (15. – 19. April 2015) würdigt Volkswagen Nutzfahrzeuge in Halle 7 gleich zwei Jubiläen. Zum einen startete vor 65 Jahren der weltweite Verkauf des ersten VW Busses und zum anderen sorgte vor 30 Jahren – gleichfalls im VW Bus – erstmals ein Allradantrieb für optimale Traktion.

Spartanisch, praktisch, gut. Der Bulli räumt die Trümmer weg.

Spartanisch, praktisch, gut. Der Bulli räumt die Trümmer weg.

Am 8. März 1950, nach nur zwei Jahren Entwicklungszeit, beginnt mit zehn Fahrzeugen pro Tag die Serienproduktion eines Bestsellers, der ausziehen wird, um die Welt zu erobern. Sein schnörkelloser Name: Typ2 – im Volksmund schnell unter dem Namen VW Bus oder Bulli bekannt. Die zweite Baureihe aus Wolfsburg setzt dabei auf Komponenten des Käfers – vor allem auf den 1,2 Liter großen Vierzylinder-Boxermotor mit 24 PS. Neu ist hingegen die selbsttragende Karosse, die mittels eines Leiterahmens ausreichend Steifigkeit besitzt, um eine Nutzlast von 750 Kilogramm zu schultern. Es gibt ihn als Kombi oder Kastenwagen, mit Sitzen oder Frachtraum.

Offen für viele Beziehungen. Unzählige Varianten machten den Bulli bald zum Liebling im Transportwesen.

Offen für viele Beziehungen. Unzählige Varianten machten den Bulli bald zum Liebling im Transportwesen.

Rund 35 Jahre nach seinem Erscheinen startet in der dritten Transporter-Generation die Ära der Allrad-Versionen. Sein Name: syncro. Ausgestattet mit einer Visco-Kupplung bereichert diese Allradvariante die kommenden 18 Jahre das stetig wachsende Programm rund um den Transporter. Die Überlegungen zu einem 4×4 reichen hingegen noch weiter zurück. Bereits Mitte der 70er-Jahre nehmen die ersten Gedanken zu diesem Thema reale Gestalt an.

 

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Das führt im Jahre 1978 zum Bau von fünf Versuchsfahrzeugen mit zuschaltbarem Frontantrieb, die umfassend in der Sahara auf Herz und Nieren getestet werden. „Ablösung“ kommt mit dem Debüt des T5. Ab 2003 sorgt eine Haldex-Kupplung für die Kraftverteilung an die Achsen. Seitdem hört der allradangetriebene Volkswagen Bus auf den Beinamen 4MOTION.

Die quattro-Welle macht auch vor dem T3 nicht halt. Syncro im Feld- Wald- und Wieseneinsatz.

Die quattro-Welle macht auch vor dem T3 nicht halt. Syncro im Feld- Wald- und Wieseneinsatz.

Heute sind in allen Generationen die Allrad-Modelle die gesuchtesten. Vor allem beim T3 gibt es eine eingeschworene Szene, die sich vor allem aufgrund des legendären 16-Zoll-Syncros entwickelte, jenes Gefährt, das unter anderem durch größere Geländereifen und einer Höherlegung sowie einem kurzen ersten Gang den Geländewagen jener Zeit Paroli bot. Stellvertretend für die jeweiligen Anfänge gibt es auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Transporter aus dem Jahre 1950 und einen Caravelle GL syncro zu sehen. Traditionell laden natürlich auch wieder der Becks-Bulli und der Currywurst-Bulli zum Verweilen ein.

Darf es ein bisschen mehr sein. Oettinger Schriftzug weist auf ein Leistungsplus hin.

Darf es ein bisschen mehr sein. Oettinger Schriftzug weist auf ein Leistungsplus hin.

Bildnachweis: VW Presse.

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Eine Idee nimmt Formen an – der erste Transporter.


Wir schreiben das Jahr 1947. Die britische und amerikanische Besatzungszone vereinigen sich zur wirtschaftlichen Bizone. Zur gleichen Zeit erscheint in Hannover erstmals das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Und während der Modemacher Christian Dior seine erste Kollektion mit der Bezeichnung New Look vorstellt und Lore Lorentz in Düsseldorf das Kabarett Kom(m)ödchen gründet, sieht der niederländische Importeur Ben Pon beim Besuch des Volkswagen-Werks ein merkwürdiges Gefährt auf dem Produktionsgelände in Wolfsburg – eine Idee nimmt ihren Lauf.

Der Plattenwagen war die Initialzündung für Ben Pon, den ersten Transporter zu skizzieren.

Der Plattenwagen war die Initialzündung für Ben Pon, den ersten Transporter zu skizzieren.

Als Ben Pon im April des Jahres 1947 über das Volkswagen-Werksgelände in Wolfsburg marschiert, trifft er auf ein merkwürdiges Gefährt. Dieses haben Volkswagen-Arbeiter selbst gebaut, um damit Gegenstände von Halle zu Halle transportieren zu können. Wenig später, am 23.April, wird daraus die Idee. In seinem Notizbuch skizziert Ben Pon einen zweckorientierten Autotypen, den es auf der Welt noch nicht gibt: einen Frontlenker mit Heckmotor und einem kastenförmigen Aufbau.

Im Juni des gleichen Jahres fordert Georg C. Marshall in einer Rede an der Harvard-University ein wirtschaftliches Aufbauprogramm für Europa mit Hilfestellung durch die USA. Das European Recovery Program (ERP) wird bei einer Konferenz in Paris unter Teilnahme von 16 europäischen Staaten nur sechs Wochen später ins Leben gerufen. Als so genannter Marshallplan wird das Programm in die Geschichte eingehen. Er bietet die Grundlage für ein Wirtschaftswachstum, wie es bislang noch nicht bekannt war. Und so trifft Ben Pons Idee genau den Nerv der Zeit. Für den Wiederaufbau wird ein einfaches, preiswert zu fertigendes und zu unterhaltendes Transportfahrzeug von hoher Flexibilität benötigt. Es ist der Startschuss für ein Millionending. Sein Name: Volkswagen Transporter.

In seinem Notizbuch skizzierte Ben Pon einen Autotypen, den es bislang auf der Welt noch nicht gab.

In seinem Notizbuch skizzierte Ben Pon einen Autotypen, den es bislang auf der Welt noch nicht gab.

Noch zeichnet sich das Wirtschaftswunder erst zaghaft ab. Aber schnell wird klar, dass Handwerker und Kleingewerbler, Einzelhändler und kleine Mittelstandsbetriebe genau das benötigen, was Ben Pon auf seinem kleinen Block skizziert hat. Es ist nicht zuverlässig überliefert, ob es leicht gefallen ist, die Ingenieure in Wolfsburg zu überzeugen, sich auf das Wagnis einzulassen. Ben Pon bleibt aber hartnäckig und überzeugt Heinrich Nordhoff. Dieser setzt, nicht ohne Skepsis, seine Konstruktionsabteilung auf die Idee an, und der Urtyp des Transporters nimmt bereits kurze Zeit später Gestalt an.

1949 ist es soweit: Nach nur 24 Monaten Entwicklung feiert ein ziemlich rundlicher Prototyp Premiere und wird der Presse vorgestellt. Die Serienproduktion beginnt am 8. März 1950 und damit die Geschichte eines der erfolgreichsten Automobile. Der Transporter verwendet Motor und Achsen des Käfers, verzichtet aber auf seinen Zentralrohrrahmen. Stattdessen gibt es eine selbst tragende Karosserie, die sich auf einem Leiterrahmen abstützt. Die Nutzlast des Kombi beträgt rund 750 Kilogramm. Der Motor hat 1131 ccm Hubraum und bei einer Drehzahl von 3300 U/min eine Leistung von 18 kW bei 3300/min. Der VW Bus befördert bis zu acht Personen. Mit ein paar Handgriffen lassen sich die beiden hinteren Sitzreihen ausbauen, um Lasten zu befördern. Pro Tag werden zehn Fahrzeuge gebaut.

Länge: 4150 mm
Breite: 1660 mm
Höhe: 1900 mm
Radstand: 2400 mm
Wendekreis: 10 m
Leergewicht: 875 kg
zul. Gesamtgewicht: 1725 kg
Verbrauch: 8 l/100 km
Steigfähigkeit: 22 %
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Hauptladeraum Länge x Breite x Höhe: 2 x 1,5 x 1,35 m
Gepäckraum Länge x Breite x Höhe: 0,7 x 1,5 x 0.6 m
Bereifung: 5,50 x 16

Hinter verschlossenen Türen feiert 1949 ein ziemlich rundlicher Prototyp des T1 Premiere.

Hinter verschlossenen Türen feiert 1949 ein ziemlich rundlicher Prototyp des T1 Premiere.

Bereits 1951 wird der Samba-Bus vorgestellt. Er ist ausschließlich für die Personenbeförderung konzipiert. Zweifarbenlackierung, ein Faltdach, reichlich Chrom und 21 Fenster, einige davon in den Dachholmen, setzen auch hier Maßstäbe. Wer es sich leisten kann, der fährt unter eigener Regie. Westfalia stellt die Campingbox vor. Sie ist leicht ein- und ausbaubar und verwandelt so viele im Alltag eingesetzte Transporter und Busse während des Urlaubs zum ersten Reisemobil.

Ein Jahr später kommt der erste offene Aufbau auf den Markt – der Pritschenwagen. Er bleibt bis heute der ideale Partner für den Bau und für viele Handwerksbetriebe. Unter der vier Quadratmeter großen Pritsche gibt es einen abschließbaren Stauraum. Auf Wunsch lässt sich die Ladefläche mittels Plane und Spriegel „überdachen“. Bis zur ersten Doppelkabine sollen noch sechs Jahre vergehen.

1952 kommt der erste offene Aufbau des T1 auf den Markt - der Pritschenwagen.

1952 kommt der erste offene Aufbau des T1 auf den Markt – der Pritschenwagen.

Vier Jahre nach der Premiere läuft in Wolfsburg der 100.000 Volkswagen-Transporter vom Band. Ein unglaublich universelles Nutzfahrzeug ist es damals schon: 30 verschiedene Modelle, vom Bus über den Kastenwagen bis zur Pritsche. Dem kommen Ausbauten anderer Hersteller hinzu. So auch der bei Westfalia gefertigte Campingbus. Er befriedigt ab 1954 die zunehmende Reiselust der Deutschen und markiert eine Fahrzeuggattung, die sich bis heute größter Beliebtheit erfreut.

Der bei Westfalia gefertigte Campingbus befriedigt ab 1954 die zunehmende Reiselust der Deutschen.

Der bei Westfalia gefertigte Campingbus befriedigt ab 1954 die zunehmende Reiselust der Deutschen.

Es wird bald klar, dass Volkswagen für die Fertigung des Transporter ein eigenes Werk braucht, will man in Wolfsburg nicht am eigenen Erfolg ersticken. Die Tagesproduktion liegt Anfang der 50er-Jahre bei etwa 80 Fahrzeugen. Nur mit Notmaßnahmen gelingt es, die Transporterfertigung sukzessive zu erhöhen. Heinrich Nordhoff entschließt sich 1954 zum Bau eines „Transporterwerkes“.

Der neue Standort findet sich rasch: Hannover. Am 24. Januar 1955 fällt die Entscheidung für den Bau des neuen Werks. Fünf Wochen danach, am 8. März 1955, legt „Mister Volkswagen“, Prof. Dr.-Ing. Heinrich Nordhoff, persönlich den Grundstein. Ein neues Kapitel der Automobilgeschichte wird aufgeschlagen. Nur ein Jahr später laufen im neu errichteten Volkswagen-Transporterwerk die ersten Transporter vom Band. Die Serienproduktion beginnt am 8. März. Ab dem 11. November 1958 werden auch die Volkswagen- Motoren im Werk Hannover produziert.

1962 wird der 1.000.000 Transporter fertig gestellt ein rot-weißer Samba-Bus, der sofort in das zu diesen Zwecken gestiftete Volkswagen-Museum in Wolfsburg rollt.

1962 wird der 1.000.000 Transporter fertig gestellt ein rot-weißer Samba-Bus, der sofort in das zu diesen Zwecken gestiftete Volkswagen-Museum in Wolfsburg rollt.

Mit Beginn des neuen Jahrzehnts erhalten alle Volkswagen einen 34-PSMotor und ein voll synchronisiertes Getriebe. 1962 wird der 1.000.000 Transporter fertig gestellt – ein rot-weißer Samba-Bus, der sofort in das zu diesen Zwecken gestiftete Volkswagen-Museum in Wolfsburg rollt. 1967 endet die Fertigung der ersten Transporter-Generation. Insgesamt verließen 1,8 Millionen Exemplare das Werk. Ganz nach dem Motto „Oft kopiert, doch nie erreicht“ (es gibt mittlerweile zahlreiche Wettbewerber) tritt die Nachfolgegeneration ein schweres Erbe an und wird am Ende ihrer Bauzeit den Erfolg des Vorgängers dennoch weit überflügeln.

Bildnachweis: VW Presse.

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Der Mythos lebt. T1 begrüsst seinen Nachkommen.


In Hannover fand vor wenigen Tagen die Jahrespressekonferenz von Volkswagen Nutzfahrzeuge statt. Und dort wurde viel über die Zukunft des Unternehmens geredet. Unter anderem auch über den neuen T6, der in diesem Jahr auf den Markt kommt.

Seit 2003 kann man den T5 beim Händler bestaunen und bestellen. Und jetzt steht der Nachfolger in den Startlöchern, der T6. Auf der Jahrespressekonferenz wird das neue Modell noch mit der Studie Tristar spannungsvoll umworben. Nicht verzichten mochte man bei allem Ausblick auf die Zukunft jedoch auf die Vergangenheit. Mit auf der Bühne ein T1 aus dem ersten Produktionsjahr 1950. Tradition trifft Zukunft, alt trifft neu, Uropa trifft Urenkel. Auf jeden Fall wollte es sich das Vorstandsteam von VW-Nutzfahrzeuge nicht nehmen lassen sich bei der Jahrespressekonferenz zwischen einem taubenblauen Modell T1 aus dem Premierenbaujahr 1950 und der Studie Tristar, die wesentliche Merkmale des kommenden VW T6 vorweg nimmt, in Position zu stellen.

Bildnachweis: VW Presse.

65 Jahre Bulli. Rente nicht in Sicht. Happy Birthday.


Andere gehen mit 65 in Rente – er startet jetzt erst richtig durch! Der Bulli rennt und rennt und rennt… Heute vor 65 Jahren war Produktionsstart des ersten Transporters von Volkswagen. In den ersten Jahren wurde er in Wolfsburg gebaut, ab 1956 in Hannover. Es war zugleich der Beginn einzigartigen automobilen Lovestory. Denn heute hat die gesamte Baureihe Kultstatus. Ob Hippie oder Handwerker – alle fahren auf die T-Baureihe ab.

Alles beginnt 1947 mit einer Bleistiftskizze: Der holländische Autoimporteur Ben Pon sieht im Volkswagenwerk einen einfachen Plattenwagen, nimmt diesen als Grundidee – und kritzelt auf einen Notizzettel die Umrisse eines Transporters mit Käfergenen.
Zwei Jahre später präsentiert Volkswagenwerk-Geschäftsführer Heinrich Nordhoff vier Prototypen: zwei Kastenwagen, einen Kombi und einen Kleinbus. Einer davon geht an den Parfümhersteller 4711 in Köln. Kompromisslos und robust wie der Käfer werde auch der Transporter sein, verspricht Nordhoff: „Diese Wagen werden nicht mit Glacé-Handschuhen angefasst, sondern grob und rücksichtslos behandelt.“

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Statt des Zentralrohrrahmens bekommt der Bus eine selbsttragende Karosserie, die auf einem Leiterrahmen sitzt. Der Motor hat 1131 ccm Hubraum und leistet 18 kW bei 3300/min. Der Bus befördert bis zu acht Personen.

Die Konstrukteure verwenden Motor und Achsen des Käfers. Statt des Zentralrohrrahmens bekommt der Bus eine selbsttragende Karosserie, die auf einem Leiterrahmen sitzt. Der Motor hat 1131 ccm Hubraum und leistet 18 kW bei 3300/min. Der Bus befördert bis zu acht Personen. Mit ein paar Handgriffen lassen sich die beiden hinteren Sitzreihen ausbauen, um rund 750 Kilogramm Nutzlast zu befördern.

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Ende 1950 sind bereits 8001 Transporter gebaut. Die Nachfrage ist riesig, zumal er für Handwerker und Händler mit Preisen ab 5.850 D-Mark erschwinglich ist.

„Demgemäß“, schwärmte Alfred Haesner, von 1948 bis 1952 Leiter der Technischen Entwicklung der Volkswagenwerk GmbH. „ist dieser Nutz-Lieferwagen-Typ verwendbar für alle Geschäftszweige, Eiltransporte und Speditionszwecke, zum Beispiel als Kleinomnibus, als Sonderfahrzeug, als Postwagen, als Krankenwagen, als fliegende Station.“ Die Serienproduktion startet am 8. März in Halle1 des Wolfsburger Volkswagen Werks mit täglich zehn Wagen.

Ende 1950 sind bereits 8001 Transporter gebaut. Die Nachfrage ist riesig, zumal er für Handwerker und Händler mit Preisen ab 5.850 D-Mark erschwinglich ist. Schnell wird das einzigartige Auto zum Exportschlager. Die VW-Busse transportieren einfach alles: Schrott und Schutt, Mörtel und Mauersteine, Brötchen und Bohnerwachs, Zigarren und Zeitungen – einfach alles, was dass das „Wirtschaftswunder Deutschland“ braucht.

Die Serienproduktion startet am 8. März in Halle1 des Wolfsburger Volkswagen Werks mit täglich zehn Wagen.

Die Serienproduktion startet am 8. März in Halle1 des Wolfsburger Volkswagen Werks mit täglich zehn Wagen.

Schon 1951 steht auf der Automobilausstellung in Berlin ein Volkswagen Bus mit Camping-Box. Der Lieferwagen mit Heckmotor verspricht plötzlich eine ganz andere Art des Reisens. Erst einmal über die Alpen. Und retour. Später bis nach Indien, als auch Hippies den Bulli für sich entdecken.

Vier Jahre nach Produktionsstart läuft in Wolfsburg der 100.000ste Volkswagen-Transporter vom Band. 30 verschiedene Modelle gibt es inzwischen. Die Tagesproduktion in Wolfsburg liegt bei 80 Fahrzeugen. Mehr geht nicht, denn das Werk ist schon wegen der Käferproduktion ausgelastet. Es wird immer deutlicher: Der Transporter braucht ein eigenes Werk.
Bereits Anfang März 1955 ist Baubeginn in Hannover-Stöcken, das Werk wird in nur einem Jahr aus dem Boden gestampft. Im März 1956 rollen hier die ersten Transporter „Made in Stöcken“ vom Band. Es ist zugleich der Start eines künftigen Symbols der „Wirtschaftswunderjahre“. Insgesamt wurden weltweit bis heute fast elf Millionen Fahrzeuge der T-Baureihe in bislang fünf Generationen produziert.

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Frühe Einsichten in den Transporter- Rohbau in Wolfsburg im Jahr 1950.

Dr. Eckhard Scholz, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Der Produktionsbeginn des T1 war der Start einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte, die bis heute dauert. Der Markt fordert gestern wie heute extrem zuverlässige, variable und individuelle Fahrzeuge. Wir liefern diese in Top-Qualität und passgenau für jeden Bedarf – ob für Handwerk, Handel, Dienstleistung, Familie oder Freizeit.“

Bildnachweis: VW Presse.

Ein Bild und seine Geschichte: heute. On Tour.


Da steht er, der Volkswagen Bulli, ein T2, von hinten von einem alten NSU Prinz eingeparkt. Die Anbringung des Strassensschildes verweist uns in die Schweiz. Der NSU ist ein Modell der frühen 60er Jahre. Der Bulli als T2 kam 1968 auf den Markt. Die Zeit lässt sich wohl auf die frühen oder mittleren 70er Jahre festlegen. Dem NSU fehlen die Radkappen, der Bulli hat seine Originaldeckel auch schon abgegeben.

Die beschauliche Strassenszene wäre völlig normal, wenn der BUlli nicht diese Aufschrift trüge: „Hazy Osterwald Sextett“. Denn mit seinem Sextett gehörte Hazy Osterwald zu den ersten Unterhaltungsstars des deutschen Fernsehens. Der Bandleader kamwie viele Kollegen vom Jazz, hatte aber keine Hemmungen auch Showeinlagen und Klamauk zu liefern. Seine Songs wurden Klassiker, besonders bekannt ist der „Kriminaltango“.

Mit der schmalen Brille und dem todernsten Blick, dazu der verknautschte Hans-Moser-Mund: Schön war er nicht, spielte aber rasant Trompete, Klavier und auch Vibraphon. Und er hatte Sinn für Humor: Der Schweizer Bandleader Hazy Osterwald hauchte sehr ironisch 1959 die Refrainzeile „Kriminaltango in der Taverne“ ins Mikrofon, und schriebsogleich Schlagergeschichte.0,,15773730_303,00

Hat uns schon das Strassenschild den Hinweis auf die Schweiz gegeben, wissen wir nun, dass wir richtig liegen. Das Sextett hatte also einen Bulli, wohl aber nicht um darin zu touren, die Fenster fehlen, und die erfolgreiche Combo wäre wohl in den 70er Jahren nicht in einem VW-Bus auf Tour gegangen. Das bekannte Sextett war erfolgreich im deutschen TV unterwegs, hatte in Paris gespielt und war einfach ein Gala Star vor der Kamera und auf der Bühne. Osterwald verstarb 2012 mit 90 Jahren in Luzern. Der Bulli wird wohl schon früher das Zeitliche gesegnet haben.Hazy2
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Neu am Kiosk: VW Classic #10. Das Magazin für historische Volkswagen.


Pünktlich zum Beginn der Frühjahrssaison erscheint die neuste Ausgabe des VW Classic Magazins. Mittlerweile die Ausgabe Nummer 10, und damit ist das Heft nun auch schon 5 Jahre auf dem Markt. Dass die Themen nicht ausgehen, liegt nicht nur an der Vielfalt der Themen, die die VW-Geschichte bietet, sondern auch an der kreativen Suche der Heftmacher. In dieser Ausgabe kann man insbesondere der Frage nachgehen, welche Volkswagen unterwegs waren und was man dabei erleben konnte.

In der Titelgeschichte geht es in den Nahen Osten. Tatsächlich existiert auch hier eine luftgekühlte Volkswagen Szene neben den gepimpten Touaregsa auf 22″-Felgen. Ganze vier Enthusiasten bilden den Grundstock der Szene und das VW Classic Magazin begleitet einen ’57er im Rest Cal Look mit seinem britischem Besitzer in die Wüste. Inschallah.

Unterwegs war und ist auch ein Karmann Ghia aus den USA, der aber einer Östereicherin gehört, die damit aber nicht nur in den Alpen unterwegs war, sondern mehrfach den Atlantik überquerte und den Karmann im Pendelverkehr zwischen Salzburg, Florida und Colorado einsetze. Dass der Karmann dabei ein bisschen zum Camper wurde, bleibt bei der Geschichte nicht aus.

Restauriert wird gern, dass es sich lohnt zeigt die Geschichte des ’51er Brezel-Cabrios, das aus wenig brauchbarer Substanz wieder auferstand und nun mit verbautem Porsche 356er Motor mit 95 PS wohl auch offen auf der linken Spur für Begeisterung sorgt. Eine schöne Geschichte zum Thema Leidenschaft und unterwegs sein.
Weiter geht es mit einem Typ 3 des Lübecker Künstlers Stephan Runge, der die Rostflecken auf seinem 1500er einfach drauf gemalt hat. So ist er in seinem rollenden Kunstwerk nicht ganz unauffällig unterwegs, das er von seiner Tante übernommen hat.

Unterwegs ist VW Classic auch in der Geschichte. Kein geringerer als der ehemalige Leiter des Volkswagen Archivs Dr. Bernd Wirsch reist zurück in die Anfänge des VW Werks und erläutert wie die britischen Besatzer das Potential des Käfers erkannten und damit erst den Weg für die Erfolgsgeschichte des Käfers bahnten.

Wem das nicht reicht, der kann in der Community unterwegs sein: Von neuen Modellautos über Buchvorstellunge, neuen Ersatzteilen und Ausstellungen, findet sich darin auch das Szenegeflüster mit kleinen Abstechern in die Szene.

Neu unterwegs ist ein 03er Cabriolet, das mit gerade mal 49 km auf dem Tacho 35 Jahre im Dornröschenschlaf gehalten wurde und nun als Neuwagen gleich eine H-Zulassung bekam. Dank smartem Tuning und Überdauern im Kokon steht einer Frühlingsausfahrt mit viel Spass nichts im Wege.

Darüber hinaus kommt auch die wassergekühlte Fraktion auf ihre Kosten

  • Oft ist der Besitzer mit seinem 2-türigen 1981er Jetta mit 9’900 km auf dem Tacho nicht mehr unterwegs?
  • Nochmal unterwegs ist einer der ersten Polos anlässlich des Fotoshootings zum 40 jährigen Jubiläum
  • Die exklusivsten Polos kamen aus Frankfurt und waren dann in Frankreich unterwegs. Tuner Rainer Buchmann baute 1981 auf Wunsch von VW 40 Schmuckstücke auf Basis des Polo 2 auf.

Mit dem aktuellen Heft ist man für € 5,90 an jedem Kiosk unterwegs.
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Frei Haus – Der Bulli in einem Werbespot aus den 50ern.


In den 50er Jahren war der Bulli der Lastesel der Nation. Der erste Prototyp entstand 1949, ein Jahr später lief der Bulli wie er bald liebevoll genannt wurde in Wolfsburg neben dem Käfer vom Band. Die Nachfrage nach dem Bulli und dem Käfer sorgte jedoch für Kapazitätsengpässe und deshlab errichte man in Hannover ein neues Werk ausschliesslich für den Typ 2.

Viel Spass bei einer Zeitreise in die 50er Jahre.

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1955 – 2015: 60 Jahre VW Transporter-Werk in Hannover.


 

Hannover, 1. März 2015 – Volkswagen Nutzfahrzeuge schreibt Industriegeschichte: Heute vor 60 Jahren startete der Bau des Transporter-Werks in Hannover. Auf einem 1,1 Millionen Quadratmeter großen Gelände im Stadtteil Stöcken wurde innerhalb nur eines Jahres ein komplettes Werk – die damals größte Fertigungshalle Europas – aus dem Boden gestampft. Es war zugleich der Beginn einer einzigartigen Ära im Fahrzeugbau: Denn hier, in der Stadt am Leine-Fluss, wird seither die Automobil-Legende Bulli (T-Baureihe) gebaut!

  • Fertigstellung in nur einem Jahr
  • 2.000 Arbeiter täglich auf Großbaustelle
  • 1,1 Millionen Quadratmeter Fläche
  • Bulli wird Symbol des deutschen „Wirtschaftswunders“

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Rückblende, Deutschland 1955: Junge Frauen tragen wagemutig Petticoat und Ballerinas, „halbstarke“ Männer Lederjacke. Im Kino läuft  „Wenn der Vater mit dem Sohne“ mit Heinz Rühmann, aus Transistor-Radios tönt der Caterina-Valente-Hit „Ganz Paris träumt von der Liebe“.

Die Deutschen dagegen träumen vom eigenen Auto: Das sogenannte Wirtschaftswunder ist da – und Deutschland wird mobil: Der Volkswagen Käfer ist erneut bestverkaufter Pkw des Jahres, knackt im Laufe des Jahres die Millionen-Grenze.

Auch der Bulli ist heißbegehrt. Die Produktionskapazität im Wolfsburger Stammwerk, wo der Bulli bereits seit 1950 gebaut wird, reicht längst nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Denn: Brot, Bier, Bohnenkaffee und Buletten müssen in großen Mengen zum Verbraucher. Auch Konsumartikel wie Fernseher, Plattenspieler und Kühlschränke sollen schnellstmöglich und sicher zum Kunden geliefert werden. Dazu brauchen Geschäftsleute und Handwerker den unverwüstlichen Bulli.

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 Über 200 Städte und Gemeinden bewerben sich damals, um neuer Standort für das geplante Transporter-Werk zu werden. Heinrich Nordhoff, Geschäftsführer der Volkswagenwerk GmbH und späterer Vorstandsvorsitzender der Volkswagenwerk AG, gewinnt den Aufsichtsrat für den von ihm favorisierten Standort Hannover. Wesentliche Vorteile sind die unmittelbare Nähe zum Mittellandkanal und ein bestehender Verschiebebahnhof.

Zunächst beginnen 372 Mitarbeiter in einem eiskalten, schneereichen Winter mit dem Bau. Ganz unspektakulär, ohne Feierlichkeiten. Nordhoff will es so. Schon Ende März sind auf der Baustelle 1.000 Arbeiter beschäftigt. Der durch einsetzendes Tauwetter inzwischen aufgeweichte, matschige Boden muss mit Bohlenwegen gesichert werden, damit Lkw Baumaterial anliefern können. Auf dem Gelände selbst wächst eine kleine, provisorische Stadt heran – mit Baubüros, Versorgungs- und Unterkunftsbaracken, Kantinenzelten. Auch geschäftstüchtige Händler mit Verkaufsbuden siedeln sich hier schnell an.

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Nach nur 12 Wochen ragen die Mauern schon über vier Meter in die Höhe. 28 große Kräne sind fast rund um die Uhr in Betrieb, 22 große Mischmaschinen spucken täglich 5.000 Kubikmeter Beton aus. Insgesamt werden 1.750.000 Kubikmeter Erde bewegt – das entspricht damals 256.000 Lastwagenladungen!

Ab Mai sind rund 2.000 Arbeiter täglich auf der Riesenbaustelle beschäftigt. 600.000 Quadratmeter Schalholz werden für den Betonguss verbraucht. „Damit hätte man einen ein Meter breiten Holzsteg von Wolfsburg nach Basel bauen können“, schreibt ein Journalist damals.

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Gleichzeitig schult Volkswagen bereits neue Mitarbeiter für die Transporter-Fertigung. Mit einem dafür extra eingesetzten Zug fahren sie jeden Tag um 4.10 Uhr vom Hauptbahnhof nach Wolfsburg, wo sie in die Produktion des Bulli eingewiesen werden. 3.000 Mitarbeiter sollen den reibungslosen Produktionsstart garantieren. In nur wenigen Wochen wird der Karosseriebau eingerichtet, im Februar 1956 ist auch der mehrgleisige, zehn Kilometer lange Bahnanschluss zum Werk fertig.

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Am 8. März 1956 startet die Serien-Produktion eines künftigen Symbols der „Wirtschaftswunderjahre“ in Hannover-Stöcken. Bis 1967, dem Ende der Produktion der ersten Transporter-Generation, laufen in Deutschland 1,8 Millionen Bulli vom Band.

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Bis heute sind weltweit insgesamt rund 11 Millionen Transporter gefertigt worden. Eine Erfolgsgeschichte, die sich fortsetzt: Der Produktionsanlauf für die neue Modellgeneration erfolgt in diesem Jahr. Im Werk Hannover-Stöcken werden neben der T-Baureihe auch der Pickup Amarok und lackierte Panamera-Karossen gebaut, in Limmer das erfolgreiche Freizeitmobil California. Am Standort Hannover sind bei Volkswagen Nutzfahrzeuge rund 12.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Bildnachweis: VW Presse.

60 Jahre Karmann Ghia. Der Käfer im Sportdress. Eine Sonderausstellung im AutoMuseum.


1955 rollte das erste serienmäßige Karmann Ghia Coupé (Typ 14) von den Bändern in Osnabrück. Zum diesjährigen 60. Jubiläum dieses eleganten, zeitlosen Volkswagen mit italienischem Charme gratuliert das AutoMuseum Volkswagen mit der Sonderausstellung „Käfer im Sportdress“. Die Schau zeigt vom 29. Januar bis 11. April 2015 die Erfolgsgeschichte dieses Modells – von Serienmodellen bis hin zu umgebauten Unikaten.

Bereits 1953 präsentierte Wilhelm Karmann Volkswagen Generaldirektor Heinrich Nordhoff den Prototypen eines sportlichen Coupés auf Käfer-Basis. Das Design hatte Karmann bei seinem Freund Luigi Segre, Inhaber der italienischen Karosseriefabrik Ghia, in Auftrag gegeben. Die Fahrzeugstudie wird nun im AutoMuseum präsentiert.

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Von Nordhoff für gut befunden, erhielt Karmann den Auftrag, den Wagen bis zur Serienreife weiterzuentwickeln. Im Frühjahr 1955 lief das erste Karmann Ghia Coupé vom Band. Die erste Modellreihe erkennt man optisch an den kleinen Blinkern und den „Nasenlöchern“ sowie den tief liegenden Scheinwerfern. Im Laufe seiner 20jährigen Evolutionsgeschichte erhielt der Karmann Ghia neben technischen Verbesserungen bis hin zum 50 PS / 37 kW-Motor mit 1,6 Litern Hubraum zahlreiche optische Aufwertungen: Mit der zweiten Serie 1959/60 erfuhr die Front eine Überarbeitung, die Rückleuchten wurden geändert, die Fondfenster ließen sich nunmehr ausstellen. 1969 kamen etwas größere Rückleuchten und hintere Katzenaugen. Und 1971 spendierte man ihm massive Kasten-Stoßfänger und noch größere Rückleuchten, außerdem wurde das Interieur deutlich aufgefrischt. Jeweils ein Vertreter jeder Evolutionsstufe des Karmann Ghia ist in der Sonderausstellung zu bewundern.

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Die Vielseitigkeit dessen, was auch mit dem Karmann Ghia machbar ist, zeigen von Enthusiasten umgebaute Unikate wie das Karmann Ghia Cabriolet mit Elektro-Antrieb oder das komplett mit Porsche 993-Technik aufgerüstete Coupé. Weiterhin zu sehen ist ein aus Südamerika stammendes Karmann-Rennfahrzeug – auf so einem Auto begann Emerson Fittipaldi seine Motorsport-Karriere.

Neben weiteren Prototypen wie dem EA 47-12, einer viersitzigen Volkswagen Studie mit Ghia-Elementen, wird auch die Geschichte des „großen Bruders“, des Karmann Ghia Typ 34 – auch hier beginnend mit der Studie von 1960 – beleuchtet.

Und natürlich hat sich auch Karmann schon sehr früh zum sogenannten Global Player entwickelt: Der Aufbau eines Werkes im brasilianischen Sao Paulo war den rigiden und für europäische Waren teuren Einfuhrbestim-mungen in das südamerikanische Land geschuldet. Neben Karmann Ghia Coupé und Cabriolet wurde auch eine Variante nur für Brasilien entwickelt – das Touring Coupé TC 145.

 

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Dem Karmann Ghia geht eine lange Tradition von Wilhelm Karmann als Kutschen- und Karosserie-Bauer voraus. 1901 hatte er den Betrieb von der Witwe Klages in Osnabrück übernommen, um künftig maßgeschneiderte Aufbauten zu fertigen. Besonders für den Automobilbauer Adler in Frankfurt/Main entwarf und produzierte er zahlreiche Karosserien. Ende der 1940er Jahre begann die über Jahrzehnte währende Kooperation mit Volkswagen, angefangen beim Käfer Cabriolet. Daneben baute Karmann auch für andere Automobilhersteller wie BMW, Chrysler, Ford, Hanomag und Mercedes Karosserien oder komplette Fahrzeuge.

Um die Ausstellung in dieser Vielfalt zu realisieren, bedurfte es der Unterstützung durch private Karmann Ghia Enthusiasten und Volkswagen Classic/Automobilsammlung Osnabrück. Die Leihgeber stellten dankenswerterweise ihre Schmuckstücke und dazugehörige Devotionalien vom Modellauto bis zum historischen Pressefoto zur Verfügung. Zu besichtigen ist die Ausstellung vom 29. Januar bis zum 11. April 2015.

Die neue Sonderausstellung „Das T2 abc“ im AutoMuseum Volkswagen.


„Kultig“ charakterisiert die zweite Transporter-Generation von Volkswagen wohl am treffendsten. Um sie und ihren Kultstatus zu bewahren, gründete sich vor 20 Jahren die Interessengemeinschaft T2 (IG T2). Anlässlich ihres Jubiläums zeigt das AutoMuseum eine Sonderausstellung verschiedener Modellvarianten, die im Oktober offiziell eröffnet wurde und bis zum 23. Dezember 2014 läuft.

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Die Erfolgsgeschichte des Volkswagen Transporters, liebevoll Bulli genannt, hatte Ende der 40er-Jahre begonnen. Kultstatus erlangte die ab 1967 gebaute zweite Transporter-Generation T2. Sie blieb dem klassischen Konzept des luftgekühlten Boxermotors treu, auch Aufbauprinzip und Radstand entsprachen dem des Vorgängers.

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Neu waren größere Seitenscheiben, serienmäßige Schiebetür, Panaroma-Frontscheibe sowie unten positionierte Blinker. Diese „rutschten“ mit der Facelift-Version nach oben. Der sogenannte T2b stand auch für alternative Konzepte wie Elektro-, Hybrid- oder Gasturbinenantrieb. In der letzten Ausführung (T2c) wurde der Bulli noch bis 2013 in Brasilien gebaut, zuletzt mit wassergekühltem Motor. Insgesamt entstanden weltweit rund 3,9 Millionen T2-Busse.

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Anfang der 1990er Jahre hatte sich ein Freundeskreis für die frühen Modelle der zweiten Transporter-Generation gefunden, der 1994 die „Interessengemeinschaft T2 – Freunde des VW-Busses 1967 – 1979
e. V.“ begründete. Knapp 20 Enthusiasten zählte der Verein damals, heute sind es rund 600. Für den Austausch der Mitglieder untereinander veranstaltet die Interessengemeinschaft jährlich deutschlandweit ein Fahrzeugtreffen. Über Clubzeitschriften und die Website http://www.bulli.org bleiben die Mitglieder in Kontakt.

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Zur T2 IG gehört das ebenfalls von Enthusiasten gegründete VW Bus Museum, aus deren kontinuierlich wachsender Sammlung einige Schmuckstücke anlässlich der Sonderausstellung „Das T2 abc“ präsentiert werden. Dazu kommen Leihgaben von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer und des AutoMuseums.

Die Sonderausstellung läuft vom 18. Oktober bis 23. Dezember 2014. Begleitend bietet die IG eine Broschüre zur zweiten Transporter-Generation sowie ein Wiking-Sondermodell zu ihrem 20jährigen Jubiläum an. Beides ist im Shop des AutoMuseums auf der Wolfsburger Dieselstraße 35 erhältlich.