Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #9


Der Paradigmenwechsel zeichnete sich bei Porsche 1976 ab. Front- statt Heckmotor, Wasser- statt Luftkühlung. Drei Jahre nach VW schien Porsche im modernen Automobilbau angekommen zu sein und die Nähe zum VW Käfer verlassen zu wollen. Den Motor im 924er übernahm man aus dem VW-Konzern von Audi, für das Unternehmen hatte man 1933 den Auto Union Grand Prix Rennwagen mit 16-Zylindermotor konstruiert. Alles schien irgendwie in der Familie zu bleiben.  Welche eigene Kraft allerdings die Marke Porsche und die Fahrzeuge haben, das kann man wieder einmal zur Saisoneröffnung in der Porsche Klassik #9 erfahren.

Das Zeitfenster eröffnet einen wunderbaren Blick auf den Porsche 718 RSK mit Ricardo Rodriguez in der Steilkurve auf dem Meadowdale Raceway im Jahr 1959. Mit dem 718 RSK sind wir eigentlich schon mittendrin im Thema des Heftes. Dem Mittelmotor.

Das Mittelmotor-Spezial widmet sich eines geschichtlichen Abrisses dieser Motoranordnung bei Porsche. Das beginnt 1953 mit dem 550 Spyder und geht weiter zu den 718er Modellen. Während diese noch für die Rennsporterfolge aufgelegt werden, sollen deren Nachfolger, der 914/6 und der Boxster Geld in die Kasse spülen. Der Reiz des Mittelmotors liegt in seiner Auswirkung auf das Fahrverhalten. Und das macht bei Porsche ja von jeher seinen ganz besonderen Reiz aus. Auf geht’s auf grosse Fahrt.

In der Cover-Story hatte Porsche-Klassik das Glück und das Vergnügen einen ganz besonderen Porsche zu besuchen. Während Janis Joplin nämlich einen Mercedes-Benz vom lieben Gott  besang, fuhr sie lieber ein 356er SC-Cabriolet aus der Stuttgarter Nachbarschaft, das sie sich im typisch psychedelischen Hippie-Look der 60er Jahre lackieren liess. Der Gebrauchtwagen der Hippie-Ikone kam nach unbekannt unter den Hammer. Sicher wird er irgendwo wieder auftauchen. Bis zum Wiedersehen muss die Story in Porsche Klassik reichen.

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Hippie-Look in den 60ern, Sponsorfarben in den 70ern. Statt Miitelmotor nun Transaxle. Die Rede ist vom 924er, der bereits im ersten Modelljahr mit einem Sondermodell anlässlich des Gewinns der Sportwagen-WM beehrt wurde. Die weissen Fahrzeuge waren aussen mit Klebern im Look des Motorsportsponsors Martini verziert, ein Look, der sich auch innen auf Sitzen und Polstern fortsetzte. Obwohl das alkoholische Getränk nie genannt wurde, ist das limitierte Sondermodell in der Szene als Martini-Porsche bekannt. Porsche Klassik nimmt uns mit auf eine Zeitreise.

Eine Zeitreise der besonderen Art bietet das Louwman Museum in Den Haag an. Hier werden die originalen Porsche der Rijkspolitie ausgestellt. Ob 356er Cabriolet, 911 Tara oder 924er, in den Niederlanden konnte man auf den Autobahnen nicht entkommen. Über 500 Porsche waren während 35 Jahren dort im Einsatz. Schnell und autoritär. Die Geschichte der Autobahngeschichte beginnt ab Juli im Museum in den Niederlanden und beleuchtet einen interessanten Aspekt der Porsche Geschichte.

Hinter den Kulissen bei Porsche war früher Otto-Ulrich Filius tätig. Im Rückblick stellt Porsche Klassik den ehemaligen Chefverkäufer auf dem nordamerikanischen Markt vor, der sich einen Dienstwagen in Zwetschgenbalu-Metallic über de Atlantik schippern liess. Wieso, weshalb und warum, das ist schon eine ebenso interessante Geschichte.

Gefeiert wird auch: 100 Jahre Targa Florio. Dieses Langstreckenrennen über die Landstrassen Sardiniens war jahrzehntelang einer der Saisonhöhepunkte im Sportwagenrennen-Kalender. Und Porsche war fast von Anfang an dabei, nämlich schon 1922 mit dem von Porsche konstruierten Austro-Daimler „Sascha“. Natürlich siegreich. Wie auch die späteren Wagen von Porsche auf der Insel.

Apropos Sportwagenrennen: niemand hat dieser Seite des Motorsport so ein Denkmal gesetzt wie Steve Mc Queen im Film-Epos „Le-Mans. Siegfried Rauch, alias Erich Stahler und Konkurrent von Michael Delaney, den Mc Queen spielt, erinnert sich an seine Freundschaft mit dem amerikanischen Filmstar und einen Besuch in Bayern als Steve gar nicht mehr von Schweinebraten mit  Knödeln weg wollte.

Das und noch viel mehr gibt es für € 8,00 an jedem Kiosk, wenig Geld für viel Kraft und einen schönen Überblick über die Paradigmenwechsel von Porsche. Nicht nur beim Frontmotor.

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Neu am Kiosk: VW Classic #12. Das Magazin für historische Volkswagen.


Was? Schon wieder eine neue Ausgabe von VW Classic am Kiosk? Dann wird es höchste Zeit, die Winterarbeiten fertig gebracht zu haben. Schliesslich weisen Ausgaben mit geraden Nummern auf den Frühlingsanfang hin , Ausgaben mit ungeraden Nummern kündigen hingegen den Herbst und die salzige Jahreszeit an. Solche Gegensätze ziehen sich auch durch die Historie von Volkswagen. Luft- oder wassergekühlt, Heck- oder Frontantrieb, Limousine oder Cabriolet, Transporter oder Bus. Das aktuelle Heft wird dieser Geschichte mit spannenden Stories und anspruchsvoller Fotografie gerecht. Die erste Ausfahrt kann kommen.

Die Ausgabe Nummer 12 ist dem Käfer-Nachfolger gewidmet: dem Golf, genauer gesagt, dem Wolf im Golfpelz, besser als GTI bekannt. Interview mit ehemaligen Managern und Technikern beschreiben die Erfolgsstory der Generationen  1 bis 4.

Die Aufmacher Story führt passend zur Jahreszeit mit dem T2-Camper von Westfalia nach Mumbai in Indien. Aber der Bus muss die Fernreise ohne uns antreten: er ist bereits da. Und gehört einer indischen Familie, die sich damit einen 30 Jahre währenden Traum erfüllte.

Tuning war bereits zu luftgekühlten Zeiten en vogue. Mattschwarze Haube, Talbot-Spiegel und ganz sportlich auch mit Frontspoiler. Der wurde übrigens im Hause „Kamei“ erfunden und sollte dem Auftrieb an der Käfer Vorderachse im Zaum halten. VW Classic besucht einen Sammler, der die Kreationen von Karl Meier sammelt.

Ganz im Gegensatz zum einfachen Tuning von Kamei war es um die Rometsch Modelle bestellt. Diese seltenen Sonderkarosserien der 50er Jahre aus Berlin waren seinerzeit ungefähr so teuer wie ein 356er und ihre Besitzer nicht minder prominent wie die Rometsch Modelle selbst. Das VW-Sammler Gespann Grundmann (Vater und Sohn) haben nun das Rometsch Erbe in einem Museum zusammen getragen….Wunderschön.

Während die Rometsch Banane etwas für Kenner war, sollte der Fridolin einfach nur ein Packesel sein. Im Auftrag der Deutschen Post entwickelte und fertigte VW gemeinsam mit Westfalia und Karmann den Typ 147, den sich auch die Schweizer Post in den Fuhrpark der Alpenrepublik stellte. Eine schöne Entwicklungsgeschichte abseits vom Käfer-Alltag bei VW in den 60ern.

Bevor ein T1 Barndoor wieder auf die Strasse rollt, musste er erstmal entdeckt werden. Zufällig aufgenommen Bilder aus Griechenland lösen eine wilde Suche aus, die mit dem Kauf eines T1 aus dem ersten Baujahr belohnt wird. Vor der Restaurierung beginnt die Geschichte mit dem Aufspüren und Retten eines ganz frühen Barndoor Busses auf der Insel Samos, die Restaurierung wird dagegen ein Kinderspiel.

Darüber hinaus viel Wissenswertes aus der Szene, u.a. die Reportage über

  • das VW Käfer Treffen in Döbeln
  • die Modellautos des Typs Karmann Ghia
  • sowie News, Jubiläen, Veranstaltungen und Tipps aus der Community.
  • Für die Wasserkühler: U.a. das GTI Treffen am Wörthersee ganz im Sinne der drei Zeichen: 40 Jahre GTI:
  • Dazu wie immer viele Tipps aus der Szene: Teile, Bücher, Treffen

Das aktuelle Heft ist für den Preis von € 6,90 an jedem Kiosk erhältlich. Die erste Ausfahrt kann wirklich kommen.

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26. Februar 1946: Vor 70 Jahren – Dr. Hermann Münch wird erster Haupttreuhänder und Generaldirektor von Volkswagen


Im Dezember 1945 erfolgt unter britischer Regie der Serienstart der Volkswagen Limousine. Daher setzt das britische „Board of Control“ am 26. Februar 1946 den Wirtschaftsjuristen Dr. Hermann Münch als Haupttreuhänder ein. Am 17. Juni 1946 übernimmt Münch zugleich die neugeschaffene Position des Generaldirektors.

Der am 20. März 1885 im westfälischen Iserlohn geborene Münch arbeitet nach Schule und Jurastudium in Anwaltskanzleien und als Industrieanwalt. Der promovierte Rechtswissenschaftler und erklärte Gegner des Nationalsozialismus soll bei der Volkswagenwerk GmbH für geordnete Strukturen und eine klare Aufgabenverteilung sorgen. In seiner Doppelfunktion wirkt Münch eng mit Major Ivan Hirst, dem Senior Resident Officer der britischen Militärregierung, und der im November 1945 erstmalig gewählten Betriebsvertretung zusammen.

Konsensorientiert und im Finanzbereich kompetent, engagiert sich Münch für die etwa 7.000 beschäftigen Arbeiter. Er setzt sich vor allem für die Beschaffung von Wohnraum ein. Der Teamgeist zwischen Militärregierung und deutschem Management, Pragmatismus, Optimismus und unermüdlicher Aufbauwille tragen dazu bei, dass die Produktionszahlen allmählich steigen. Am 14. Oktober 1946 läuft der zehntausendste nach Kriegsende gefertigte Volkswagen vom Band.

Die von Münch mit dem Betriebsrat ausgehandelte und am 10. Mai 1947 in Kraft tretende Betriebsvereinbarung sichert den Arbeitnehmervertretern erweiterte Mitbestimmungsrechte zu. Den Übergang in die Wirtschaftswunderzeit hat Dr. Hermann Münch gut vorbereitet.

Auf Münch folgt am 1. Januar 1948 der Automobilmanager Heinrich Nordhoff. Seine Nachfolger sind Kurt Lotz, Rudolf Leiding, Toni Schmücker, Carl Horst Hahn, Ferdinand K. Piëch, Bernd Pischetsrieder, Martin Winterkorn und Matthias Müller.

Vor 70 Jahren: Produktionsstart des VW Käfer.


Kurz nach dem ersten Nachkriegsweihnachten 1945 liefen die ersten Fahrzeuge des Volkswagen Typ 1 vom Band, dem am Ende mehr als 21 Millionen Käfer folgen sollten. Bis Jahresende 1945 waren es aber nur insgesamt 55 Fahrzeuge. Der Beginn der Serienproduktion erfolgte recht improvisiert und in den folgenden Monaten erschwerte die Mangelsituation die Produktion. Doch die ersten Fahrzeuge setzten ein sichtbares Zeichen für Hoffnung und Neubeginn in der britisch kontrollierten Autofabrik.

Bis  Kriegsende 1945 waren gerade mal 630 der so genannten KdF-Wagen gefertigt worden. Die zu ihrer Produktion errichtete moderne Fabrik im heutigen Wolfsburg wurde während des Zweiten Weltkriegs Teil der deutschen Rüstungswirtschaft und erzeugte vor allem militärische Güter. Am 11. April 1945 von amerikanischen Truppen besetzt, übernahm die britische Militärregierung im Juni 1945 die Treuhänderschaft über das Werk mit seinen rund 6.000 Beschäftigten.

Serienproduktion der Volkswagen Limousine.

Serienproduktion der Volkswagen Limousine.

Der eben als Senior Resident Officer eingesetzte 29-jährige Standortverantwortliche Major Ivan Hirst erwirkte am 22. August 1945 einen ersten Auftrag über 20.000 Limousinen, der der Fabrik und den Menschen eine Zukunft gab und Demontagen verhinderte. Die Fahrzeuge waren vor allem für alliierte Stellen, aber auch für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land gedacht. Die Produktion verharrte 1946/47 zumeist bei 1.000 Fahrzeugen im Monat. Privatleute kamen in nennenswerter Zahl erst nach der Währungsreform im Juni 1948 zum Kundenkreis.

Bis heute sind die britischen Wurzeln von Volkswagen spürbar, denn die Briten stellten die Fabrik auf Zivilfertigung um und achteten auf die Qualität der Fahrzeuge. Sie legten großen Wert auf Service und Kundennähe und knüpften ein Händlernetz, das 1948 bereits alle drei Westzonen umspannte. Mit dem Start des Exports im Oktober 1947 internationalisierte sich das Geschäft. Die ersten Betriebsratswahlen im November 1945, kaum ein halbes Jahr nach Kriegsende, brachte die demokratische Partizipation ins Werk. Als die Volkswagenwerk GmbH im Oktober 1949 in deutsche Hände übergeben wurde, befand sich das Unternehmen in einer Pole Position für den Start ins so genannte Wirtschaftswunder.

Portrait vom Britischen Senior Resident Officer Major Ivan Hirst.

Portrait vom Britischen Senior Resident Officer Major Ivan Hirst.

„Volkswagen hatte großes Glück, dass die robuste Limousine der britischen Militärregierung die Erledigung ihrer Verwaltungsaufgabe erleichterte und dass mit Ivan Hirst der richtige Mann die Verantwortung vor Ort trug. Der kluge Pragmatiker gab der Fabrik und der Belegschaft eine Vision, indem er britische Soldaten und deutsche Mitarbeiter gleichermaßen motivierte, aus der darniederliegenden Fabrik ein erfolgreiches Marktunternehmen zu machen. Er wusste um die Qualitäten der Volkswagen Limousine und brachte ihn auf die Straße,“ fasst Dr. Manfred Grieger, Leiter der Historischen Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft zusammen.

Der Käfer trug entscheidend zur Demokratisierung der Mobilität bei, war später in vielen Ländern zu Hause und etablierte sich zu einem wichtigen Botschafter und Sympathieträger Deutschlands. Zuletzt noch im mexikanischen Puebla produziert, wurde die Fertigung nach mehr als 21 Millionen Fahrzeugen Ende Juli 2003 eingestellt. Als automobile Ikone erreichte der Käfer die Herzen vieler Millionen. Seine charakteristische Silhouette wird überall erkannt.

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #8


Wie facettenreich die Geschichte von Porsche ist, wird einem spätestens klar, wenn man die Herbstausgabe des Porsche Magazins in Händen hält. Wenige Modellreihen nur, und trotzdem gibt es die Faszination Porsche. Woran das liegt? An der feinmaschigen Geschichte des Hauses und seiner Produkte gepaart mit grossen Namen seiner Fahrer – oder einfach der Liebe ihrer Besitzer. Und um die geht es in Porsche Klassik #8 von der ersten bis zur letzten Seite 130. Achtung der Zünschlüssel sitzt links.

Am Start im Zeitfenster das Debut des 928 als Pacecar in Le Mans. Gerade ein Jahr auf dem Markt fährt er in der Einführungsrunde den 936ern vornweg. Trotz des Porsche Packcars wird es nicht zum Gesamtsieg reichen. Das war es auch schon mit den Wassergekühlten, ab jetzt kühlt das Heft mit Luft.

Die Titelgeschichte fährt den 959 vor, der als „Gruppe B“-Studie auf der IAA 1983 den Porsche Stand zierte. Die Gruppe B war insbesondere im Rallye Sport der ultimative Hammer, im Grunde genommen die sportliche Lizenz des technisch Möglichen auszureizen. Während der ebenfalls auf der IAA 1983 präsentierte Audi Sport quattro im Jahr drauf auch gleich zum Angriff in der Rallye WM blies, nahm man sich bei Porsche noch ein wenig Zeit, um das Aushängeschild des Hauses auf Alltagstauglichkeit zu polieren. Die ganze Geschichte über 11 Seiten zur DNA des 959 liest sich nicht nur gut. Sie ist es auch.

Gelassener geht es beim Mauerblümchen in der Porsche Geschichte zu. Anstatt dem 912 das Image des Ausputzers im Programm anzuheften, wird dem Reiz des legitimen Nachfolgers vom 356er bei einer Ausfahrt von vier sehr unterschiedlichen Modellen nachgefahren. Darunter der erste Porsche von Elke Sommer und ein wunderbarer SW Targa.

Apropos Ausfahrt. Unter GTS Routes bietet Porsche eine App für unverfälschten und puren Fahrspass an. Die kostenlose App bietet kurvenreiche Strassen dieser Erde zum Nachfahren und Erleben an. Und wer Lust hat, zeichnet seine Lieblingsstrecke auf und verfasst seinen eigenen GTS Moment, um ihn mit Freunden und Nutzern der App zu teilen. Porsche Klassik fuhr mit einem 911 Cabriolet auf der Deutschen Alpenstrasse von Lindau am Bodensee bis nach Berchtesgaden am Königssee.

Und weil man da schon in den Bergen ist, widmet sich das Kapitel Motorsport der Teilnahme bei der Berg-Europameisterschaft von Porsche einer 13-seitigen Huldigung. Bergrennen waren kurze, knallharte Sprintrennen über wenige KM, auf der einen Seite an der Felswand entlang, auf der anderen lauerte der Abgrund. Leichtgewichte waren hier im Vorteil und so zaubert Porsche bei den Wettkämpfen gegen Ferrari, Abart und BMW mit immer exotischeren Material immer leichtere Fahrmaschinen hervor, deren Leistungsgewicht jenseits von Gut und Böse liegen. Zahlreiche Bilder aus der Epoche runden den Artikel ab.

MehrKm auf dem Buckel hat dagegen der 64er 356er eines amerikanischen Porsche Fans. Der Zähler am Tacho steht kurz vor dem Wechsel auf die Million. Seine Geschichte von 1968 in der Hand des Besitzers ist eine Liebesgeschichte im betagten Alter der beiden. Wobei der Porsche seinen Besitzer wohl überleben. wird.

Noch keinen alten Porsche in der Garage. Dann bei Early 911 vorbei schauen. In Dortmund sammelt und restauriert jemand bis zur Perfektion luftgekühlte Porsche aus dem ebenfalls gesammelten Fundus. Seine Spezialität im Porsche Himmel. Ausgefallene Modelle aus aller Welt.

Daher kamen auch die meisten Porsche zur Rennsport Reunion in Laguna Sec zusammen. Unter dem Motto »Legends aus Le Mans« brachte Porsche acht Modelle aus dem eigenen Fundus mit. Die restlichen Stars platzierten Fans der Marke aus aller Welt an die Strecke. Le Mans Stars wie Stuck, Bell, Ickx, Elford oder Piper liessen es sich nicht nehmen als Le Mans Legenden selbst in Lenkrad zu greifen.

Wenn Walter Röhrl ans Lenkrad, oder besser ins Lenkrad greift, geht es meistens ans Limit. Diesmal vergleicht der zweifache Rallye Weltmeister einen 964er Carrera 2 mit dem Carrera 4 und klärt über die Vorzüge des Allradantriebs jenseits der elektrischen Helferlein auf. Sein Fazit:« Allrad ist eine grosse Evolution«.

Ohne Drehmoment geht es ins Porsche Museum zu einem 911 2.4 S Sportomatic aus dem Jahr 1972, der eigentlich ein verwunschener 911 2.7 RS ist – mehr oder weniger.

Neugierig geworden. Ausserdem gibt es:
Unterwegs im 911 turbo bei der Paul-Pietsch-Klassik
Passend zur Zeit: Automobile Geschenke zu Weihnachten
Eine Fotosession mit RenLé Staud.

Ehrlich gesagt, schneller kann man für € 5,90 nicht an jedem Kiosk in die Geschichte von Porsche einsteigen.

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Die Doppelkabine – VW Bus T1.


Die Kreuzung aus PKW und Pritschenwagen gilt mittlerweile weltweit als beliebteste Karosserieform. Großserientechnik aus dem PKW kombiniert mit leicht zugänglicher Ladefläche – so entstand letztendlich auch der VW Bus. Der Heckmotor des Käfers ermöglichte die Frontlenkerbauweise der Ur-Bullis und damit eine optimale Ausnutzung der Verkehrsfläche.

Eine Doppelkabine aus dem Jahre 1964.

Eine Doppelkabine aus dem Jahre 1964.

Anfangs gab es den Transporter nur als Kastenwagen und Kombi, im Sommer 1952 folgte dann der dreisitzige Pritschenwagen. Bis zur ersten serienfähigen Doppelkabine sollte es allerdings noch dauern. Die Firma Binz erkannte schließlich die Marktlücke und fertigte einen ersten Prototypen. Nach ihm entstanden ab 1953 Pickups mit verlängertem Fahrerhaus und verkürzter Ladepritsche. Die Besonderheit: eine hinten angeschlagene Kabinentür.

1958 bietet Volkswagen erstmals die Doppelkabine ab Werk an.

1958 bietet Volkswagen erstmals die Doppelkabine ab Werk an.

Die erste werkseigene Doppelkabine lief hingegen erst am 3. November 1958, also neun Jahre nach Fertigungsbeginn des Transporter vom Band. Die Ladefläche der Doka maß in der Länge 1755 und in der Breite 1570 mm. Daraus resultierte eine Ladefläche von immerhin 2,75 Quadratmetern. Drei abklappbare Ladebordwände mit einer Höhe von 375 mm sicherten das Transportgut. Die maximale Nutzlast lag zum Ende der Bauzeit bei 940 kg. Versehen mit Spriegel und Plane ließen sich 4,9 Kubikmeter wettergeschützt transportieren. Das Fahrerhaus bot bis zu sechs Personen Platz.

Aus dem kommunalen Fuhrpark oder der Baubranche ist die Doppelkabine, die erstmals 1958 im Volkswagen-Werk produziert wurde, bis heute nicht mehr wegzudenken.

Aus dem kommunalen Fuhrpark oder der Baubranche ist die Doppelkabine, die erstmals 1958 im Volkswagen-Werk produziert wurde, bis heute nicht mehr wegzudenken.

Motorisiert wurde die Doppelkabine durch einen 1,2 Liter großer Boxermotor mit einer Leistung von zunächst 30, später 34 PS. Mit dem Modeljahr 64 kam ein zweites Aggregat hinzu. Der Hubraum wuchs auf 1,5 Liter und die Leistung des größeren Motors lag bei kräftigen 42 PS, das maximale Drehmoment bei 94 Nm. Nur ein Jahr später verschwand der kleinere Motor endgültig aus dem Verkaufsprogramm. Knapp 80.000 Doppelkabinen verließen bis zum Ende der Bauzeit die Hallen in Hannover – eine Kleinserie im Vergleich zu allen anderen Karosserieformen des T1.

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Neu am Kiosk: VW Classic #11. Das Magazin für historische Volkswagen.


Die zweite Ausgabe des VW Classic Magazins in diesem Jahr berichtet wie gewohnt auf über 120 Seiten kompetent und aufwändig über die Volkswagen der 50er, 60er, 70er und 80er Jahre.  Das neue Heft ist so bunt und vielfältig wie die Blätter an den Herbstbäumen und berichtet über Modelle, Geschichte und aktuelle Themen der VW Klassik-Szene. Journalistisch und fotografisch anspruchsvoll umgesetzt, zählt VW Classic zum Besten, was es auf dem deutschsprachigen Markt an Monomarkenmagazinen gibt. Dazu gehören auch die vielen Blicke hinter die Kulissen der Geschichte von Volkswagen und der Präsenz in der Szene. 

Ausgabe Nummer 11 ist ein Eldorado für die Freunde luftgekühlter VWs. Im Titel steht das 60jährige Jubiläum des Volkswagen Karmann Ghia im Mittelpunkt. Der  Käfer im Sonntagskleid war einst recht erfolgreich und wurde auch in Brasilien und der Schweiz gefertigt. Die Geschichte spürt auch einem 57er Coupé nach und stellt den Wagen ausführlich vor.

Was einem 51er Käfer – noch mit originalen Rheumaklappen – bis heute alles widerfahren kann, vermag man sich gar nicht richtig vorzustellen. Aber so wie der hier mit 50 PS Okrasa-Anlage vorgestellte Brezel heute dasteht, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Im Interview Otto Eichelmann, ehedem VW-Händler aus aus Bad Bentheim, hatte den Wagen 1978 in Zahlung genommen. Gegen ein Autoradio im Neuwagen. Und den alten Käfer dann Jahrzehnte etwas aufgehübscht in seinem Autohaus im Showroom stehen.  Nach dem Jahrtausendwechsel stand die Restaurierung auf dem Programm. Genau 60 Jahre nach der Erstzulassung gab es im November 2o11 eine Neuzulassung für den Käfer, bei dem die Musik hinten spielt. Dank Okrasa.

Ganz woanders spielt die Musik bei der Idee sich günstig einen T1 zu besorgen. VW Classic geht der Frage nach, ob es sich lohnt, einen T1 aus dem Sambaland Brasilien zu besorgen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Günstiger Anschaffungspreis, ein Vorleben ohne Winter und Salz, dafür einen Exoten im Gepäck. Die Antwort fällt positiv aus. Viel günstiger wird man an einen guten T1 nicht herankommen, und einen 15-Fenster-Bus sieht man in unseren Breiten auch eher selten.

Apropos T1. Die Ansprüche des modernen Verkehrs zehren an den thermischen Ausdauerleistungen der luftgekühlten Käfermotoren. Nicht nur Alpenpässe auch Autobahnfahren bringen den Boxer ins Schwitzen. Und da neben Luft eben nur das Öl die Thermik im Zaum hält, wird aufgezeigt, wie man den Bus mit wenigen Zusatzaggregaten wie Ölkühler und Zusatzölsumpf  einen kühlen Kopf bewahren lässt.n

Ohne Boxer begann VW dagegen die Mobilisierung in China. Im Interview erläutern Ex-VW-Vorstandsvorsitzender Carl Hahn und Ex-VW-Vorstand Marin Post, warum es der in Europa eher unbeliebte Santana war, mit dem VW den chinesischen Markt eroberte. Am Ende wird klar. Der Käfer wäre das völlig falsche Modell gewesen.

Darüber hinaus viel Wissenswertes aus der Szene, u.a. die Reportage über

  • das VW Treffen in Bad Bamberg
  • die VW Modelle von Revell,
  • sowie News, Jubiläen, Veranstaltungen und Tipps aus der Community.
  • Und  eine Vorstellung der Kitcarss  auf VW Basis von Apal in Belgien
  •  Für die Wasserkühler: U.a. wie man auf dem Golf II im Norden Deutschlands das Stuntfahren lernen kann
  • Dazu wie immer viele Tips aus der Szene: Teile, Bücher, Treffen

Das aktuelle Heft ist für den Preis von € 5,90 an jedem Kiosk erhältlich. Die langen Abende können kommen.

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5. August 1955 – vor 60 Jahren: Die erste Käfer-Million.


Als am 5. August 1955 die Rekordmarke von einer Million Fahrzeuge erreicht war, feierte Volkswagen ein Riesenfest.

Man hatte den Käfer (mittlerweile als „Ovali“-Modell) und den damals noch in Wolfsburg gebauten Transporter im Programm. Dazu kam das bei Karmann gefertigte Käfer Cabriolet. Star des Jubiläumsfests im Werksstadion war ein goldfarbener, mit Strasssteinen auf den Chromteilen verzierter 30-PS-Käfer mit der typischen ovalen Heckscheibe. Tausende Beschäftigte und ihre Gäste feierten mit und genossen eine Show mit Darbietungen aus allen Exportländern.

Der goldlackierte Jubilar mit den Strassstein-besetzten Chromteilen steht heute im Zeithaus der Autostadt

Der goldlackierte Jubilar mit den Strassstein-besetzten Chromteilen steht heute im Zeithaus der Autostadt

Nur wenige hatten an einen solchen Erfolg geglaubt, als die Produktion Ende 1945 angelaufen war. Aber es gab genügend Visionäre unter den Werkern und den Führungskräften, die alles gaben für „ihr“ Produkt. Zehn Jahre dauerte es, bis die erste Million geknackt war – wovon der größte Teil auf den Käfer (Typ 1) und seinen Cabrio-Ableger, der Rest auf den Transporter (Typ 2) entfiel. Ende 1955 kam der Karmann-Ghia hinzu, 1961 folgte der „große Käfer“ 1500 (Typ 3). Mittlerweile lief der Export auf vollen Touren, für den Käfer gab es lange Lieferzeiten. Woraufhin die Produktion angekurbelt wurde und die zehnte Million bereits 1963 erreicht war.

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46 Jahre T2-Fertigung – 1968 bis 2013


In Europa tritt der neue Transporter der zweiten Generation erstmals zum Modelljahr 1968 in Erscheinung. Weltweit wird er für die kommenden Jahre zunehmend das Straßenbild prägen. Anfangs noch exportiert, läuft er ab 1971 in Mexico und ab 1975 in Brasilien vom Band und vollzieht bis ins Jahr 2013 – anders als in Europa – ganz eigene Entwicklungsstadien.

Der Laderaum hinter den Sitzen misst fünf Kubikmeter.

Der Laderaum hinter den Sitzen misst fünf Kubikmeter.

Zum Modelljahr 1968 startet die zweite Generation des äußerst erfolgreichen Transporter. Optische Merkmale des komplett neu entwickelten Fahrzeugs sind unter anderem eine geänderte Front mit untenliegenden Blinkern, große Seitenscheiben, eine serienmäßige Schiebetür und die Panorama-Windschutzscheibe.

Der Transporter bildet von Anfang an eine ideale Basis für Reisemobile. Beliebt sind die Modelle mit Aufstelldach.

Der Transporter bildet von Anfang an eine ideale Basis für Reisemobile. Beliebt sind die Modelle mit Aufstelldach.

Technisch kommen eine wartungsärmere Vorderachse und eine Doppelgelenk-Hinterachse zum Einsatz. Unverändert sitzt im Heck ein luftgekühlter Vierzylinder-Boxermotor mit vorerst 47 PS, der nun jedoch niedriger baut und damit mehr Laderaum oberhalb des Motorraums ermöglicht. Zudem ist der T2 160 Millimeter länger als sein Vorgänger. Damit wächst der Laderaum auf immerhin fünf Kubikmeter.

Die Campingbus-Ausbauer setzen das fünfte Rad am Wagen nach vorne auf die Nase.

Die Campingbus-Ausbauer setzen das fünfte Rad am Wagen nach vorne auf die Nase.

Wesentliche Sicherheitsfortschritte kommen hinzu: Ausgehend von amerikanischen Richtlinien ist der Transporter enorm crashsicher. Auch wenn sich manches aus der Sicht von heute seltsam anhört: „Alle Sitze lassen sich mit Hüftgurten ausstatten. Die Fahrerraumsitze und die außenliegenden Sitzplätze des Fahrgastraumes können auch wahlweise mit Schulter- oder kombinierten Hüft-Schultergurten versehen werden“, empfiehlt die erste Betriebsanleitung 1967. Mit seiner aufwendigen Technik und der großen Sicherheitsvorsorge wie beispielsweise einer neu entwickelten Sicherheitslenksäule unterscheidet sich der Transporter T2 deutlich von anderen Nutzfahrzeugen seiner Zeit. Mehr denn je ist er nicht nur Transporter sondern auch Großraumlimousine. Nicht umsonst tragen die fein hergerichteten Busvarianten zunächst die Bezeichnung Clipper. „Neuer Volkswagen Transporter – wie ein Pkw“, so steht es nicht ohne Grund über einer frühen Pressemitteilung zum T2 von Volkswagen.

Die erste Sonderkarosse des T2 entsteht in Brasilen. Allerdings nimmt dieser Typ eine Sonderstellung in der Nomenklatur ein.

Die erste Sonderkarosse des T2 entsteht in Brasilen. Allerdings nimmt dieser Typ eine Sonderstellung in der Nomenklatur ein.

Der Transporter bildet somit eine ideale Basis für Reisemobile. Nur eines stört: Das Reserverad steht hinten links in einer Mulde im Gepäckraum und schränkt beim gängigen Grundriss mit Klappsitzbank das Bettenmaß ein. Mal wird das Rad in den damals üblichen, großkarierten Stoff gehüllt oder mit einem Schrank in Teakholzdekor überbaut, mal kommt ein Faltreifen zum Einsatz, der im Notfall aufgepumpt wird. Die einfachste Möglichkeit: Die Campingbus-Ausbauer setzen dem T2 das fünfte Rad am Wagen einfach auf die Nase.

Anders als in Mexico oder Deutschland entsteht in Brasilien ein T2 mit den Seitenwänden des T1.

Anders als in Mexico oder Deutschland entsteht in Brasilien ein T2 mit den Seitenwänden des T1.

Vor allem die Amerikaner begeistern sich für das kompakte Freizeitfahrzeug aus Germany. Bereits 1968 wachsen durchschnittlich 100 Campingbusse am Tag heran. Die auf Umbauten spezialisierte Firma Westfalia setzt Mitte der 70er-Jahre mit der Ausführung „Berlin“ einen Meilenstein in Sachen Grundriss. Bis heute hat die Aufteilung im California mit linksseitigem Küchenblock, rechtsseitiger Liegefläche, zentraler Sitzgelegenheit und Aufstelldach ihre Gültigkeit.

Anfang der 70er kann Volkswagen Rekordabsätze verzeichnen. Sowohl der Export nach Nordamerika, als auch die Märkte in Latein- und Südamerika boomen.

Anfang der 70er kann Volkswagen Rekordabsätze verzeichnen. Sowohl der Export nach Nordamerika, als auch die Märkte in Latein- und Südamerika boomen.

Die ersten größeren Veränderungen sind vorrangig der Sicherheit geschuldet. So kommen an der Vorderachse ab dem Modelljahr 1971 serienmäßig Scheibenbremsen zum Einsatz. Nur ein Jahr danach werden die vom T1 übernommenen Rücklichter gegen größere Mehrkammerleuchten ausgetauscht. Das hat auch eine Änderung des Seitenteils und des Radkastens zur Folge. Zudem wird die Motorraumbelüftung an der D-Säule vergrößert. Zu einer Retusche der Front zwingt das ab Herbst 1972 verbaute Deformationselement zum Schutze der Insassen bei einem möglichen Auffahrunfall. Damit ist das Modelljahr 1973 auch der Startpunkt des T2b, dessen Blinker nun oberhalb der Frontscheinwerfer liegen und dessen vordere Stoßstange nicht mehr mit den Trittleisten für den Einstieg versehen ist. Folgerichtig nennt sich somit das 72er Modell T2ab und die Modelle davor T2a. 1973 endet auch die Deutschland-Fertigung am zweiten Produktionsstandort in Emden. Die Gründe sind die Ölkrise, die beginnende Rezession in Deutschland und wirtschaftspolitische Maßnahmen importierender Länder.

Für das Modelljahr 1988 bekommen alle Modelle in Mexiko einen wassergekühlten Reihenmotor aus dem Pkw-Programm.

Für das Modelljahr 1988 bekommen alle Modelle in Mexiko einen wassergekühlten Reihenmotor aus dem Pkw-Programm.

In den kommenden Jahren sind die optischen Veränderungen des T2 marginal. Allerdings steht der T2 Pate für viele Entwicklungsthemen, geboren aus der zuvor genannten Ölkrise. Dabei setzt Volkswagen auf zwei alternative Konzepte: Gas und Elektrik. Ersteres wird aber aufgrund der geringen Effizienz einer Gasturbine schnell verworfen – es bleibt bei einem Prototyp. Letzteres entsteht in Zusammenarbeit mit Siemens, die den Motor liefern. Die notwendige Energie entstammt einem Set von Batterien, das im Fahrzeugboden verstaut ist. So gerüstet hat der bis zu 80 km/h schnelle elektrisch angetriebene Transporter eine maximale Reichweite von 80 Kilometern. Und mit einer Leistung von 44 PS steht er seinem Benzin verbrennendem Pendant kaum nach. Gleichfalls gibt es erste Überlegungen zu einem Hybrid-Antrieb, der mit nur elf Batterien und einem deutlich schwächeren Elektromotor auskommt. Ein Prototyp anderer Art entsteht Mitte der 70er-Jahre und greift einer Seriensetzung rund zehn Jahre voraus. Ohne großes Aufsehen entsteht in Wolfsburg eine Handvoll handgefertigter Ausgaben mit Allradantrieb. Das Ende der deutschen Fertigung läutet ein besonders gut ausgestatteter T2 ein. Der „Silberfisch“ ist serienmäßig mit einer blauen Innenausstattung, großem Schiebedach und vielem ausgestattet, was die Aufpreisliste hergibt. Längst gibt es einen 70 PS starken 2-Liter-Boxermotor oder auch ein Automatikgetriebe. Beides begleitet ab 1979 den Schritt zur dritten Generation, dem T3.

Von 1983 bis 1988 baut Volkswagen in Brasilien den T2 mit einem Dieselmotor.

Von 1983 bis 1988 baut Volkswagen in Brasilien den T2 mit einem Dieselmotor.

Zusammen mit dem Produktionsstart in Deutschland beginnt 1968 auch die erste CKD-Fertigung (completely knocked down) in Südafrika. Diese Art der Produktion – Fahrzeuge werden in Einzelteilen exportiert und an einem anderen Ort montiert – dient dazu, die hohen Import- und Luxussteuern eines Landes zu umgehen. So werden in den 70er-Jahren viele „Bausätze“ der Basismodelle in die Welt verschickt – sei es nach Thailand, Pakistan, Kenia, Peru und in die Türkei, um nur einige Länder zu nennen. Die erste ausländische Produktion in eigener Regie findet wiederum bei der 1964 gegründeten Volkswagen de Mexico mit Sitz in Puebla statt. Vier Jahre nach dem Produktionsstart in Hannover laufen ab 1971 in Lateinamerika nahezu baugleich der Combi (Fensterbus) und der Panel (Kastenwagen) von Band. Einzig die Verdichtung des 1,6-Liter-Boxermotors wird aufgrund der dort vorherrschenden Spritqualität auf 6,6:1 herabgesetzt. Die Leistung sinkt dabei von 50 auf 44 PS. Damit agiert der T2 auf dem Fahrleistungsniveau seines einst in Europa und immer noch in Südamerika gebauten Vorgängers, dem T1. Für die kommenden Jahre bleibt der T2 in dieser Ausfertigung mit kleinen Produktverbesserungen im mexikanischen Programm.

Zum schwarzen Frontkühler passen ohnehin die schwarzen Kunststoffstoßstangen des mexikanischen T2.

Zum schwarzen Frontkühler passen ohnehin die schwarzen Kunststoffstoßstangen des mexikanischen T2.

Die erste Sonderkarosse des T2 entsteht in Brasilen. Bereits seit 1957 werden im damals neu errichteten Werk in Sao Bernardo do Campo nahe der Metropole Sao Paulo die Transporter der ersten Generation gebaut. 1975 wird die Produktion teilweise auf den neueren „T2“ umgestellt. Allerdings nimmt dieser Typ eine Sonderstellung in der vorherrschenden Nomenklatur der Transporter-Baureihe ein. Anders als in Mexico oder Deutschland entsteht in Brasilien ein T2 mit den Seitenwänden des T1 – erkennbar an den kleinen Seiten- und Heckfenstern und den Motorlufteinlässen oberhalb des hinteren Radlaufs sowie den Klapptüren zum Fond/Laderaum. Diese Eigenart führt schnell zu der Bezeichnung T1,5. In Brasilien hat der 1,6-Liter-Motor jedoch die gleiche Leistung wie in Deutschland. Mit 50 PS und der neuen Hinterachse sind für die südamerikanischen Busse erstmals Geschwindigkeiten über 100 km/h möglich. Zwei Jahre später folgt eine Zwei-Vergaser-Version mit 56 PS.

Im Jahr 1978 kommt es zum Bau von fünf offiziellen Versuchsfahrzeugen mit zuschaltbarem Frontantrieb.

Im Jahr 1978 kommt es zum Bau von fünf offiziellen Versuchsfahrzeugen mit zuschaltbarem Frontantrieb.

Anfang der 70er-Jahre verzeichnet Volkswagen Rekordabsätze. Sowohl der Export nach Nordamerika, als auch die Märkte in Latein- und Südamerika boomen. Während die Exportrate in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf über 70.000 Einheiten steigt, verkündigt das brasilianische Werk einen Produktionsrekord von 66.280 Fahrzeugen für das eigene Land. Auch der wesentlich kleinere Markt in Mittelamerika verbucht Absatzzahlen von weit über 10.000 Bussen pro Jahr. Triebfeder dieser Entwicklung ist neben dem günstigen Anschaffungspreis zum einen die populäre Hippie-Bewegung, die sich den VW Bus zu eigen macht und die hohen Verkaufszahlen an Campingbussen, die von Deutschland aus über den „Teich“ gehen. Für Karmann Grund genug, eine eigene Produktion in Brasilien aufzubauen. Ab 1979 fertigt Karmann-Ghia do Brasil für etwa zehn Jahre das bereits in Deutschland bekannte Karmann Mobil unter den Namen „Safari“, entweder mit oder ohne Alkoven. Zeitweise laufen sogar eigens kreierte Krankenwagen vom Band.

Mit dem T2 wird ein Grundstein für den Allrad gelegt, der 1985 mit dem T3 Syncro in Serie geht.

Mit dem T2 wird ein Grundstein für den Allrad gelegt, der 1985 mit dem T3 Syncro in Serie geht.

Die erste nichteuropäische Weiterentwicklung kommt 1981 auf den brasilianischen Markt. Neben der ins Programm aufgenommenen Doppelkabine hält zudem ein Dieselmotor Einzug in die hinteren Tiefen des Motorraums. Der wassergekühlte Selbstzünder kommt aus dem Wolfsburger Regal, hat 1,6 Liter Hubraum und entwickelt 50 PS. Anders als in Golf, Jetta und Passat ist der Motor nicht geneigt, sondern stehend verbaut. Die notwendigen Peripherie-Umbauten entstammen in ihrer Konstruktion teilweise den Komponenten des T3, der in Deutschland zum gleichen Zeitpunkt mit diesem Dieselmotor angeboten wird. Zudem kommt es zu weiteren Modernisierungen, wie sie schon längst in Europa und auch in Mexiko Gültigkeit hatten und teilweise heute noch haben. So gibt es nun Scheibenbremsen vorne, Sicherheitsgurte und einen Revolvergriff-Handbremshebel unter dem Instrumententräger. Für eine zeitgemäße Komponente sorgt das neue Lenkrad aus dem T3. Doch sowohl der Dieselmotor als auch die Doppelkabine erfreuen sich in Brasilien geringen Zuspruchs. Bereits vier Jahre nach der Einführung werden beide Optionen wieder aus dem Programm genommen.

Seit 2006 baut Volkswagen in Brasilien den T2 Kombi mit einem 1,4 Liter großen, wassergekühlten Vierzylinder.

Seit 2006 baut Volkswagen in Brasilien den T2 Kombi mit einem 1,4 Liter großen, wassergekühlten Vierzylinder.

In den kommenden Jahren gibt es keine nennenswerten Weiterentwicklungen. Eher schleichend ziehen diverse Verbesserungen in das Fahrzeug aus brasilianischer Fertigung ein und sind zumeist den verschärften Zulassungsbedingungen im eigenen Land geschuldet. So kommt es beispielsweise Anfang der 90er-Jahre zum Einbau eines Abgaskatalysators. Gleichfalls gibt es nun an den vorderen Sitzen serienmäßig Kopfstützen. Anders sieht es in Mexico aus. Für das Modelljahr 1988 bekommen alle Modelle einen wassergekühlten Reihenmotor aus dem Pkw-Programm. Der 1,8 Liter große Vierzylinder leistet 75 PS und ist an einem unabhängig von der Außenlackierung markanten, schwarzen Frontkühler zu erkennen. Dazu passend sind ohnehin die schwarzen Kunststoffstoßstangen des mexikanischen T2. Als „Infotainment“ dient vorerst der Tacho des Käfer, der über eine integrierte Tankuhr verfügt, da die bislang verbaute des T2 einer Wassertemperaturanzeige weichen muss. Zudem startet in diesem Jahr das gut ausgestattete Topmodell „Caravelle“, das mit sieben Sitzen vorrangig der Personenbeförderung dient und mit dem einen oder anderen Gimmick wie Leseleuchten, Haltegriffen und Seitenwandverkleidungen ausgestattet ist.

Unverändert bleiben über die Jahre die senkrecht stehenden Mehrkammerrückleuchten des T2b.

Unverändert bleiben über die Jahre die senkrecht stehenden Mehrkammerrückleuchten des T2b.

Zu einer größeren Modernisierung kommt es 1991. Alle in Mexico gebauten Busse erhalten ein erhöhtes Dach. Knapp 20 Zentimeter mehr Innenraum-Höhe vereinfacht vor allem das Begehen des Fonds. Für den Fahrer hält ein neuer, rechteckiger Instrumententräger aus schwarzem Kunststoff Einzug. Ähnlich im Design des T4 informieren zwei Rundinstrumente über die Befindlichkeiten der verbauten Technik – links der Tachometer, rechts ein optionaler Drehzahlmesser mit Kühlwassertemperatur- und Tankanzeige. Dazwischen zehn Leuchtdioden unterschiedlichen Couleurs für die elektrischen Verbraucher. Um die Wartung zu erleichtern, gibt es nun – ähnlich wie beim T3 – eine „Motorhaube“ auf der Ladefläche. In den darunter verborgenen Tiefen arbeitet allerdings kein Vergaser mehr, sondern eine elektronisch geregelte Einspritzanlage mit entsprechend kontaktloser Zündung. Die Leistung des Aggregats steigt auf maximal 80 PS an. Unverändert bleibt das Getriebe. Einen fünften Gang wird es während der gesamten Bauzeit des T2 niemals geben.

Der Reihenmotor stellt im Vergleich zum Boxermotor 25 Prozent mehr Kraft zur Verfügung.

Der Reihenmotor stellt im Vergleich zum Boxermotor 25 Prozent mehr Kraft zur Verfügung.

Nur fünf Jahre später und nach knapp 254.000 gebauten Bussen endet 1995 die T2-Produktion in Mexico. Die kompletten Fertigungsanlagen werden nach Brasilien verbracht und dort wieder aufgebaut. Für die Brasilianer ist das der Start des „reinen“ T2, der sich von nun an unter dem Namen Nova Kombi und natürlich mit höherem Dach, aber mit Metallstoßstange präsentiert. Anders als bei seinem mexikanischen Pedant, arbeitet in seinem Heck aber nach wie vor der altbekannte Boxermotor mit 1584 ccm. Anfangs noch mittels zweier Einfachvergaser beatmet, wird das luftgekühlte Aggregat kurz darauf mit einer Bosch MP9-Einspritzanlage bestückt und leistet 58 PS bei 4.200 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 111 Nm liegt bei 2.600 Umdrehungen pro Minute an. Top-Modell jener Stunde ist die gleichfalls aus Mexico übernommene Ausstattung „Carat“.“. Als klassischer Siebensitzer wird der Kombi Carat als ideales Fahrzeug für Freizeit, Familie und Geschäft beworben. Ausstattungsmerkmale sind unter anderem Schiebefenster in der Mitte, Stoff-Sitzpolster, Teppichboden, Seitenteilverkleidungen aus Vinyl, Kopfstützen an allen Sitzen, Grün-Colorverglasung, Spiegel in der rechten Sonnenblende und ein Dokumentenfach in der linken Sonnenblende. Einzig der Pickup und der Furgao (Kastenwagen) laufen noch in alter Bauweise von Band. Das „Aus“ der Pritsche ist jedoch für das Jahr 2000 beschlossen. Ähnliche Überlegungen gibt es für die Alkohol-Version des Boxermotors, die zwar 67 PS leistet, deren Einbaurate aber bei unter zwei Prozent liegt. 2002 werden die Produktionsanlagen renoviert. Dieser Sanierung fällt dann auch der Furgao endgültig zum Opfer. Damit ist die Ära des T 1,5 beendet. Fortan gibt es nur noch den reinen T2 als Kombi-Standard (Fensterbus und Kastenwagen), Kombi Carat (7-Sitzer), Kombi-Escolar (Schulbus) und Lotacao (12-Sitzer).

Mit einer limitierten Ausgabe von nur 200 Fahrzeugen läutet die Kombi-Serie Prata das Ende der Produktion des „Luftmotors“ von Volkswagen do Brasil ein.

Mit einer limitierten Ausgabe von nur 200 Fahrzeugen läutet die Kombi-Serie Prata das Ende der Produktion des „Luftmotors“ von Volkswagen do Brasil ein.

Im Dezember 2005 läutet die auf 200 Fahrzeuge limitierte Auflage des Sondermodells „Prata“ das Ende des „Luftmotors“ ein. Allein in den beiden Großserien Typ 1 (Käfer) und Typ 2 (Bus) kam das Aggregat über 27 Millionen Mal zum Einsatz. In dieser Zahl nicht enthalten sind die für Volkswagen-Niveau vielen „kleineren Serien“ wie Typ 3, Typ 4 und die Karmann-Modelle sowie die zahlreichen „Industriemotoren“, neuen Austauschmotoren oder das Ersatzteil-Aufkommen. Der „Prata“ unterscheidet sich unter anderem in der Farbe “Silber Light Metallic” und den grünen Fenstern mit der getönten Windschutzscheibe von seinen Serien-Pendants. Die Vorderseite, der Grill, die Stoßstangen und die Fassungen der Scheinwerfer sind zudem in “Grau Cross” gehalten. Auf der Rückseite ist der „Prata“ durch serienmäßige Nebelschlussleuchten, einer Heckscheibenheizung und durch das Logo zu erkennen. Im Innenraum wird der Schriftzug auf der Instrumententafel und auf der Seite des Geschwindigkeitsmessers aufgegriffen. Zu den weiteren Änderungen im Innenraum gehören der neue Bezug der Sitzbänke in Vinyl und „Malharia Colméia”, die Verkleidung des Kofferraumdeckels und das schiebbare Seitenfenster auf der linken Seite.

Die Sonderserie Last Edition setzt mit 1200 Fahrzeugen im September 2013 den finalen Schlusspunkt unter die Fertigung des T2.

Die Sonderserie Last Edition setzt mit 1200 Fahrzeugen im September 2013 den finalen Schlusspunkt unter die Fertigung des T2.

Was für den Motor gilt, gilt noch lange nicht für das Fahrzeug: Ab 2006 gibt es den Kombi mit einem 1,4 Liter großen, wassergekühlten Vierzylinder. Der Reihenmotor stellt im Vergleich zum Boxermotor 25 Prozent mehr Kraft bei der Verwendung von Alkohol und zirka 34 Prozent mehr Leistung beim Einsatz von Benzin zur Verfügung. In Zahlen: 80 PS bei 4800 U/min mit Alkohol oder 78 PS bei 4800 U/min bei der Verbrennung von Sprit. Das maximale Drehmoment liegt im Benzinbetrieb bei 123 Newtonmeter und bei 125 Nm beim Betrieb mit Ethanol und wird jeweils bei 3.500 U/min erreicht. Nahezu unverändert läuft der T2 in den Folgejahren mit einer Produktionszahl von rund 25.000 Fahrzeugen jährlich von Band. Doch das Ende des T2 zeichnet sich bereits am Horizont ab. Verschärfte Zulassungsbestimmungen in Sachen Sicherheit und Emissionen markieren das Modelljahr 2013 als das Ende der Fertigung. Damit ist klar, dass der T2 nach 45 Jahren und weltweilt mit rund 3,9 Millionen gebauten Exemplaren in den Ruhestand gehen wird. Allein in Brasilien liefen zirka 1,12 Millionen Fahrzeuge vom Band.

An den Seiten identifizieren besondere Aufkleber die Sonderserie: „56 anos - Kombi Last Edition“.

An den Seiten identifizieren besondere Aufkleber die Sonderserie: „56 anos – Kombi Last Edition“.

Die Sonderserie „Last Edition“ setzt demzufolge im September 2013 den finalen Schlusspunkt unter die Fertigung des T2. Die Sonderedition bietet exklusive Ausstattungsdetails. Die Lackierung des „Last Edition“ ist in Blau und das Dach, die Dachsäulen und die Stoßfänger sind in Weiß gehalten. Knapp unterhalb der Fenster verläuft ein weißer Dekorstreifen um die Seiten und das Heck des Fahrzeugs herum. Die Felgen und Radkappen sind ebenfalls weiß. Weißwandreifen verleihen dem Modell eine nostalgische Note. Die Fenster sind getönt und die Heckscheibe verfügt über eine elektrische Heizung. An den Seiten identifizieren besondere Aufkleber die Sonderserie: „56 anos – Kombi Last Edition“. Das gilt vor allem für die Plakette auf dem Instrumententräger, die die Sonderserie von 1 bis 1200 durchnummeriert. Die Instrumentengruppe weist zudem eine besondere Siebdruckbehandlung auf, die das traditionelle Design des Kombi mit dem Tachometer in der Mitte und der Tankanzeige auf der rechten Seite übernimmt. Das MP3-Soundsystem ist mit roten LEDs beleuchtet und verfügt über Hilfs- und USB-Eingänge. Im Innenraum gibt es Vorhänge aus blauem Stoff mit aufgesticktem „Kombi-Logo“. Die Sitze sind mit zweifarbigem Vinyl bezogen, ebenso die Türinnenverkleidungen und die Laderaumabdeckung. Der Boden des Fahrgast- und des Gepäckraums ist mit Teppich ausgelegt. Der Dachhimmel ist mit „Stampatto“-Vliesmaterial bezogen.

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Neu am Kiosk: Porsche Klassik – Magazin für Sportwagen #7


Wenn die Kirschblüten blühen, kommt die Zeit, in der wir unseren Klassiker aus dem Winterschlaf erwecken. Der erste Dreh am Zünschlüssel, das erste Schütteln, dann zündet das Gemisch: Wer möchte den Moment missen? Genauso verhält es sich mit dem Porsche Klassik Magazin #7. Unter einem Obstbaum, dessen Blüten spriessen, blättern wir durch die aktuelle Ausgabe, die sich ganz den kleinen Porsche Modellen mit Vier Zylindern verschrieben hat.

Schon in der Titelgeschichte wird der Anspruch auf die Vier Zylinder um deren zwei überboten. Mit einem klassischen Sechszylinder, garniert mit Entenbürzel, gehen wir in Australien auf Ausfahrt mit einem Carrera RS, dem schärfsten 911er seiner Zeit. Zugegeben, geschadet hat es nicht.

Da passt es gut, dass ein wunderbarer seltener 912er Targa in US-Spezifikation mit uns zuvor an den Grenzen von New Jersey vor den Kulissen von Downtown Manhattan aufkreuzt und damit den Spagat zwischen 356er und 911 so wundervoll durch die 60er und teilweise auch 70er Jahre beiträgt.

Apropos 912. Der feiert in diesem Jahr seinen 50 Geburtstag. Grund genug, ihn ausgiebig vorzustellen. Ein Spezial über 12 Seiten präsentiert den 11er zum attraktiven Preis. Von der Vorstellung auf der IAA über Prospektblätter bis zum Fotoshooting. Als Ikone wird ein wunderbarer Wagen aus dem Porsche Museum in Szene gesetzt und die Geschichte sowie die Bedeutung des Porsche, den es um den Preis eines VW Käfers günstiger als einen 911er gab, vorgestellt. Happy Birthday.

Unterwegs ist Porsche Klassik mit einem 356er Speedster und der Fotografin Nina-Maria Oetker. Im Chiemgau geht sie mit dem rot-silbernen Wagen und der Kamera auf die Reise und erzählt dabei die Geschichte des Fahrzeugs, oder besser gesagt, die nicht vorhandene Geschichte sowie eine Geschichte in ihren Bildern… So muss das wohl gewesen  sein, wenn ein 356er auf dem Lande unterwegs war.

In der reichen Vierzylinder-Geschichte von Porsche kann man aber auch auf die Rennstrecke gehen. Oder umgekehrt. Mit einem strassentauglichen Rennwagen auf die Strasse. Stellvertretend dafür tritt ein früher 356 B 1600 GT Carrera auf einer Fahrt durch das malerische Moseltal  an. Die kurvenreichen Berg- und Talstrecken in den Weinbergen sind wie gemacht für den flinken Vierzylinder mit dem Fuhrmann-Motor.

Natürlich gibt es auch noch weitere luftgekühlte Porsche in der aktuellen Ausgabe. Zum Beispiel den Porsche 959, er tritt als Geburtstagskind auf und feiert seinen 30 Geburtstag. Damals war er das technologische Aushängeschild der Zuffenhausener. Mark Webber, der ehemalige Formel 1 Fahrer und aktuelle Porsche WEC-Pilot dagegen geht mit einem 930er auf die selbe Strecke, wo er vor wenigen Tagen noch im 6-Stunden-Rennen am Lenkrad sass. Der Langstrecken-Experte weiss, dass der Dampf des 930ers eine ruhige Hand benötigt. Wie wir auf 14 gut bebilderten Seiten beifahren können.

Darüber hinaus kommt auch die wassergekühlte Fraktion auf ihre Kosten

  • Die kleinen Vierzylinder mit Reihenmotor 924/944/968 werden ebenfalls in einem Spezial gewürdigt. 32 Seiten haben schon fast Kapitelcharakter eines Buches.
  • Mehr PS gab es nicht im 928er, der als GTS 350 PS aus aufgebohrten 5,4 Liter Hubraum seines V8 bollern liess.
  • Und natürlich werden auch wieder Bücher vorgestellt, die für die Zeit beiseite gelegt werden können, wenn die Kirschen geerntet sind.

Solange kann man das aktuelle Heft für € 5,90 an jedem Kiosk mit unter den Kirschbaum legen.

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